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Pinnwand / [Biete] Pathfinder, DSA, Shadowrun, NINTENDO Switch Spiele, Bücher
« Letzter Beitrag von Grizzly am 28. März 2020, 09:52:11 »
Aktualisier: nun Verkauf
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 26. März 2020, 17:31:30 »
Besh

Ich blicke einen Moment der "Vanguard" hinter her, die zurück in die tiefen des Müllsumpfes taucht, während wir uns auf ein gewaltiges Abwasserrohr zubewegen. Wir waten knietief durch Müll und Dinge, die Fäkalien sein dürften. Ich bin Froh, dass meine Powerarmor über eine eigene Luftversorgung verfügt und ich so den sicherlich infernalischen Gestank nicht einatmen muss. Allein deswegen hat sich diese hochwertige Rüstung schon bezahlt gemacht.

Es ist ein langer Marsch durch die Dunkelheit der Kanäle. Dank meines hochwertigen Sichtsystems und den daran angeschlossenen externen Scanner ist es recht einfach, durch die ewige Dunkelheit der Kanalisation zu navigieren. Manchmal ist der Strom reißend, gegen den wir anlaufen, aber unsere Servomotoren der Rüstung bringen uns durch jede Widrigkeit hindurch. Vor gar nicht allzu langer Zeit sind wir mit einem Floß durch die Kanalisation von Calfa geschossen. Das kommt mir inzwischen wie eine Ewigkeit vor, dabei ist es noch kein Jahr her. Wie schnell doch die Zeit vergeht.

Die Kanalisation ist durchaus bewohnt. Riesige Ratten, Nunas, verwilderte Tookas und auch Menschen, die hier als Müllsammler ein karges Dasein fristen. Wir meiden so gut es geht den Kontakt mit Menschen. Leider treffen wir auf kein Dianoga, um die Reise durch die Kanalisation etwas interessanter zu gestalten. Allerdings bin nur ich über diesen Umstand traurig.

Schließlich sind wir wieder in der Nähe der Fabrik. Inzwischen sind wir sicher, dass der Zugang, den wir damals gefunden haben, dazu da war, gefunden zu werden. Sprich, Agenten des Imperiums sollten so weit kommen und dann die falschen Daten extrahieren können. Wenn es irgendwo echte Strahlung geben sollte, dann in diesem Bereich. Also müssen wir nun einen anderen Zugang finden und das wird nicht einfach werden.

Die Patrouillen der Sicherheit der Fabrik folgen einen gewissen Schema und wenn man das erst einmal verstanden hat, ist es ein leichtes, sich ungestört in dem Bereich fortzubewegen. Schließlich finden wir ein Gitter, welches einen schmalen Zungang versperrt. Es ist nicht einfach, es zu öffnen, da die Schrauben verrostet sind. Kaputt machen wollen wir es nicht, da eine frische Beschädigung durchaus einem Wächter auffallen könnte. Dummerweise reißt Scavangerbot beim versuch, die Schraube zu lösen, deren Kopf ab. Das war jetzt nicht so gut. Besonders da das knackende Geräusch den Kanal von glatten Wänden reflektiert entlang läuft. Ich hoffe nur, dass das Geblubber des Abwassers das Geräusch schluckt. Aber dem ist leider nicht so. Deutlich kann ich sehen, wie sich eine intensive Energiequelle und zwei Lebensimpulse zielstrebig sich uns nun nähern. Wir haben nur wenige Augenblicke, von hier zu verschwinden!

Das Rohr ist zu flach, um hier im Abwasser Deckung zu finden. Der nächste Abzweig ist über hundert Schritt entfernt. Das schaffen wir nie! Also bliebt nur die Flucht durch das Gitter. So schnell wie nur irgendwie möglich öffnet Scav die letzte Schraube und schon saust Edna als erster durch den Schrägen Schacht nach unten. Shaka folgt ihm, dann Scavangerbot. Als letzte folge ich und setze dabei das Gitter wieder ein. Laut meinem Scanner ist die Patrouille nun in diesem Rohr und ich kann sehen, wie sie schnell näher kommen. So lautlos wie möglich rutsche ich die mehrere Meter nach unten und bin in einem weiteren Rohr. Hier kann ich nur gebückt stehen und husche in vollständige Deckung. Oben kann ich nun hören, wie die Wachen sich dort suchend umsehen und die Droidenjagdeinheit nach uns scannt. Ich fahre die Systeme so weit herunter wie möglich und bange warten wir einige Augenblicke, als die Wachen auf eine Riesenratte schießen, die sich in ihr Sichtfeld gewagt hat. Damit ist für sie das laute Geräusch erklärt. Zum Glück untersuchen sie nicht das Gitter, welches lose in seiner Fassung hängt.

Wir sind nun in einem Nebenabfluss, wahrscheinlich wird der Kanal gefüllt, wenn der über uns zu voll wird, um wiederum ein Überlaufen des obigen zu verhindern. Auf alle Fälle sind wir hier erst einmal ungestört. Wir rücken nun in Kolonne weiter vor und erreichen einen Aufstieg nach oben, der aus ein paar in die Wand getriebenen Leiterelemente aus korrodiertem Durastahl besteht. Das ganze endet an einer Luke oben. Das könnte ein Zugang zur Fabrik sein. Scav klettert als erster hoch und überbrückt einen Sensor, bevor er das magnetische Schloss überlistet. Vorsichtig drückt der Droide die Luke auf und dahinter scheint ein kleiner Lagerraum zu sein. Wir sind definitiv in einem Gebäude. Kaum sind wir oben, kommt auch schon ein Patrouille aus zwei Wachen mit Jagddroide vorbei. Gerade so können wir uns in einem Nebenraum voller Gerümpel verstecken. Die Wachen leuchten kurz rein und gehen dann weiter. Puh! Noch einmal Glück gehabt.

Nachdem wir mehrere Minuten gewartet haben, rühren wir uns und suchen einen Zugang, der ins Innere der Anlage führt. Schon nach weniger als fünfzig Schritt finden wir eine Strahlenschutztür und die uns schon bekannten Hinweise. Dazu noch ein Strahlenscanner, der beunruhigende Werte sendet.

"Das ist nur ein Fake!", meine ich mit mehr Entschlossenheit in der Stimme als wie ich wirklich empfinde. Nach kurzem zögern öffnet Scavangerbot auch diese Tür mit seinen überragenden mechatronischen Fähigkeiten. Die Tür fährt zischend auf und die Strahlung bleibt genau gleich. Also rein!

Ein weiterer Gang und dann eine Sprossenleiter an der Wand, die zu einer weiteren Luke führt. Nach einer Treppe suchen oder hier gleich nach oben? Wir beschließen, weiter nach oben zu gehen. Diese Luke ist nicht überwacht und ich übernehme die Spitze. Vorsichtig drücke ich die Luke auf und sehe einen leeren Raum. Mein Scanner, nun nicht mehr durch dicke Decken aus Permabeton geblockt, meldet drei Lebensimpulse im Nebenraum. Etwa ein Dutzend über uns. Die Wände und Decken sind hier deutlich dünner als weiter unten, deswegen bekomme ich nun auch einiges an Lebenszeichen rein.

Ich warne über Com die anderen, dass sie leise sein sollen, da sich die drei Personen in unmittelbarer Nähe befinden. Entsprechend leise sind sie auch, bis auf Edna, der durch die ungewohnte schwere Rüstung einer der Durastahlsprossen aus der Wand bricht, was einen verdammten Lärm macht, den man noch in fünfzig Schritt Entfernung hören muss.

"Tschuldigung", meint der Hapaner zerknirscht, aber der Banthadung ist nun in den Ventilator gefallen.

Da ich keinen schallgedämpften Dragoner und kein Modell 77 mehr zur Verfüung habe, ziehe ich Scharfrichter. Vor einiger Zeit habe ich ja gelernt, die Waffe so einzusetzen, dass ich niemand damit töte, ihn aber doch effizient ausschalte. Also husche ich neben dem  Durchgang, durch die eine Wache kommt, die lasse ich passieren und nehme mir den nächsten vor. Mit dem ersten Hieb treffe ich nicht gut genug, dann fällt er aber mit dem Rückhandschlag um. So geht das!

