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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am Heute um 15:30:02 »
Besh

Als ich ein weiteres mal nach meiner Schwester schaue, ist sie bei Bewusstsein und ansprechbar. Eloy ist etwas bleich um die Nasenspitze, aber sonst scheint es ihr den Umständen entsprechend gut zu gehen.

"Was zum Fierfek ist passiert?", fragt Eli mich, als ich mich neben sie setze.

"Deine Kameraden haben dir wohl nicht vertraut und dich niedergeschlagen."

"Das hätten sie nicht tun sollen! Fierfek!", meint sie und schlägt die Hände vors Gesicht. Noch ist sie vollkommen durch den Wind. Ich nehme sie in den Arm. Für einen kurzen Moment versteift sie sich, lässt aber die Umarmung klaglos über sich ergehen.

"Ich bin froh, dass wir nicht gegeneinander kämpfen mussten. Wir sind Schwestern, sollten aufeinander aufpassen. Ich hätte es nie ertragen, dir weh zu tun, weiß du?", meint sie mit belegter Stimme, als wir uns wieder lösen.

"Du warst schon immer so stark, wusstest was gut und böse ist. Aber ich bin so schwach", meint sie geknickt. "Meine Brüder und Schwestern haben das ebenfalls erkannt und mich aus dem Spiel genommen!"

"Du bist stärker als du denkst, kleine Schwester. Du hast Una Batris gnadenlosen Auswahlprozess überlebt. Du wurdest achtzehn mal verkauft und hast das überstanden. Und du bist die letzte Überlebende der Einhundert. Das kann nur bedeuten, dass du stark bist, dass du anpassungsfähig bist und das du ein schlaues Köpfchen hast", rede ich mit aufmunternder Stimme auf sie ein. In einer schwesterlichen Geste streiche ich leicht über ihr Haupt. Wieder zuckt sie vor der Berührung zusammen, lässt es aber geschehen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass Eloy nur etwas Zeit braucht, um sie an die neuen Lebensumstände anzupassen. "Hörst du die Stimmen deiner gefallenen Kampfgefährten noch?"

"Nein, die sind verstummt. Endlich sind sie still. Aber die werden bestimmt wiederkommen, wenn wir nur weit genug weg von diesem roten riesigen Kyberkristall sind."

"Das wird schon wieder. Du bist noch so jung, dein ganzes Leben liegt noch vor dir!"

"Haben wir verloren?", fragt sie nun in einem eher neutralen Tonfall, der mir sagt, dass sie die Antwort eigentlich schon längst kennt.

"Die imperiale Flotte ist besiegt. Uns ist es gelungen, die uralte Sithtechnologie des Darth Varak auszuschalten und damit war die Schlacht entschieden. Admiral Thorne ist gefangen genommen  und damit ist dieser Rest des Imperiums ausgelöscht", erzähle ich ehrlich.

"Dem war abzusehen, als die "Overlord" abgestürzt ist", meint sie durchaus traurig.

"Damit ist es vorbei", versuche ich sie aufzumuntern.

"Es wird nie vorbei sein", erwidert sie immer noch traurig.

"Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen", betätige ich diesen Umstand des Krieges. Und nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Admiral Thorne ist nicht der einzige, der sich nicht der Neuen Republik nach der Schlacht von Jakku ergeben hat. "Ruh dich hier aus, du bist hier in Sicherheit."

"Bin ich das?", fragt sie mich mit zweifelnden Unterton in der Stimme.

"Bist du! Du kannst so lange auf der "Vanguard" bleiben, wie du willst und ich bin deine große Schwester. Wer dir was tun will, der muss an mir vorbei!" Erkläre ich ihre mit Nachdruck in der Stimme, weil ich das genau so auch meine. Dann gebe ich ihr noch ein Küsschen auf die Wange, wie wir es manchmal als Kinder getan haben, wenn ich sie ins Bett gebracht habe, weil Mama länger arbeiten musste oder etwas anderes dazwischen gekommen ist. Inzwischen frage ich mich, ob das nicht nur Ausreden gewesen waren und meine Mutter vielleicht den einen oder anderen Auftrag für die Corellianische Befreiungsfront ausgeführt hat. Um uns keine Sorgen zu machen, hat sie einfach behauptet, sie müsste länger arbeiten. Es ist schon ein Hohn wenn man bedenkt, dass sie letztendlich in ihrem Büro erschossen wurde. Ich weiß immer noch nicht, ob das nun Zufall gewesen war oder sie gezielt aufgespürt oder verraten wurde. Am liebsten würde ich noch länger bleiben und mit Eloy reden, aber Shaka streckt ihren Kopf in die Kabine und macht deutlich, dass unsere Anwesenheit bei der nächsten Besprechung erwünscht wird.