Edna schießt den nächsten Wachposten um, tötet ihn mit seinem Schallgedämpften DLT-19. Derweil erledigt Shaka den letzten mit einem Betäubungsschuss.

"Fierfek! Wir wollen unsere Unschuld beweisen und du tötest eine Wache?", frage ich Edna traurig und durchaus etwas verärgert.

"Wäre es dir lieber gewesen, wenn er Alarm ausgelöst hätte?"

"Ich denke nicht, dass er dazu noch gekommen wäre", meine ich dazu, da ich ihn hätte daran hindern können.

Nakagos wirre Gedanken

Hier kann man sehen, wie nah Triumph und Verzweiflung liegen. Unser SL hat uns fleißig rote Erschwerniswürfel werfen lassen und oft kam zum Verzweiflungssymbol auch ein Triumph dazu. Wie beim öffnen der Luke oder als Edna hoch schlich.
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Pinnwand / DUNGEON STARTER - Neuer Rollenspiel Podcast
« Letzter Beitrag von matthigor am 24. März 2020, 21:23:58 »
Moin zusammen! Nach unserer Pilotfolge in 2019 startet jetzt endlich unser Podcast DUNGEON STARTER! 🎙️

Dominik, Patrick und Matthias reden in Episode 1 „Dein erstes  Abenteuer“ über alles, was Rollenspiel-Anfänger und vor allem  Spielleiter bewegt: Wie starte ich als Spielleiter mit meiner Gruppe in  die erste Session? Wie wichtig sind Regeln? Und wie kann ich meine erste  Spielrunde ganz ohne Stressmomente gestalten?

Wir spielen aktiv D&D 5 in mehreren Gruppen, tauchen aber auch gerne hin und wieder die Zehen in Systeme wie Dungeon Starter, Fiasko oder Savage Worlds.

Hier geht’s zur aktuellen Folge auf unserer Website: https://dungeonstarter.de/podcast-episode-1-dein-erstes-rollenspiel-abenteuer/ 🚀

Reinhören könnt ihre direkt über unseren Player auf der Seite oder über Soundcloud, Spotify, iTunes, Google Podcasts sowie via RSS-Feed. 🎧 Auf Instagram findet ihr uns unter: @thedungeonstarter 🤳

Viel Spaß!
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 24. März 2020, 16:37:11 »
Episode XXXII
Gründe eines Krieges
Aurek

"Und jetzt?", frage ich in die Runde und das war keine rhetorische Frage, den momentan habe ich noch keinen Plan im Hinterkopf, was bei mir äußerst selten der Fall ist. Die Situation ist momentan äußerst verfahren, auch wenn wir der planetaren Sicherheit vorerst entkommen sind. Wir werden nun gesucht, nicht nur von den örtlichen Sicherheitsbehörden, sondern sicherlich auch von Revkan und der Organisation, die er angehört. Welche das auch immer sein mag. Wir haben mehrere Ansatzpunkte, wie auch Alternativen.

Möglichkeit eins wäre, wir warten etwas, gehen dann auf Schleichfahrt und versuchen uns an den Wachschiffen oben im Orbit vorbei zu mogeln. Wir wären zwar von Isde Naha weg, aber wir würden wohl bald Galaxisweit gesucht werden. Unsere Verbindung zur Nilvax Station ist kein Geheimnis und es würde dort sicherlich bald von Kopfgeldjägern nur noch so wimmeln, was unserer momentanen Situation sehr abträglich wäre.

Möglichkeit zwei ist, wir schaffen diesen Schlamassel aus der Welt, bevor der Banthadung in den Ventilator fällt und uns der Mist so richtig um die Ohren fliegt. Ist nur die Frage wie?

Noch während wir verschiedene Möglichkeiten und Optionen durchdiskutieren und zu keinem gemeinsamen Nenner kommen, fällt mir in den eingehenden Nachrichten eine Mail auf. Die Nachricht ist an Shaka Blen gerichtet und mit einem alten Republikanischen Code versehen. Ich mach die blaue Twi´lek darauf aufmerksam. Die entschlüsselt die Nachricht, welche vom Korrektivbüro stammt, enthält die Aufforderung, dort mal unverbindlich den dortigen Direktor Orsul Minka anzurufen. Das ist schon ein etwas seltsames Ansinnen und nicht ganz ungefährlich, da es technisch durchaus möglich ist, uns dadurch anzupeilen, was momentan Recht ungesunde Konsequenzen für uns haben könnte. Nach etwas hin und her kommen wir zu dem Konsens einfach mal dort nachzufragen, was sie wollen. Momentan stehen wir wie ein Bantha vor der Schlucht und wissen einfach nicht weiter.

Also klemmt sich Shaka hinter die Holokonsole und es baut sich eine Verbindung auf. Eine hübsch gekleidete Sekretärin vom Volk der Balosar schaut uns entgegen. Die Balosar sind bis auf ihre Kopffühler ziemlich Menschenähnlich. Nachdem die ehemalige Commander der Allianz sich identifiziert hat, werden wir zu Direktor Minka durchgestellt. Der Direktor des Korrektivbüro ist ein etwas vollschlanker Balosarer in einer offiziellen Amtsrobe. Das Korrektivbüro ist eine übergeordnete Polizeibehörde der Neuen Republik.

"Ah, Shaka Blen und ihre berühmt berüchtigten Spießgesellen. Mir ist gerade der Antrag auf ein Intergalaktischen Haftbefehl auf den Tisch geflattert und wollte mal ganz unverbindlich nachfragen, was zum Fierfek da eigentlich los ist!" Die Stimme des Direktors ist leicht aufgebracht und ich finde es interessant, dass er Shaka zu kennen scheint, wenn wohl auch nur flüchtig. Da wir jeden Verbündeten brauchen können, einigen wir uns mit ein paar Zeichen untereinander darauf, die Lage zu erklären.

Es dauert eine Weile, bis Shaka es äußerst umständlich geschafft hat, die Lage zu schildern. In einer anderen Situation hätte ich sie schon längst abgewürgt und das reden übernommen. Aber zum einen kennen die beiden sich offensichtlich schon von früher und momentan haben wir durchaus Zeit. Nach etwas hin und her glaubt uns der Direktor unsere Geschichte. Außerdem zeigt er uns ein Bild einer Trichterförmigen Anlage, die der von uns entdeckten durchaus ähnelt.

Das Ding ist eine Hyperraumkanone. Die Technologie stammt von einem uralten, seit langem untergegangenem Volk. Eigentlich diente diese Anlagen ursprünglich dazu, Passagiere ohne Raumschiffe auf andere Welten, bzw. dem Gegenstück der Anlage zu schicken. Die Kapseln, wurden ohne eigenen Antrieb durch diese Anlage in den Hyperraum geschickt, wo sie dann vom ihrem Gegenstück aufgefangen wurden. Allerdings war diese Technologie sehr gefährlich und wurde später von den Sith als Waffe verwendet. Man kann damit auch massive Körper einfach auf andere Welten schleudern, wo sie zuerst durch die Gravitation der massiven Himmelskörper aus dem Hyperraum gerissen werden, dann an der Oberfläche zerschellen und massive Schäden allein durch ihre kinetische Aufprallenergie verursachen. Auch könnten sie biologische Kampfstoffe tragen, was uns zum anderen Punkt bringt. Dieses Waffensystem ist also äußerst heimtückisch, da es keine Gegenmaßnahmen dagegen gibt, weil sie Planetare Schirme aller uns bekannten Arten umgehen.

"Mir liegt kein Bericht über eine Extraktion von Dr. Lykas von der Mynaros Station vor. Meines Wissens muss er sich dort immer noch befinden. Ehrlich gesagt sieht mir das ganze eher wie ein großes Manöver aus, um einen Krieg mit Gouverneur Adalhart vom Zaum zu brechen. Diese Anlage kann so nicht existieren. Die verbotene Technologie dafür ist unglaublich teuer und unzuverlässig. Ich denke, dieser Revkan füttert den Agenten mit dem Tarnnamen Rote Feder mit Falschinformationen, die eine Drohkulisse aufbauen soll, die wiederum Adalhart zu einem Erstschlag auf eine Welt der Neuen Republik verleiten soll. Dadurch wird der Senat gezwungen, eine militärische Gegenmaßnahme zu genehmigen", erklärt uns der Direktor vom Korrekturbüro. "Auch kenne ich diesen Revkan von früher, als er noch zum imperialen Korrektivbüro gehört hat, sein Name ist Enja Caruso!"

Das sind ja nette neue Nachrichten. Die hohen Strahlungswerte sind wohl gefälscht und die ganze Anlage dient nur als Köder für einen Angriff von den Truppen Adalharts auf diese Welt. Bis jetzt war Adalhart in seinem "Imperium" geblieben und hat sich darauf konzentriert, niemand herein zu lassen. So eine Anlage schreit gerade nach einem Erstschlag und wäre damit Gleichzeitig der Beginn mit einem heißen Krieg gegen die Neue Republik. Da dies nur eine Krisenregion von vielen ist, war dieser Bereich nicht wirklich im Fokus des Senat und des Militärs der Neuen Republik. Ein massiver Angriff auf eine so Bevölkerungsreiche Welt würde automatisch zu einem heißen Krieg führen. Offensichtlich gibt es Kräfte in der Republik, die dies mit einer Verschwörung herbei führen möchten. Das sind keine guten Nachrichten.

Natürlich bieten wir an, dabei zu helfen, diesen Schlamassel rechtzeitig aufzuklären, bevor Adalhart hier zuschlägt und es viele Millionen Tote gibt. Die nördliche Hemisphäre ist ein einziger kolosaler Moloch und wie es der Zufall so will, ist die gefakte Hyperraumkanone nicht rein zufällig von den dichtestbesiedelten Gebiete des Planeten umgeben. Selbst bei einem "chirurgischen" Angriff wären die Opferzahlen im zweistelligen Millionenbereich. Und das Imperium ist schon immer dafür bekannt, eher zu klotzen als zu kleckern. Das ganze Areal würde mit Protonenbomben pulverisiert würden und die Anzahl der zivilen Opfer dürfte sich dem Milliardenbereich annähern. Sprich, ein Großteil der noch hier auf dem Planeten verbliebenen Bevölkerung würde einen äußerst unschönen Tod sterben, um einen Krieg auszulösen. Das können und werden wir nicht zulassen!

Unser erster Schritt dürfte sein, in die Fabrik einzudringen und Beweise sammeln, dass es sich bei diesem Bau um keine Hyperraumkanone handelt, sondern nur um einen äußerst gemeinen Köder. Falls wir noch Ausrüstung brauchen, bekommen wir die Daten eines gewissen Sabaco, der wohl mehrere einschlägige Clubs betreibt und auch als Schieber fungiert. Nun gut, wir werden darauf zurück kommen.

Also nehmen wir nun Kurs zurück in Richtung der Stadt. Die Suche nach uns läuft immer noch, aber die suchen an der falschen Stelle nach uns. So kommen wir unbehelligt in der Nähe der Stadt. Nun wird es heikel. Da wir nun befürchten, dass es auf einen Kampf herauslaufen wird, nehmen wir unsere Kav-Dann Rüstungen. Auch halten die radioaktive Strahlung aus, jedenfalls für einige Augenblicke, falls es doch reale Strahlung geben sollte, was nicht hundert Prozentig auszuschließen ist. Auch könnte es durchaus sein, dass dieses Korrektivbüro uns in eine Falle lockt. Wirklich vertrauen können wir hier momentan niemanden.

Nakagos wirre Gedanken

Endlich kommt etwas Licht ins Dunkel. Wäre Hilfreich gewesen, wenn wir diese Informationen früher hätten bekommen können. So macht das ganze auf einmal richtig viel Sinn.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 22. März 2020, 15:14:42 »
Isk

"Auf zum Sumpf!", beharre ich meinen Standpunkt und Lyn senkt die Nase der "Vanguard". Im Tiefflug mit fast Mach 1 sausen wir über die Dächer der Stadt. Nun sind wir aus dem aktiven Feuerbereich der Abwehrtürme am Raumhafen heraus und werden nicht mehr beschossen. Für ein paar Sekunden haben wir Ruhe, dann tauchen Blips von Sternenjägern auf. Zwei mal drei Manteljäger in klassischer Dreiecksformation. Die versuchen uns ganz klassisch in die Zange zu nehmen. Lyn bricht nach links aus fliegt Frontal auf den linken Pulk zu, bevor diese in der Lage sind, uns aufzuschalten. Die weichen aus und verlieren beim herumkurven einiges an Geschwindigkeit. Momentan sind die auch nicht viel schneller als wir. Durch einige gewagte Manöver verhindert Lyn, dass die Jäger in eine gute Position kommen. Da Kollateralschaden zu befürchten ist, schießen die auch nicht auf uns einfach mal auf gut Glück. Allerdings sind wir bald über Brachland, sprich die Viertel sind unbewohnt und die Häuser dem Verfall überlassen. Auch ziehen wir nun durch einige Monitore im Orbit Feuer. Lyn gibt sich ganz der Macht hin und manövriert die Vanguard durch einen Wald einschlagender Strahlen. Die kleckern wahrlich nicht, sondern klotzen.

Wenigstens drehen nun die Manteljäger ab, um nicht durch freundliches Feuer abgeschossen zu werden. Aber viel Luft verschafft das uns nicht. Ununterbrochen wechselt Lyn den Kurs und spielt mit den Schubreglern, bremst mal brutal ab, um im nächsten Moment aus einer Kehre heraus  wieder mit brachialer Vollast zu beschleunigen. Das erschwert die Berechnung der gegnerischen Zielcomputer deutlich, belastet unsere Systeme aber beachtlich. Inzwischen sind die Triebwerke komplett überhitzt und Scavangerbot hat alle Greifarme zu tun, diese vom Explodieren oder Notabschaltung abzuhalten. Nach diesem Flug werden die Generalüberholt müssen. Aber ein kleiner Preis für unser Leben. Endlich sind wir nun im offenen Sumpfgebiet. Eigentlich ist das eher eine offene Wasserfläche, die aber komplett von Plastikmüll bedeckt ist. Das sieht bei der Geschwindigkeit wie eine feste Oberfläche auf, aber das ist nur treibender Müll. Irgendwo darunter ist Wasser. Die Einschläge haben nur gewaltige Dampfwolken zur Folge. Schließlich zeigen die Scanner an, dass wir tiefes Wasser erreicht haben, wenn auch rein optisch kein Unterschied festzustellen ist.

"Manövriere in diesem Quadranten. Die Turbolaser werden durch ihre Einschläge in das Wasser für dichten Nebel sorgen!" Eine der ersten Lektion in der Grundausbildung, nutze das Gelände zu deinem Vorteil.

"Gute Idee!", meint Lyn und beginnt nun in einem definierten Bereich wild hin und her zu kurven. Durch die Massierung der Einschläge beginnt schnell Dampf in großen Mengen aufzusteigen. Auch fängt viel Müll an zu brennen, was für dichte Rauchwolken sorgt. Mit diesen massiven Störfaktoren dürften die gegnerischen Sensoren deutlich überlastet sein.

"Und nun Energie runter! Schleichfahrt ein!" Ich würde gerne eine Explosion fälschen, aber leider fehlen uns die Mittel dafür. Die "Vanguard" wird langsamer und wir fahren die Systeme so weit wie möglich herunter, um unsere Energiesignatur zu senken. Durch den Rauch der vielen Feuer und den dichten Dampfnebel sind wir gut vor visueller Entdeckung geschützt. Die Feuer täuschen auch die Sensoren der gegnerischen Schiffe. Sanft kommen wir auf der Oberfläche auf und in unmittelbarer Nähe von einem Viertel Klick schlägt ein Turbolaserstrahl ein. Aber die geben nur noch Streufeuer ab. Durch das umkehren des Repulsorliftantriebes sinken wir schnell in das tote Wasser hinein. Der Müll wird verdrängt und ich hoffe, die Lücke schließt sich schnell genug über uns. Wirklich tief ist es hier nicht, aber es reicht, um auf Unterwasserfahrt zu gehen. Der Rumpf knackt hörbar, als der schnell abkühlt.