"Ich komme wieder!", meine ich zu Eloy zum Abschied. Die "Besprechung" verläuft sehr einseitig. Neue Offiziere, niedrige Ränge und wir werden fast nur über die Pyramide, den Kyberkristall und dessen eventuelle Funktionsweise befragt. Da Lyn die Expertin in diesem Gebiet ist, übernimmt sie es, auf das Gros der vielen Fragen zu antworten. Wir haben im Vorfeld ausgemacht, nur das notwendigste und offensichtlichste über den Kyberkristall und sein damit verknüpftes Netzwerk auszuplaudern. Damit konnten die Schirme und Waffen abgestellt werden. Über den Rest bewahren wir Schweigen. Die Machtsensitive Twi´lek verschweigt viel, wie das mit dem Netzwerk eine direkte Route zur Zentralwelt Hapes durch den Ionennebel errichtet werden könnte. Oder das man damit der Nebel auch ausgedehnt werden könnte. Damit könnte das Konsortium sein Territorium auf Kosten der Neuen Republik erweitern und eine der wichtigsten Handelsrouten der gesamten Galaxis gefährden.

Schließlich werden wir aus der "Besprechung" entlassen, werden aber "gebeten", als geschätzte "Gäste" noch auf der "Sternenheim" zu verbleiben. Momentan ist die "Vanguard" fast nur ein fliegendes Wrack, also können wir genau genommen eh nicht weg fliegen bevor nicht das nötigste repariert ist. Also raus aus der Rüstung und rein ins Arbeitsoverall. Hier gibt es einen Reparaturbereich und wir bekommen kostenfrei die notwendigen Ersatzteile gestellt, um unser Schiff wieder auf Vordermann zu bringen. Auch ein neues Lasergeschütz bekommen wir. Für diesen Service bin ich durchaus dankbar. In der Zwischenzeit habe ich eine Möglichkeit gefunden, Schwachpunkte der E-9 effektiver zu Panzern, so das in Zukunft wir weniger Schaden bekommen, wenn wir getroffen werden. Und wir haben ja alle gesehen, dass so was öfters passiert als uns lieb sein kann.

In der Zeit führe ich mit meiner Schwester mehrere intensive Gespräche, führe sie zurück in unsere gemeinsame Vergangenheit. Vieles hat sie sich aus unserem letzten gemeinsamen Jahr in Erinnerung bewahrt, um sich in den finstersten Stunden der Sklaverei weg träumen zu können. Auch ich habe oft in der Nacht in der Roten Arena mich zurück in die Zeit geträumt, als wir noch eine Familie waren. Diese gemeinsamen Erfahrungen verbinden uns und langsam verringert sich  die tiefe Kluft, die uns trennt. Ich erzähle von Vater und wie er dann schließlich gegen Ende des Großen Galaktischen Bürgerkriegs gefallen ist. Wie so viele in diesem so sinnlosen Krieg. Meine Familie hat wahrlich einen hohen Preis für die Freiheit der Völker bezahlt.