Ein weiterer Strahl schlägt in weniger als hundert Schritt ein. Jeder an Bord fragt sich bange, ist das reiner Zufall oder haben die da oben eine positive Ortung? Aber wir entfernen uns weiter von unserer letzten Position. Nur noch die nötigsten Systeme werden mit Energie versorgt, unsere Sensoren sind eingefahren, um unsere Signatur zu verringern. Die Triebwerke sind inzwischen komplett abgekühlt und so langsam nehmen wir Umgebungstemperatur an. Mit gedrosseltem Repolsorliftantrieb schlängeln wir uns schier durch das dreckige Wasser und wir haben nun effektiv eine Sichtweite unter einem Meter. Vor dem Eintauchen ist es mir gelungen, dank unserer Sensoren eine halbwegs verlässliche Unterwasserkarte anzufertigen und wir orientieren uns mit den passiven Systemen wie der Trägheitskontrolle daran. Nun sind wir quasi blind und müssen auf die Macht vertrauen.

Eine Stunde vergeht und so langsam entspannen wir uns. Wir haben unter Wasser fast zwanzig Klicks von unserem Eintrittspunkt in einem Zickzack Kurs zurück gelegt, aber noch sind wir nicht in Sicherheit. Wir müssen mindestens hundert bis hundertzwanzig Klick uns von der letzten positiven Ortung entfernen. So groß würde ich anstelle des Majors oder wer auch immer die Suche leiten wird, den Suchquadranten festlegen. Schließlich kostet so eine Suche Zeit, Mannstärke und Credits. Alles davon ist endlich und Credits mag niemand verschwenden. Also wird er einfach hundert Klicks um den Punkt der letzten Ortung seinen Suchkreis ziehen. Vielleicht auch deutlich weniger.

Zwei Stunden sind wir nun auf Tauchfahrt, immer noch kein aktiver Kontakt. Wir halten unsere Tiefe und Kurs, bis wir dann nach links abschwenken. Falls der Gegner eine letzte Ortung hat, könnte er diesen Kurs durchaus extrapolieren.

Nach knapp fünf Stunden haben wir den von mir vermuteten Suchquadranten endgültig verlassen und nach sechs Stunden haben wir die von mir festgelegte Postion erreicht und sinken auf den Grund. Die Macht war mit uns und wir sind der Falle entkommen. Aber unsere Probleme sind nicht weniger geworden.

"Und jetzt?", frage ich in die Runde und das war keine rhetorische Frage, den momentan habe ich noch keinen Plan im Hinterkopf. Die Situation ist gegenwärtig äußerst verfahren. Wir werden gesucht, nicht nur von den örtlichen Sicherheitsbehörden, sondern sicherlich auch von Revkan und der Organisation, die er angehört. Welche das auch immer sein mag. Wir haben mehrere Ansatzpunkte, wie auch Alternativen.

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 26.05.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Lyn, Edna (Vollzählig!)
Erfahrungspunkte: 20 EP + 5 EP von der letzten Sitzung. 10 EP investiert in Starrsinn, 1 Spalte, 2 Ebene von Fahrer, 15 EP investiert in verbessertes Vollgas,  1 Spalte, 3 Ebene von Fahrer
 
Beute: 6000 Credits von der Neuen Republik für das abliefern der beiden Imperialen. Momentaner Verlust teurer Ausrüstung.

Getötete und überwundene Gegner: 9 Sturmtruppler, 1 Offizier, 1 Droide

Gruppenwert:
Diplomatie: 425
Schmuggel/Handel: 500
Militär: 500

Resümee: War wieder äußerst zäh mit vielen Diskussionen, über das, was wir tun sollen oder auch nicht. Im RPG ist es immer problematisch, wenn der Spieler nicht weiß, was den nun genau von ihm erwartet wird. Zum einen will man ja authentisch seine Rolle so gut wie möglich spielen, aber man versucht ja auch den Plot und Story voran zu bringen. Momentan haben wir zu viele offene Anfänge und Enden. Irgendwie ist alles miteinander verknüpft, auch wenn vieles momentan einfach keinen Sinn ergibt. Das ist nicht für mich als Spieler höchst unbefriedigend, sondern auch schwierig für alle Leser, da nicht nur die Protagonisten nicht wissen, was nun genau los ist, sondern auch als Autor weiß ich nicht, was hier eigentlich passiert. Die Nanonviren scheinen eine große Rolle zu spielen. Aber das ist eben auch der Krustenknacker und Wattoo.

Die arme Lyn hat es gleich wieder am Anfang schwer erwischt. Schon blöd, wenn man einfach nicht zäh genug ist, Schaden wegzustecken.

War ein ziemliches herumgeiere das ganze Spiel über. Keiner weiß, was wirklich los ist und wie alles miteinander zusammen hängt. Wir haben ein paar Puzzleteile, dass es eventuell um die Nanoviren geht. Dann dieser komische Trichterbau, der wortwörtlich total verstrahlt ist. Was mag das sein? Welche Fraktionen sind involviert? Wem können wir noch trauen? Warum lassen wir uns da nur wieder rein ziehen? Ist ja nicht so, dass wir nicht schon einen Riesengroßen Haufen an Problemen hätten.

Ich hoffe, dass sich nächste Sitzung heraus kristallisiert, was von uns eigentlich erwartet wird, bzw. was hier läuft. Wie gesagt, als Spieler ist es eben sehr anstrengend, nicht zu wissen, was zu tun ist. Ich mag einfach klare Aufgabenstellungen, wie wir sie im letzten Drittel von Season I hatten. Der Gegner war klar und wir hatten verschiedene Möglichkeiten zu agieren mit dem festen Ziel, Thorne und seine Schergen zur Strecke zu bringen. Es gab mehrere Wege und das war gut. Momentan irren wir durch ein Labyrinth aus Plothooks, Red Herings und McGuffins. Was spielt wirklich eine Rolle und was nicht. Was ist unser Part dabei? Was ist unser Ziel? Irgendwie hängt alles miteinander zusammen, da unser SL es liebt, komplexe Plots zu machen. Er hat selbst am Ende der Sitzung zugegeben, dass dies im ersten Entwurf recht einfach aussah, sich aber inzwischen zu etwas entwickelt hat, dass von außen nur schwer zu entwirren ist. Die Nanoviren scheinen das verbindende Element zu sein und wahrscheinlich werden wir nun dann doch dieses Problem lösen können.

Auch wenn es momentan etwas diffus ist und wir viel Zeit mit mehr oder weniger aufhaltenden Diskussionen über unsere Optionen, Ziele und Vorgehen vertun, hoffe ich doch sehr, dass sich der Schleier im nächsten Abenteuer soweit hebt, dass wir wieder fokussiert und strukturiert weiter machen können. Alles ist Gift und nur die Dosierung macht es erträglich. Momentan ist niemand wirklich glücklich mit dem, was um uns vorgeht, weil wir vieles einfach nicht verstehen und einordnen können.

Habe danach die Gelegenheit gehabt, mit unserem SL zu reden. In seiner Planungsphase sah das ganze recht überschaubar aus, aber in der Umsetzung hat es dann massiv gehakt. Einiges kam nicht so rüber, wie eigentlich gedacht. Er hat sich auch in einigen Punkten verrannt. Nun ja, nicht jeder Plot funktioniert so, wie er soll. Das war halt eine Sitzung zum abhaken. Erfahrung ist schließlich die Summe der Fehler, die wir überlebt haben. Also die Erfahrung abhaken, Lehren draus ziehen und nach vorne blicken. Ist als Leser vielleicht nicht so toll zu lesen, aber das macht vielleicht auch einen gewissen Reiz aus, dass die Geschichten einer Rollenspielrunde sich manchmal eben nicht linear entwickeln wie bei einer durch designten Geschichte eines Autors sondern dass eben manchmal wie im realen Leben gewisse Dinge einfach nicht so laufen wie gedacht. Friktion ist normal, aber momentan ist diese eben gravierend.