Aber wir führen auch ein paar hitzige Streitgespräche über die "Neue Ordnung" und deren Auswirkungen. Natürlich gab es Gewinner, die von der "Neuen Ordnung" deutlich profitiert haben. Die menschlichen Kernwelten, die sich dem Imperator angebiedert haben und die Rassengesetze schnell und konsequent umgesetzt haben, sind auf kosten anderer Welten aufgeblüht. Während rebellische Welten wie Corellia brutal ausgebeutet wurden und verelendet sind. Und von den Welten, die von Aliens bewohnt wurden, will ich gar nicht erst anfangen. Zwangsarbeit, Sklaverei und durchaus auch Genozid! Das waren keine Einzelfälle, dass kam leider öfters vor, als viele wahrhaben wollen. Geonosis ist mit seinen vielen Milliarden Toten nur eines der bekanntesten Opfer dieses Rassenwahns. Ich habe den Vorteil, dass es inzwischen viele Daten gibt, die aus mehreren unterschiedlichen, von einander unabhängigen Quellen verifizierbar sind, die meine Thesen untermauern. Das stimmt sie nachdenklich und Eloy verbringt viele Stunden vor dem Holoprojektor, um sich unzensierte Beiträge anzusehen und Texte zu lesen. Informationen, auf die sie wohl nicht hat zugreifen können oder vielleicht auch nicht wollte. Nur wenig ist schmerzlicher als die Wahrheit.

Nach einer Woche meint sie schließlich: "Ich glaube, die "Neue Ordnung" hat nicht allen Wohlstand und Glück gebracht, die es auch verdient hätten." Das ist immerhin schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Am nächsten Tag bringe ich Eli dazu, sich auch einen Arbeitsoverall überzuziehen und mit mir gemeinsam  an der Vanguard zu arbeiten. Durch ihre umfangreiche Ausbildung hat sie durchaus ein rudimentäres allgemeines technisches Verständnis das sie in der Lage versetzt, kleinere Reparaturarbeiten selbstständig auszuführen. Wir schweißen gemeinsam an einer Panzerplatte und es ist Eloy, die ein altes Kinderlied anstimmt, dass wir früher auf Nar-Shaddaa oft gesungen haben. Ein banales Lied, aber wir singen es gemeinsam und in diesem Augenblick wird mir klar, dass ich meine kleine Schwester auch vor sich selbst gerettet habe. Meine Schwesterchen ist zurück und ich bin in dem Moment wohl der glücklichste Mensch in der Galaxis.

Nakagos wirre Gedanken

Die ersten Schritte sind getan, damit sich beide Schwestern annähern. Und es wird klar, dass wir momentan beim Hapes-Konsortium wieder abgemeldet sind. Der Twi´lek hat seine Schuldigkeit getan, der Twi´lek kann gehen.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von widdi am 17. November 2019, 15:01:56 »
Ich hab eure Antworten jetzt nochmal als Impuls für eine neue Recherche genommen und bin diesmal, denk ich, auf die Lösung gestoßen. Entscheidend dafür waren die Diskussion hier: https://www.dndbeyond.com/forums/dungeons-dragons-discussion/tips-tactics/13523-hide-action-rules aber vor allem der Sage Advice (Erläuterungen eines D&D 5E Entwicklers) https://dnd.wizards.com/articles/features/james-haeck-dd-writing.

Die wichtigesten Erkenntnisse:
  • Unsichtbarkeit tut genau das, was bei der Condition steht, nicht mehr. Wenn man "nur" unsichtbar ist, weiß der Gegner trotzdem das genaue Feld in dem man ist, ohne irgendeinen Wurf (außer man wäre vielleicht taub)
  • Aber unsichtbar -> heavily obscured -> versteckend jederzeit als Aktion nutzbar
  • Erst das Verstecken bringt einen Stealth-Check gegen die gegnerischen passive perceptions.
  • Wenn man erfolgreich versteckt ist, kann man das Versteckt-sein verlieren, sobald der Gegner aktiv (mit einer Aktion) einen erfolgreichen Perception-Wurf gegen den zuerst gewürfelten Stealth-Wert macht.
  • Es liegt am SL, Vor- oder Nachteil zu geben (z.B. wenn ein unsichtbarer Charakter bisher unenddeckt an Gegnern vorbei schleicht => Nachteil für die passive perception der Gegner

Die Entwickler meinen mit "unsichtbar" also nicht "unauffindbar" sonder vor allem "nicht ins Ziel zu nehmen", also den Schutz vor Zaubern, die das sehen des Gegners voraussetzen (man vergisst das leicht in der 5E, aber es scheint bei ziemlich vielen Zaubern dabei zu stehen, z.B. bei Dominate Person
Zitat
You attempt to beguile a humanoid that you can see within range
Zusätzlich natürlich zu den schon sehr guten Umständen, dass man Vorteil auf und Nachteil gegen Angriffe hat.

Unklar ist jetzt noch, wie das "versteckt sein" genau durch passive Perception verhindert bzw. durch Percption aufgehoben wird. Relativ oft hab ich gelesen, dass man genau einen Stealth-Check für das Verstecken macht und man dann solange gegen jeden Versteckt ist, bis irgendwer einen über Perception entdeckt. In dem Moment ist man für alle anderen auch wieder nicht-versteckt. Das würde zum einfach handhabbaren Ansatz der 5E passen. Dagegen hält man natürlich vor allem die Intuition, dass jeder selbst für seine Entdeckungen "verantwortlich" ist, aber Intuition allein ist mir hier kein Argument mehr. Mir geht's um die 5E, die wirft an fast allen Stellen was Vertrautes oder Intuitives über Bord.

Hab ich sonst was falsch verstanden? Würdet ihr irgendwo dagegenhalten? Falls dagegenhalten, dann bitte mit Belege, mir ist klar, dass einem diese Regeln erstmal gehörig gegen den Strich gehen (ich beschäftige mich jetzt schon viele Stunden mit dem Thema).
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 17. November 2019, 14:31:26 »
Episode XXVII
Nachwirkungen
Aurek

Bevor wir die Pyramide verlassen, gibt es eine kurze heftige Diskussion mit einem Offizier der Dragoner über die Gefangenen. Es ist uns leider nicht möglich, die Akquise zu sichern, die der imperiale Wissenschaftler darstellt. Das waren 75 000 Credits, die uns wieder durch die Lappen gehen. Fierfek!

Auch können wir die Leichen der Todestruppler nicht bergen. Das wäre wichtig für meine Schwester gewesen, um diese nach deren Ritual auf Xill zu bestatten. Aber wir können wenigstens Zargos Zarbossa mitnehmen, da er quasi ja ein Verbündeter ist. Der zähe Varianer hat sich von seinen schweren Verletzungen soweit erholt, dass er inzwischen stabil, aber immer noch bewusstlos ist. Khador lebt auch noch, manche Leute sind verdammt zäh. Das wir vor gar nicht allzu langer Zeit gegeneinander gekämpft haben, müssen wir der Dragonern ja nicht auf die Nase binden. Ich hätte gerne die Rüstungen der Todestruppler samt Inhalt noch geborgen, aber auch das ist nicht möglich. Das ist äußerst bedauerlich, aber wir sind alle erwachsen genug, dies ohne Gejammer zu akzeptieren.

Wir werden mit mehreren Gleitern zur "Vanguard" eskortiert, was gut ist, da nicht alle auf unseren Jetbikes platz haben. Auf der anderen Seite ist das Schlecht, da dies ein starkes Zeichen dafür ist, dass wir ganz offensichtlich nicht mehr benötigt werden. Ich bin froh, als wir wieder in unserem E-9 sind. Ich lege Eloy in eine der Passagierkabinen, Khador und Zargos sperren wir erst mal in die andere Kabine. Kaum sind wir an Bord, werden wir unmissverständlich zur "Sternenheim" zitiert. Der Ton hat sich in den letzten Minuten uns gegenüber sehr geändert. Die Imperiale Flotte ist besiegt und wir sind von geschätzten Verbündeten gerade zum notwendigen Übel degradiert worden. Jedenfalls ist das so mein Gefühl.

Allerdings brauchen wir eine ganze Weile, bis unser stark beschädigtes Schiff von der Oberfläche von Xios abheben kann. Wir gieren stark nach rechts, weil es einen der Repulsorlifte auf dieser Seite komplett genommen hat.

"Wir sind jetzt fast wieder genau soweit wie auf Anduras I", meine ich zu Lyn und betrachte besorgt die Batterie von roten Dioden, die hektisch blinken.

"Aber wir sind deutlich weiter gekommen. Der Mörder meiner Mutter ist tot, du hast deine kleine Schwester gerettet und Admiral Thorne ist gefangen", spricht mir Lyn Mut zu.