Lyras Entwicklung: Zum ersten mal konnte ich die Fahrertalente ausprobieren und das war spaßig. Nach wie vor hätte ich lieber zuerst den Fokus auf Ränge in Fertigkeiten und das durchnehmen des Powertechs gelegt, aber den Fahrer zu nehmen war sicherlich kein Fehler. Mit dem Gleiter durch das Gelände zu heizen hat Spaß gemacht. Der Spieler von Lyn hat angekündigt, dass er in einigen Monaten Vater wird und einige Sitzungen deswegen ausfallen lassen  muss. Also wird Lyra so oder so wohl in der nächsten Zeit öfters die "Vanguard" auch in brenzligen Situationen steuern dürfen. Also ist es wichtig, so schnell wie möglich die 125 Punkte für die rudimentären Pilotentalente auszugeben und alles andere vorerst zurück zu stellen.

Der nächste Schritt ist das Talent "Starrsinn", erste Spalte, zweite Ebene, dass ich zwangsläufig nehmen und deswegen auch nicht groß überlegen muss. Mehr Erschöpfung auszuhalten ist nie verkehrt und 10 Punkte sind ein guter Preis dafür. Das nächste Talent ist die Qual der Wahl, rechts davon ist "Begabter Pilot", der wiederum direkt über "Schwer zu Treffen" hockt, also genommen werden muss, da es keinen anderen Weg zu dem Kästchen gibt. Unter Starrsinn befindet sich die zweite Stufe von Vollgas, welches die Aktion zum Manöver macht und die Schwierigkeit von drei auf zwei senkt. Direkt darunter ist dann für zwanzig Punkte das wichtige Talent "Defensive Steuermanöver", welche die Verteidigung des Raumschiffes in jeder Zone um einen Punkt erhöht, was ziemlich nützlich im Kampf ist. Darunter ist dann in der fünften Ebene "Meisterhaftes Vollgas", was auf dem Weg zur Hingabe über "Vollbremsung" und "Fahrkunst" liegt. Letztere beide hebe ich mich für später auf, auch wenn es normalerweise ein primäres Ziel ist, in einem Baum "Hingabe" zu erreichen. Ein Attribut zu steigern bringt halt ziemlich viel.

Nach reichlicher Überlegung werde ich wohl das Talent "Verbessertes Vollgas" nehmen, da dies zum einen die Schwierigkeit senkt, was bei meinem Würfelglück kein Fehler ist und zum anderen für das nächste mal zwei Optionen offen lässt. Bekommen wir 15 EP, fließt dann in "Begabter Pilot", bekomme ich 20, wird "Defensive Steuermanöver" genommen. Hört sich nach einem Sinnvollen Plan an.

Momentan habe ich schon wieder 25 Seiten zum ausgeben, also wird nun für 15 EP das äußerst nutzlose Talent "Schwarzmarktkontakte" als zweite Stufe davon genommen. Bei der nächsten Sitzung reicht es dann sicher für "Abgehärtet" für 20 EP und dann übernächstes mal für "Hingabe". Ist nur noch die Frage, was ich damit steigere. List oder Intelligenz. Qual der Wahl. 

Zeitalter der Rebellion – Im Visier

Heute will ich das aktuell neuste auf Deutsch erschiene Buch vorstellen: Im Visier. Im englischen hieß das Buch noch: Stay on Target. Wie man hier unschwer erkennen kann, geht es um die Fliegerasse der Rebellion. Wie üblich hat das Buch hundert Seiten und kostet Preisgebunden 29.95 Euro im Fachhandel oder Amazon.

Kapitel I heißt sinnigerweise: Am Steuerknüppel. Wie üblich werden verschiedene Hintergründe vorgestellt. Weiter geht es gleich mit drei neuen Rassen, den Chadra-Fan, Dressilianer und Xexto. Eine Chadra-Fan war in der berühmten Cantina Szene zu sehen, sonst waren sie wohl im erweiterten Universum anzutreffen. Sehen aus wie Javas mit einem Fledermauskopf. Sie haben zwei dreier Werte bei der üblichen Quersumme von 12. Weil sie etwas kleiner sind, haben sie nur eine Silhouette von 0, können zwei Komplikationswürfel von Sichtmodifikatoren negieren und sind gute Mechaniker. Sie haben einen netten Hintergrund und wer einen Mechaniker spielen möchte, ist bei diesen liebenswerten Gesellen gut aufgehoben. Man könnte ihre Werte auch für einen Java verwenden, für die es inzwischen endlich Werte im ganz neu erschienenen "Allies an Advesaries" gibt, was sich sonst aber nicht wirklich lohnt.

Dressellianer sind dagegen technische Stümper, da sie von einer primitiven Kultur stammen, was spieltechnisch jede Probe bei Benutzung von moderner Technologie einmal aufwertet. Für 10 Punkte kann man sich bei der Erschaffung davon frei kaufen. Sie kamen wohl in zwei Romanen im erweiterten Universum vor und hatten einen Eintrag im Hintergrundbuch Alien Species.

Xexto haben ein zusätzliches Armpaar, was ihnen ein weiteres Manöver pro Runde gibt. Dafür haben sie nur eine Quersumme von 11 in ihren Werten und nur 85 EP zum verteilen. Einer der Podracer Piloten in Episode I war ein Xexto.

Drei neue Berufe werden vorgestellt: Bestienreiter, Draufgänger (Hot Shot) und Fahrzeugtüftler (Rigger).

Der Bestienreiter reitet wenig überraschend auf Bestien in die Schlacht. Seine Talente sind auf Natur, dem zähmen und natürlich dem Reiten von Bestien hin optimiert. Die Spezialisierung ist gut ausgewogen und er kann seine Aufgabe durchaus erfüllen. Für eine normale Kampagne eher ungeeignet, aber wenn man seinen Stützpunkt auf einer zurückgebliebenen Randwelt hat, macht so eine Klasse durchaus Sinn.

Der Draufgänger (Hotshot) ist ein Pilot, der viermal Starrsinn hat, um damit dann wilde Manöver zu fliegen und die Systembelastung auf sich selbst zu übertragen. An anderer Stelle habe ich diesen Beruf schon detailliert vorgestellt. Nur kurz, der normale Pilot kann mehr, ist aber eine gute Ergänzung zum Piloten, wenn man kleine wendige Jäger fliegt.

Die letzte Spezialisierung ist der Fahrzeugtüftler (Rigger). Wie der Name schon sagt, verbessert er ein Raumschiff und kann es quasi mit seinen Talenten tunen, um es mal salopp auszudrücken. Lyra hat diese Spezialisierung als Bonus bekommen und die Verbesserungen an der "Vanguard" machen sich durchaus bezahlt. Ich schätze mal, die Combo aus Pilot, Draufgänger, Fahrzeugtüftler und Bordschütze würde den ultimativen Jagdpiloten ergeben, der so ziemlich jedes erdenkliche Manöver ausführen kann und es auch überlebt.

Zwei Expertenfähigkeiten stehen zur Auswahl. Die eine zwingt einen gegnerischen Piloten in ein Duell. Die andere verhindert für mehrere Runden die endgültige Vernichtung des Raumschiffes, wenn man das Hüllenschadenlimit überschreitet, was bei Raumjägern mit Silhouette 3 oder weniger normalerweise eine sofortige Zerstörung zur Folge hat.

Kapitel II hat als Titel: "Starterlaubnis". Gleich zu Beginn gibt es drei Fernwaffen. Die Dragoner, welche Lyra als Seitenwaffe benutzt, einen billigen, aber dafür unpräzisen Karabiner und eine schwere Blasterpistole. Die Dragoner ist etwas seltsam designt, da sie nur einmal mit Werten aufgeführt ist, wo sie doch zum einen von einer Blasterpistole zu einem Blasterkarabiner mit wenigen Handgriffen umgebaut werden kann. Auf alle Fälle ist die ziemlich gut. Grundschaden 8, 3 offene Hardpoints und Präzise. Dafür ist die schwere Blasterpistole HH50 zwar gekoppelt, sprich sie feuert gleichzeitig zwei Schuss ab, dafür aber mit negativen Sonderregeln überfrachtet. Macht irgendwie keinen Sinn.