"Da hast du recht, aber unserem Schiff geht es nicht wirklich gut. Hab da ein ganz mieses Gefühl", weise ich auf das Offensichtliche hin und versuche die Trimmung zu verändern. Klappt nicht wirklich gut, auch wenn Scav wie ein Virtuose am Terminal der Schadenskontrolle herumfuhrwerkt. Mehrmals geht eine Sirene hoch, weil ein weiteres System ausfällt. Wenn das so weiter geht, fällt die E-9 noch auseinander. Das wäre bitter, jetzt noch abzustürzen, wo wir so weit gekommen sind. Es vergehen bange Minuten, bis wir die Atmosphäre von Xios verlassen haben. Aber obwohl ich das schlimmste ahne, schaffen wir es vom Planeten runter.

"Das ist jetzt nicht so gut gelaufen. Ich bin nicht sicher, ob die Hapaner dieses Netzwerk nicht missbrauchen werden", unke ich.

"Ich hoffe, sie haben niemanden, der das steuern kann. Das Netzwerk kann verdammt viel. Ich hätte eine direkte Route bis ins innerste des Konsortium öffnen können. Dieser Nachlass korrumpiert und ich bin froh, dass ich noch bei klarem Verstand bin", erwidert Lyn und macht eine Geste, als ob sie sich Schweiß von der Stirn wischen würde.

"Ich auch!", meine ich dazu, da ich die orangene Twi´lek sehr schätze. Wir durchfliegen nun das Schlachtfeld und Lyn hat nun alle Hände voll zu tun, um Kollisionen mit kleinen und nicht ganz so kleinen Trümmerteilen zu verhindern. Hier und da treiben auch menschliche Überreste durch den Raum. Wie schon Xim der Despot in seiner Abhandlung vom Krieg geschrieben hat: Das einzige was noch furchtbarer eine Schlacht ist, ist eine verlorene Schlacht. Krieg ist nicht schön und die höchste Ehre ist, ihn überlebt zu haben. Aber Narben bleiben eben zurück, an Körper wie auch an der Seele.

Wir sehen einen Sauerstoff blutenden Schattendrachen vorbeitreiben. Für die Hapaner der Königlichen Marine sind alle Besatzungsmitglieder Verräter und dieses Volk hat sehr grausame Bestrafungsrituale. Obwohl das unsere Feinde sind, habe ich Mitleid mit ihnen. Auch sie hat das Imperium in den Untergang gestürzt. Wer ist schon gegen Verführung gefeit, wenn man es nicht besser weiß?

Im Holoprojektor können wir mehrere Nachrichten verschiedener Kampfeinheiten sehen. Die Neue Republik ist es gelungen, zwei der Sternenzerstörer lahmzulegen, einen Imperiums-  und einen der Siegesklasse, und zu entern. Teilweise leistet die Besatzung massiven Widerstand oder lässt je nach Naturell kampflos gefangen nehmen. Auch die Flottenwerft konnte erobert werden, wenn auch von der Königlichen Flotte.

Schließlich erreichen wir die "Sternenheim" und gleiten in einen offenen Hangar hinein. Hier ist man besser auf schwer beschädigte Schiffe ausgelegt wie seinerzeit auf der "Nilvax Station". So können wir auf Böcken landen und müssen nicht unsere teilweise beschädigten Landestützen bemühen. Wir fahren alle überflüssigen Systeme herunter und es ist Zeit, nach unseren Passagieren zu schauen. Besh 42 hat sich inzwischen Eloy angesehen. Nach seinem Befund hat sie nur eine leichte Gehirnerschütterung. Ihre Kopfwunde ist versorgt und ein Bactapflaster unterstützt den Heilprozess. Noch ist sie bewusstlos und ich will sie auch nicht wecken, also lasse ich sie erst einmal in Ruhe.

Zargos Zarbossa ist wieder bei Bewusstsein und reflektiert gerade über seine Situation. Statt wütend und hysterisch zu sein, gibt er sich kleinlaut.

"Ich gebe zu, ich habe meine Möglichkeiten maßlos überschätzt. Das war ein Fehler und vielleicht der Untergang meines Volkes." Soviel Einsicht und Selbstreflektion habe ich Zargos gar nicht zugetraut und stelle fest, dass ich ihn bisher deutlich unterschätzt habe. Normalerweise sind in solchen Situationen alle anderen Schuld, nur selbst ist man total unschuldig. Das Zargos zugibt, sich überschätzt zu haben, steigt der Varianer in meiner Achtung. Aber natürlich kein Wort der Entschuldigung, dass er versucht hat, uns töten zu lassen. Und auch kein "Danke", dass er noch lebt. So ist er halt, der Zargos Zarbossa.

"Noch ist nicht alles verloren. Vielleicht können wir die Verantwortlichen überzeugen, Lyn noch einmal an den Kristall zu lassen", versuche ich dem Casinobesitzer Mut zuzusprechen.

"Das glaubst du doch selbst nicht!", meint Shaka.

"Fragen kostet nichts!", erwidere ich darauf, auch wenn ich selber die Chancen eher gering einschätze.

"Falls es über den Kristall nicht geht, könnten wir eventuell den Virus über den eigentlichen Herstellungsort manipulieren", meint Lyn, die über tiefer gehendes Wissen über das Netzwerk von Darth Varak verfügt. Wir überlegen noch kurz, ob es möglich ist, noch einmal zum Kristall vorzurücken und das zu beenden, was wir angefangen haben. Dieses Netzwerk ist das Werk eines Sith mit einem Kristall, der die Fähigkeit hat, seine Benutzer auf die Dunkle Seite der Macht zu ziehen. Eine vollständige Demontage wäre wohl das sinnvollste. Ich denke, wir kämen bis in die Pyramide hinein. Aber sobald es eine Interaktion mit dem Kristall gibt, wird unser Aufenthalt offensichtlich werden. Ungesehen kommen wir da nicht mehr raus. Momentan stellt sich die Frage auch nicht wirklich. Allerdings kommen wir zu dem Schluss, dass wir uns damit das Konsortium zum Feind machen werden, auch wenn es zum Wohle aller wäre, wenn diese Anlage demontiert wird.

Nakagos wirre Gedanken

Wir haben gewonnen, aber unser Ziel, den Kristall zu neutralisieren, nicht erreicht. War vom SL so auch nicht vorgesehen.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von G4schberle am 16. November 2019, 20:14:54 »
Aaaber, die Details des Perception-Wurfes sind jetzt das große Rätselraten
Der Wurf ist konkurrierend mit dem Wurf auf Stealth der unsichtbaren Person.

Bringt einem unsichtbaren Gegner verstecken dann gar nichts mehr?
Sich vor Blicken verstecken bringt nichts mehr, man kann den Unsichtbaren ja schon nicht mehr sehen. Sich u.A. vor gespitzten Ohren verstecken allerdings schon (s.o.).

Außerdem, was genau bringt ein gelungener Perception-Wurf? Nur die Anwesenheit eines Gegners festzustellen ist echt wenig, die genaue Position gefühlt viel zu viel (die Regeln deuten aber eher auf das hin)
Nach raw nimmt man den Unsichtbaren gut genug wahr, um ihn mit Nachteil anzugreifen. Ich persönlich interpretiere das als grobe Kenntnis der Position.