Zwei Nahkampfwaffen gibt es, einmal eine Peitsche und einen Tierschockstab für den Bestienreiter.  Von den sechs Rüstungen sind vier für Bestien, wobei nur zwei wirkliche Rüstungen sind, dass andere ist eher das Zaumzeug und Sattel oder eine Sänfte, auf der man Waffen montieren kann. Die für intelligente Wesen gemachte Rüstungen sind einmal ein Pilotenanzug, der auch im Vakuum seinen Träger schützt und einen für Bestienreiter. Beide Rüstungen haben noch Spezialregeln für bestimmte Situationen.

Danach gibt es etwas Ausrüstung, wie personalisiertes Werkzeug, Brillen für Bordschützen, Handbücher und Zubehör. Zwei Astromechdroiden werden detailliert vorgestellt. R7 und Q7. Die R7 Einheit ist ziemlich cool und hat das Talent, Schaden, welches das Schiff zerstören würde, in Systembelastung umzuwandeln.

Danach kommen dann die Fahrzeuge. Als erstes wird ein neues Waffensystem vorgestellt, Bodengestützte FLAK, die es wohl offensichtlich auch im Star Wars Universum gibt. Dazu gibt es gleich den passenden AT-AA dazu, der mit einer Zwillingsflak und Erschütterungsraketenwerfer ausgestattet ist. Weiter geht es mit einem imperialen Repulsorliftpanzer und einem Flitzer. Dann kommt ein Rennswoop und Rennwolkenwagen. Zum Abschluss noch einen Atmosphärenbomber, der Protonenbomben abwirft, was jedem den Tag vollkommen versaut, der Pech hat, im Blast davon zu stehen.

Dann kommt eine gute Auswahl an Jägern, Schweren Jägern und Bombern. Von der Allianz verwendete Typen, aber auch Imperiale TIE Baureihen. Einige der Jäger sind ziemlich gut, wie der E-Flügler oder der Z-95 Mehrzweckjäger. Zum Abschluss gibt es noch zwei Träger und eine Plattform. Danach kommen mögliche Modifikationen für die Schiffe, zB. Ramme, Fernsteuerung und durchaus brauchbare Sachen, welche das Schiff widerstandsfähiger machen.

Kapitel III hießt "Gefährliche Gefechte". Am Anfang eine Sektion, die wieder eher für den Spielleiter gedacht ist. Fliegerasse integrieren und was deren Pflichten so sind. Dann Regeln für Astromechdroiden und wie man diese NSC ins (Kampf)Geschehen einbinden kann. Es folgen weitere Regeln für Kämpfe in Asteroidenfeldern, im Nebel und großen Schlachten.

Schließlich kommen die Bestienreiter zum Zuge. Regeln für Aktionen im berittenen Kampf. Es folgen dann immerhin siebzehn Reittiere mit Werten und Hintergrund. Darunter so bekannte Wesen wie der Bantha oder Exoten wie der Lavafloh. Es folgen noch kleine Kapitel über Missionen und Belohnungen für Fliegerasse.

Fazit: Das Buch bietet nicht nur für die Klasse viele Informationen, sondern auch auf für alle, die Sternenjäger ins Spiel bringen wollen. Ausrüstung und die überragende Auswahl an Jägern wird dem Thema gerecht. Die Bestienreiter nehmen viel Raum in Anspruch. So ein Beruf ist eigentlich nur sehr eingeschränkt brauchbar, wenn halt die Kampagne fest auf einem Planeten mit entsprechender Infrastruktur bzw. dem fehlen davon, spielt. Das Artwork ist erstklassig wie gewohnt. Viele der hier vorgestellten Schiffe sind durchaus brauchbar. Klare Kaufempfehlung für alle, die mit einem Jäger durch die Galaxis düsen wollen oder generell einen Piloten spielen möchten.
6
5E-Regeln / Schurke hinterhältiger Angriff + Gelegenheitsangriff
« Letzter Beitrag von G4schberle am 20. März 2020, 18:11:23 »
Ja. Hinterhältiger Angriff ist lediglich auf einmal pro Zug beschränkt. Außerhalb deines Zuges kannst du so oft hinterhältig Angreifen, wie du willst. Andernfalls wäre nicht von "Zug", sondern von "Runde" die Rede.

Zitat von: DnD 5 SRD
Sneak Attack
Once per turn, you can deal an extra 1d6 damage to one creature you hit with an attack if you have advantage on the attack roll. The attack must use a finesse or a ranged weapon.
7
5E-Regeln / Schurke hinterhältiger Angriff + Gelegenheitsangriff
« Letzter Beitrag von Therberon am 20. März 2020, 15:32:53 »
Folgende Situation: Mein Schurke macht in seinem Zug einen hinterhältigen Angriff. Kurz darauf ist der Zug des Gegners, der sich vom Schurken entfernt und dadurch einen Gelegenheitsangriff provoziert. Ist ja nicht mehr mein Zug, kann ich also entsprechend aus diesem Gelegenheitsangriff einen weiteren hinterhältigen Angriff machen in einer Kampfrunde?
8
Allgemeines (Workshop) / [5e] Magische Trommel, die Vicious Mockery verstärkt
« Letzter Beitrag von G4schberle am 19. März 2020, 16:12:37 »
Erstmal Eentschuldigung, dass es etwas länger gedauert hat.

Deine neue Idee klingt ganz interessant. Ich würde versuchen die Würfelorgien etwas einzudämmen und die Mechaniken an bisher bestehende magische Gegenstände anpassen.

Das wäre dann in etwa so:
Zitat
Einmal pro Runde, wenn du einen auf Charisma beruhenden Attributswurf, Rettungswurf oder Angriffswurf durchführst kannst du entscheiden einen Bonus von beliebiger Höhe (maximal +5) auf diesen Wurf zu erhalten, wenn dir ein Konstitutionsrettungswurf gegen SG 12 gegen Gift gelingt. Du erleidest einen Malus in der Höhe des gewählten Charisma Bonuses auf diesen Konstitutionsrettungswurf.
Misslingt der Wurf musst du dich übergeben. Du erleidest 1W4 Giftschaden und bist bis zum Anfang seines nächsten Zuges kampfunfähig.
Misslingt der Wurf um 5 oder mehr fällst du für 1W4 Runden in Ohnmacht.
Diese Fähigkeit kannst du nicht einsetzen, wenn du immun gegenüber Gift und Gifteffekten bist.
9
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 19. März 2020, 12:25:02 »
Herf

"Fierfek!", meine ich dazu nur schon richtig angewidert.

"Totgesagte leben länger", meint Edna trocken.

"Was glaubt Ihr eigentlich, was Ihr da tut?", fragt Shaka irritiert. Das sind wir durchaus auch alle. Das ist doch eine überraschende Wendung.

"Und war glaubt ihr, was ihr da tut? Warum musstet ihr hierher kommen? Und warum habt ihr jedwede Mitarbeit mit mir verweigert? Es hätte alles so einfach sein können. Aber nein! Nun, ich hoffe, die Crew der Vanguard sieht nun ein, dass es hier nichts zu gewinnen gibt. Ihr seid so was von erledigt!", meint Meister Revkan und ich denke, er ist mehr als nur deswegen auf uns sauer, weil Shaka einen wichtigen Termin ruiniert hat.

"Ha, wenn Ihr noch lebt, können wir beweisen, dass die Aufnahmen gefälscht sind", meint Shaka triumphierend.

"Nun, da gerade meine Leiche obduziert wird, dürfte das doch recht schwer zu beweisen sein", meint Revkan mit einem süffisantem lächeln. Ich hätte nicht übel Lust, ihn wirklich über den Haufen zu schießen. Offensichtlich scheint er einen Klon von sich geopfert zu haben. Stellt sich die Frage, wer beim Fierfek der Kerl nun wirklich ist, dass er so etwas in die Wege leiten kann. Wahrscheinlich hat er etwas mit der Entführung von Dr. Lykas zu tun. Aus irgend einem Grund muss er uns ja loswerden wollen. Und das ist wirklich eine äußerst kreative Art uns vollkommen unglaubwürdig dastehen zu lassen, wenn wir unsere gesammelten Beweise präsentieren. Das Ganze hier nimmt äußerst frustrierende Ausmaße an und ich muss zugeben, ich bin wirklich verdammt wütend. Zu einem gewissen Teil auch auf mich selbst, weil ich zuerst dieses ganze Szenario für reine Zeitverschwendung gehalten habe und deswegen die Sache viel zu locker angegangen bin. Aber wer hätte schon ahnen können, dass aus der Übergabe einer Urne so etwas weitreichendes entstehen könnte?