Ich bin leider immer noch verwirrt. Wie ich oben schon schrieb, geht's u.a. um einen Kampf gegen einen dauerhaft unsichtbaren, fliegenden Gegner mit (magischen) Fernkampfangriffen. Hab ein wenig Angst, dass die falschen Regeln hier ein wenig zu tödlich werden...
  • Der Gegner kann als Aktion einen Stealth Wurf machen (flatternde Kleidung wegstecken, sich mit dem Wind bewegen, etc), um nicht wahrgenommen zu werden.
  • Gibt sich der Gegner keine Mühe, nicht wahrgenommen zu werden (sprich er macht keinen Wurf auf Stealth) ist der SG zum Wahrnehmen 10.
  • Wenn die SC keinen Perception Wurf machen, bestimmt ihre passive Perception, ob sie den Gegner wahrnehmen können (durch den Nachteil wegen der Unsichtbarkeit erleiden sie einen -5 Malus auf ihre passive Perception).
  • Haben die SC den unsichtbaren Gegner einmal entdeckt, hat dieser in seinen nächsten Zug erneut die Möglichkeit seine Aktion zu verwenden, um wieder aus der Wahrnemung der SC zu verschwinden. Andererseits ist der Perception Wurf um ihn zu entdecken 10.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von widdi am 16. November 2019, 16:27:57 »
Es ist also nach raw unmöglich einen Unsichtbaren zu sehen. Mit anderen Sinnen ist er aber immer noch wahrnembar. Dafür ist ein erfolgreicher Perception Wurf vonnöten.
So weit, so klar. Aaaber, die Details des Perception-Wurfes sind jetzt das große Rätselraten und v.a. die Unterschiede zum "versteckt sein". Bringt einem unsichtbaren Gegner verstecken dann gar nichts mehr? Außerdem, was genau bringt ein gelungener Perception-Wurf? Nur die Anwesenheit eines Gegners festzustellen ist echt wenig, die genaue Position gefühlt viel zu viel (die Regeln deuten aber eher auf das hin)
Zitat
Da "spot" in den Regeln nicht weiter definiert ist
In dem von dir zitierten Text aus der SRD wird von "Your Wisdom (Perception) check lets you spot, hear, or otherwise detect" geschrieben, was für mich schon recht eindeutig danach klingt, als ob mit "spot" visuelles entdecken gemeint ist.

Ich bin leider immer noch verwirrt. Wie ich oben schon schrieb, geht's u.a. um einen Kampf gegen einen dauerhaft unsichtbaren, fliegenden Gegner mit (magischen) Fernkampfangriffen. Hab ein wenig Angst, dass die falschen Regeln hier ein wenig zu tödlich werden...
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von widdi am 16. November 2019, 16:09:19 »
Das ist ja schätze ich nur in Kämpfen wirklich relevant.
Nein, das betrifft auch die Würfe außerhalb des Kampfes
Zitat
Ich würde es so handhaben, dass man den unsichtbaren mit nem Perception Check lokalisieren kann. Je nach Entfernung ist das eher schwer, oder nicht so schwer.
Da sind wir jetzt beim interessanten Teil. Wie hoch sie die Schwierigkeitsgrade für die Perception-Würfe? Und was unterscheidet dann unsichtbar von versteckt sein? Da man sich als unsichtbarer ja zusätzlich noch verstecken darf, sollte doch Unsichtbarkeit was "schlechteres" sein wie verstecken, oder?
Zitat
Aber in nem Kampf wäre das für gewöhnlich ne Action
Da bin ich an Board
Zitat
Und wenn der Unsichtbare angreift, verrät er natürlich seine Position
Aus 3.5 wär mir das auch noch im Hinterkopf, aber hast du dafür einen Beleg in der 5e? Nicht-sichtbar-werden, wie z.B. bei Greater Invisibility, vorausgesetzt.

Mir geht's u.a. drum, eine vernüftige und für die Spieler nachvollziehbare Regelung für einen Kampf gegen einen dauerhaft unsichtbaren, fliegenden Fernkampf-Gegner zu haben.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von G4schberle am 16. November 2019, 12:02:40 »
Ahoi
Den Ansatz der Lösung hast du bereits selbst gegeben:
  • An invisible creature is impossible to see without the aid of magic or a Special sense. For the purpose of Hiding, the creature is heavily obscured. The creature’s location can be detected by any noise it makes or any tracks it leaves.
Zitat von: 5esrd
A heavily obscured area—such as darkness, opaque fog, or dense foliage—blocks vision entirely. A creature effectively suffers from the blinded condition (see appendix A) when trying to see something in that area.
Zitat von: 5esrd
Blinded
  • A blinded creature can’t see and automatically fails any ability check that requires sight.
  • Attack rolls against the creature have advantage, and the creature’s attack rolls have disadvantage.
Es ist also nach raw unmöglich einen Unsichtbaren zu sehen. Mit anderen Sinnen ist er aber immer noch wahrnembar. Dafür ist ein erfolgreicher Perception Wurf vonnöten.
Zitat von: 5esrd
Perception. Your Wisdom (Perception) check lets you spot, hear, or otherwise detect the presence of something.[...] Or you might try to spot things that are obscured or easy to miss, whether they are orcs lying in ambush on a road, thugs hiding in the shadows of an alley, or candlelight under a closed secret door.
Da "spot" in den Regeln nicht weiter definiert ist, läuft es also darauf hinaus, was man als "spot" ansieht. Für mich bedeutet "spot", dass die unsichtbare Person entdeckt wird. Allerdings ist ein Perception Wurf, der nur auf Akustik, Haptik und Olfaktorik beruht um einiges schwerer, als einer bei dem man auf seinen Sehsinn zurückgreifen kann. Im Allgemeinen gebe ich Nachteil auf einen solchen Perception Wurf.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von Idunivor am 16. November 2019, 11:31:35 »
Das ist ja schätze ich nur in Kämpfen wirklich relevant. Ich würde es so handhaben, dass man den unsichtbaren mit nem Perception Check lokalisieren kann. Je nach Entfernung ist das eher schwer, oder nicht so schwer. Aber in nem Kampf wäre das für gewöhnlich ne Action, d.h. der selbe Charakter kann den Unsichtbaren nicht auch noch angreifen. Seine Verbündeten aber schon. Und wenn der Unsichtbare angreift, verrät er natürlich seine Position, aber danach kann er diese ja noch verändern. Einfach nur disadvantage wäre tatsächlich ziemlich schwach.
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5E-Regeln / Unsichtbar
« Letzter Beitrag von widdi am 15. November 2019, 18:00:25 »
Hi,