"Damit kommt Ihr nicht durch!", schreit Shaka das Holo an.

"Doch und wie ich damit durchkommen werde. Aber ich will mal nicht so sein. Ich werde das Energiefeld nun für fünf Minuten abschalten und alle Kameras sind in einer Endlosschleife geschaltet für den gleichen Zeitraum. Das sollte reichen, um zu ihrem Schiff gelangen zu können", meint Meister Revkan. Bevor jemand was sagen kann, flitzt der Droide weg und ist schneller weg, als ich Piep sagen kann. Im nächsten Moment erlischt wirklich das Energiefeld vor der Zelle. Wer immer dieser Revkan auch sein mag, er verfügt über ein äußerst beeindruckendes Know How. Der spielt definitiv in der gleichen Liga wie wir selbst.

"Das ist eine Falle! Wenn wir jetzt fliehen, sind wir für die Behörden schuldig!", warne ich eindringlich und führe weiter aus: "Wenn er die Kameras und das Energiefeld in diesem Bereich manipulieren kann, so ist er auch in der Lage, die "Vanguard" im Vorfeld zu manipulieren. Wir laufen ins offene Messer!"

"Ich bin dafür, wir sollten das riskieren und so schnell von hier verschwinden", gibt Edna mit fester Stimme seine Entscheidung kund.

"Wir sollten bleiben und die Sache juristisch ausfechten. Ich verliere sonst meine Kariere!", kreischt Shaka am Rande der Hysterie und wie üblich sind ihre Motive rein egoistisch. Für Shaka zählt nur Shaka.

"Nach meinen Berechnungen werden wir kein faires Verfahren bekommen und ich habe keine Lust hier in einer toxischen Zone Zwangsarbeit zu verrichten", argumentiert Scav ruhig und emotionslos wie immer.

"Wir müssen unsere Unschuld beweisen und das können wir nur von außen! Also nichts wie weg hier!", meint Lyn, damit hat die Gruppe mit drei zu zwei Stimmen für die Flucht entschieden, die meiner Ansicht schlechtere Option.

"Das ist eine Falle und wir laufen sehenden Auges da rein!", versuche ich ein letztes mal meine Kameraden umzustimmen, aber die Mehrheit bleibt dabei, ihr Heil in der Flucht zu suchen, weil die Alternative zugegebener Maßen eben auch nicht wirklich verlockend ist. Nun gut, Möge die Macht mit uns sein. Also rennen wir so schnell wie möglich los und es gelingt es ungesehen das Gebäude zu verlassen. Wir könnten statt zur Vanguard auch zur Stadt fliehen. Aber wir haben nur noch unsere Rüstungen, aber keine Waffen, keine Ausrüstung und keine Credits. Wir haben hier keine Kontakte, keine wirkliche Ortskenntnis und wissen nur, dass es hier unaufhörlich regnet. Also bleibt uns gar nichts anderes übrig, als zu unserer E-9 zu rennen. Jeden Moment erwarte ich von einem Scharfschützen nieder geschossen zu werden. Deswegen laufe ich etwas im Zickzack, um das zielen zu erschweren. Erst als ich als erste die "Vanguard" erreiche, erschallen auf einmal Sirenen. Die fünf Minuten sind noch nicht um, aber wir haben die Falle nun erreicht. Der Zugangscode an der Schleuse geht noch und wir kommen ins innere des Schiffes, ohne von einer Sprengfalle in Stücke gerissen zu werden. Unser Ladedroide RD 79 ist tatsächlich noch da und fragt überrascht, was hier los ist.

"Wir sind in verdammt großen Schwierigkeiten, Details folgen, wenn wir an einem Stück hier draußen sind!", rufe ich ihm zu, während ich zum Cockpit renne. Ich hoffe mal, dass die Anwesenheit von RD 79 einen Sabotageversuch an der "Vanguard" verhindert hat. Als Lyn sich schwer atmend in den Sessel des Piloten wuchtet, habe ich schon die Systeme hochgefahren und die ersten Strahlen bringen unser Deflektorschild zum Aufflackern. Bis jetzt werden wir nur mit Handfeuerwaffen beschossen, aber es dauert bestimmt nur noch wenige Sekunden bis wir mit schweren Waffen beschossen werden. Sofort leitet Lyn den Startvorgang ein, auch wenn die Triebwerke noch nicht die Solltemperatur erreicht haben, ein Lämpchen beginnt hektisch in Rot zu flackern, als die orangene Twi´lek mit der "Vanguard" abhebt. Das Raumschiff erbebt sich bebend und es knackt allein schon für die Ohren sehr schmerzhaft im Rumpf, als wir sofort auf Volllast beschleunigen. Ich werde in den Sessel gepresst, als die Absorber erst einen Moment später auf die plötzliche Belastung reagieren. Einer der Türme am Boden eröffnet das Feuer auf uns. Ich leite die Energie auf die Rückdeflektoren und der Schirm hält gerade so noch. Noch so ein Treffer und wir können uns von unseren Heckdeflektoren verabschieden.

"Nicht nach oben!", bremse ich Lyn, als sie in Richtung Raum steigen will. "Der Orbit ist voller Patrouillenschiffe, Monitore und Kampfplattformen. Da kommen wir nicht vorbei!"

"Was schlägst du vor?", fragt die Pilotin und hat einen bebenden Unterton in der Stimme, während sie mit einer Drehung einer weiteren Salve ausweicht.

"Fünfzig Klicks im Süden ist weitläufiges Sumpfgebiet. Wir müssen versuchen uns dort zu verstecken. Immerhin können wir tauchen!"

"Nach meinen Berechnungen ist diese Strategie aussichtsreicher als ein direkter Durchbruch durch einen Gürtel von schwerbewaffneten Schiffen und Satelliten. Aber die Erfolgsaussichten bewegen sich trotzdem im einstelligen Prozentbereich", gibt Scavangerbot seinen Senf dazu und justiert die Schirme neu, nachdem wir einen Volltreffer erhalten haben. Noch so ein Treffer und wir haben ein ernstes Problem.

"Egal war wir machen, machen wir es jetzt!", meint Edna.

Nakagos wirre Gedanken

Die Flucht verlief nicht ganz so gut.
10
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 17. März 2020, 13:25:36 »
Grek

In dem Moment wird auch schon die Tür von Innen geöffnet und der Lauf eines schweren Blastergewehres ist zu sehen. Halten tut das ein IG-86 Droide. Soviel zu dem Punkt, dass sich hier eine Lebewesen aufhält. Da es äußerst ungesund ist, in die Mündung einer Blastergewehres zu blicken, tauche ich ab, rolle mich weg und stelle den Hebel von Betäubung auf ionisiertes Tibanagas. Eine Garbe rauscht an mir vorbei und schlägt hinter mir in der Wand ein. Nun bin ich bereit, dem Droiden es mit gleicher Münze heim zu zahlen. Dabei spielt es keine Rolle, dass ein Exemplar der gleichen Baureihe meine Mutter getötet hat. Da ich den Droidentyp dadurch In und Auswendig kenne, weiß ich, wo ich hinzielen muss. So ist es kein Wunder, dass ihn mit einem Schuss und präzisen Treffer in den Speicherkern ausschalte.

Kaum fällt er in sich zusammen, werden mehrere Brandsätze in der Wohnung gezündet. Wohl um jegliches Material zu vernichten. In der Dusche kann ich mehrere Leichen liegen sehen. Wahrscheinlich die glücklosen Einbrecher, die sich das falsche Ziel ausgesucht haben. Aber dafür habe ich keinen Blick, sondern versuche die Bilder an der Wand und die Zettel zu retten. Ein paar kann ich mitnehmen, bevor sie verbrennen. Das Datapad hat es als erstes erwischt, dass ist ja auch so was von hinüber. Schnell ist die Luft voller Qualm und es wird Zeit, von hier zu Verschwinden. Shaka versucht wirklich dabei zu helfen, dass Feuer zu löschen. Da ich denke, die Anwohner kriegen das auch ohne uns hin, gelingt es uns, von hier zu evakuieren.