vielleicht könnt ihr mir helfen, ich hab Schwierigkeiten mit dem Zustand "unsichtbar". Für mich ist nicht ersichtlich, wie (gut) man einen unsichtbaren Gegner wahrnehmen kann, das SRD sagt nur
Zitat
  • An invisible creature is impossible to see without the aid of magic or a Special sense. For the purpose of Hiding, the creature is heavily obscured. The creature’s location can be detected by any noise it makes or any tracks it leaves.
  • Attack rolls against the creature have disadvantage, and the creature’s Attack rolls have advantage.
Da die 5E jetzt aber nicht mehr zwischen Entdecken und Lauschen unterscheidet und es nur noch das allgemeine Wahrnehmen gibt: kann ein Unsichtbarer dann einfach anders wahrgenommen, z.B. gerochen oder gehört werden? Gefühlt müsste die Antwort ja sein, aber ich seh nicht, ob die Regeln das abdecken bzw. wie man bestehende Regeln hier sinnvoll anwendet.

Hab schon ne Zeit lang im Netz recherchiert und unter anderem die Meinung gefunden, dass man den Unsichtbaren trotzdem zu 100% (aufs Feld genau) lokalisieren kann, weil man "ihn ja schließlich noch hört" und man deswegen "nur Nachteil auf seinen Angriffswurf hat". Diese Auslegung würd den Zauber Unsichtbarkeit bzw. allgemein den Zustand unsichtbar für mich ad absurdum führen.

In 3.5 haben wir unsichtbare Gegner über Lauschen lokalisieren lassen, je weiter über dem Leise Bewegen-Wurf des Unsichtbaren, desto genauer. Glaub bei erreichen des Wurfs die Himmelsrichtung und bei 20 drüber das genaue Feld.

Gruß,
widdi
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5E-Regeln / mehrere Charakterhintergründe
« Letzter Beitrag von widdi am 15. November 2019, 17:32:34 »
Wär froh, wenn meine Spieler mal in die Situation kommen würden... da wird einfach ein bestehender Background aus dem Buch genommen und ein paar Sätze Hintergrundgeschichte darumgestrickt. Gut, vermutlich forder ich sie da zu wenig.
Zitat
Welchen Hintergrund hat der SC? Krimineller? Tempeldiener? Beide? Muss ich einen neuen Hintergrund speziell für diese Situation entwerfen?
Auf keinen Fall beide, sonst kommt der nächste Elben-Charakter gleich mit einer 100-jährigen Forrest Gump meets Indiana Jones Vorgeschichte daher, die ihm einfach alle Backgrounds erlaubt.
Die Backgrounds als Bausteine auseinanderzunehmen und dann beliebig wieder zusammenzusetzen ist auf jeden Fall ein guter Ansatz. Was komplett eigenes Schreiben dürfte auch OK sein, wenn man ein wenig ein Auge drauf hat.
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