"Das ist jetzt nicht so gut gelaufen", stelle ich fest und sichte die geretteten Fotos. Eines zeigt einen unbekannten Mann, der gerade das Büroschiff verlässt. Falls es mal einen Zettel zu dem Bild gegeben hat, ist es wohl verbrannt.

Auf alle Fälle wissen wir nun, dass Rote Feder ein mit allen Wassern gewaschener Feldagent ist und uns immer voraus war. Wenigstens haben wir ein paar neue Ansatzpunkte, die wir verfolgen können. Wobei die Motivation dazu bei allen so ziemlich gegen Null tendiert, von der negativen Seite aus gesehen.

Diese selbstauferlegte Mission ist auch äußerst undurchsichtig. Jemand hat Dr. Lykas von der Mynaros Station entführt und zwingt ihn weiter an dem Virus zu forschen mit dem Ziel, ihn wohl zu verbessern und reproduzieren. Wobei ich nicht weiß, ob das so möglich ist. Nanoviren gab es zwar schon früher, aber die Herstellung war immer aufwendig und nicht so einfach zu reproduzieren. Die drei noch vorhandenen Anlagen von Darth Varak dürften so gesehen ein gigantisches Vermögen für all jene zu sein, die solche Waffensysteme benutzen wollen. Die Imperialen sind es wohl dieses mal nicht. Hätte auch nicht gepasst, an einen Nanovirus zu forschen, der hauptsächlich Menschen tötet. Aber wer dann? Irgendwelche Rächer, die sich für die knapp fünfundzwanzig Jahre dauernde Terrorherrschaft des Imperiums rächen wollen und nun die Menschen ausrotten möchten? Und warum machen sie das auf einem Planeten direkt vor Sperrzone voller Imperialer? Wir haben ein paar weitere Puzzleteile und keinen Plan, ob die überhaupt zum richtigen Puzzle passen. Ich komme mir vor, als hätte meine kleine Schwester alle unsere alten Puzzle auf den Boden gekippt, den Großteil zurück in die Schachteln getan und ich müsste jetzt aus den vorhandenen Teilen etwas machen.

Momentan sind wir mit zwei Ansatzpunkten gescheitert. Die Infiltration der Fabrik hat nicht stattfinden können, weil wohl vollkommen radioaktiv verstrahlt. Der zweite Ansatz hat uns zu dem eventuell sekundären Versteck von Rote Feder geführt. Shaka hat eine rudimentäre Beschreibung von der alten Nachbarin erhalten. Es handelt sich um einen männlichen Menschen. Wobei es durchaus Technologien gibt, die das leicht verändern können. Wenn man es genau nimmt, hätte auch die angeblich alte Nachbarin Rote Feder sein können. War es naiv gewesen, anzunehmen, dass es uns auf Anhieb gelingen könnte, mit Roter Feder in Kontakt zu treten?

Wir haben mögliche neue Ansatzpunkte oder ein Haufen gut platzierter Fehlinformationen. War das eine Falle in einer Falle? Sollten wir auf falsche Spuren gelockt werden? Oder sind die Spuren real und machen nun die Drecksarbeit für Rote Feder? Oder bin ich einfach inzwischen total paranoid, dass ich hinter allem und jedem eine Falle vermute? Wir müssen erst mal unsere Situation neu Überdenken und inzwischen ist es spät geworden. Und der ewige saure Regen sorgt auch nicht gerade für gute Laune. Nachdem wir ein weiteres Taxi benutzt haben, laufen wir auf unser Raumschiff zu. Auf einmal stehen wir mitten im Scheinwerferlicht und ich habe ein Deja vu! Auf alle Fälle werden wir verhaftet. Schätze mal, da stehen zwei komplette Züge in voller Stärke uns gegenüber. Trotzdem überschlage ich kurz die Chancen, die Opposition nieder zu kämpfen. Nachdem ich drei verschiedene Taktiken in Gedanken durchexerziert habe, komme ich zu dem Schluss, dass Widerstand Selbstmord gleich kommt. Also lassen wir uns entwaffnen und festnehmen.

"Was haben wir jetzt wieder angestellt?", frage ich den Major, der sich vor dem Energiefeld der Zelle aufbaut, vor der wir vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal gesessen sind. Wir haben die Beobachter abgeschüttelt und Shaka war sich sicher, dass niemand uns beobachtet. Natürlich war die Infiltration der Fabrik eine Straftat, aber davon dürften die Unmöglich was wissen. Wären wir dort aufgeflogen, hätten wir uns raus kämpfen müssen.

"Die Behandlung, die sie uns hier auf dieser Welt angedeihen lassen, ist ein Skandal! Ich bin Offizierin der Flotte der Neuen Republik und erwarte eine angemessene Behandlung für meine Person!", poltert Shaka und wirft sich in Pose, während ich mit auf den Rücken verschränkten Händen einfach locker stehen bleibe. Bezeichnend ist für diese Frau, dass sie ihre Person wieder wichtiger macht, als sie ist und nicht für uns alle spricht.

"Seien sich versichert, Oberleutnant Blen, dass wir Ihnen genau die richtige Behandlung angedeihen lassen, die einer Mörderin gebührt!", blafft der Major mit einem durchaus genervten Unterton in der Stimme.

"Mörderin?", haken wir im Chor mehr oder weniger verblüfft nach. Shaka war seit sie hier ist, zu keinem Zeitpunkt allein unterwegs und der einzige, der zu Schaden gekommen ist, war der IG-86 und den habe ich neutralisiert. Falls es Aufnahmen dazu gibt, ist ganz klar meine Rüstung zu sehen, da ich am Kopf nun mal keine Tentakel haben und so unmöglich mit der blauhäutigen Twi´lek verwechselt werden kann.

"Ja! Mörderin! Sie sind verhaftet für die Ermordung von Meister Revkan von der Kurukran Gesellschaft! Die Beweislast ist erdrückend!", verkündet der Major mit einer Stimme, in der Triumph, aber auch Abscheu deutlich heraus zu hören ist.

"Das ist eine Verleumdung übelster Art! Was für Beweise wollen sie den haben?", fragt Shaka zwischen Zorn und Neugier schwankend.

"Wie wäre es mit diesem hier?" Mit diesem Worten holt der Major ein kleines Holoabspielgerät hervor und aktiviert es. Wir sehen die Aufnahme einer Überwachungskamera in einem Büro. Meister Revkan schaut von seinem Terminal auf, als die Tür aufgeht und Shaka in Rüstung sich in den Raum bewegt. Fließend zieht sie eine Pistole, die sie gar nicht hat, aus einem Tiefziehhalfter und schießt Revkan nieder.

"Solche Aufnahmen kann man fälschen", meint Shaka und hat damit recht.

"Und manchmal zeigen sie auch einfach die Wahrheit!", mit diesen Worten lässt der Major uns hier einfach sitzen. Das ist ganz und gar nicht Schön. Shaka ist angeklagt wegen Mordes, aber was ist mit uns? Da der Raum abgehört ist, können wir schlecht unsere Gedanken darüber austauschen, dass wir eigentlich immer mit anderen illegalen Aktivitäten beschäftigt waren, als der Mord stattgefunden hat und laut Zeitstempel der Aufnahmen zu der Zeit, wo wir den Zugang zur Fabrik gesucht haben.

In dem Moment kommt eine kleine Drohne in unser Sichtfeld. In ihrem rechten Greifarm hält sie einen Holoprojektor. Der beginnt zu flimmern und ein Bild von Meister Revkan baut sich auf, als er sich in dem Sessel räkelt, in dem Shaka ihn angeblich erschossen hat.

"So sieht man sich wieder!"

Nakagos wirre Gedanken

Das war jetzt schon ein interessanter Twist. Wer inszeniert schon seine eigene Ermordung und offenbart sich dann doch seinen Feinden?
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