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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 17. Januar 2021, 16:34:39 »
Cresh

Allerdings kann das grün geschuppte Ding nicht mehr fliegen, da seine Flügel zerrissen sind. Es gibt ja Spezies, die hören nie auf zu wachsen und ich denke, dieses Kreatur fällt in diese Kategorie. Ich schätze mal, die kann ohne sich strecken zu müssen, über die "Vanguard" drüber schauen. Die muss sich aus der Höhle winden, da sie darin nicht wirklich stehen kann. Die schaut zu, während nun ihre Jungen den Köder verspeisen.

"So war das nicht gedacht. Fierfek!", meine ich dazu etwas zerknirscht.

"Irgendwie haben wir bei so was nie Glück", erwidert Edna, auf den Baby Rancor anspielend, wo unser Plan so auch nicht wie gedacht geklappt hat, wenn wir am Ende aber doch noch ans Ziel kamen.

Die zwei kleinsten Drachen beginnen nun zu taumeln. Das Betäubungsmittel beginnt zu wirken. Mama Drache sieht das und treibt nun ihre Brut vom Köder weg. Dieses Wesen kann recht gut Ursache und Wirkung in Zusammenhang bringen. Dumm ist diese Kreatur jedenfalls nicht. Die beiden Jungtiere fallen nun um und bleiben Regungslos liegen. Die Mama stupst ihre Kinder mit der Nase an und die beginnen zu zucken, leben also noch. Der Drache schnappt sich eines der Tiere und schleift es in seinen Bau zurück. Ihre anderen Kinder folgen ihr.

"Nehmen wir uns doch einfach das Jungtier und schleppen es weiter weg", schlägt Scav das vor, was mir auch gerade im Kopf vorgeht.

"Und los!", meine ich dazu nur und gebe Schub. Wir flitzen mit unseren Speederbikes nach unten. Scav und Shaka schnappen sich nun das betäubte Jungtier und wir gewinnen schnell an Höhe, dass es nicht über den Boden schleift. Leider kommt jetzt schon die Mama zurück und brüllt wütend auf. Mit einem gewaltigen Satz springt es in unsere Richtung und beschleunigt aus dem Stand heraus so auf eine unglaubliche Geschwindigkeit. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ein Wesen dieser Größe eine so wahnsinnige Beschleunigung erreicht. Der perfekte Laufdrache, was für uns aber gar nicht gut ist.

"Schub auf Maximum in drei!", spreche ich mich über Com mit Edna ab.

"Verstanden!"

"Eins, zwei, drei!" Gemeinsam beschleunigen wir nun und fliegen nun über hundert Stundenkilometer. Aber der Drache wird immer noch schneller und schließt zu uns auf. Wir haben die Möglichkeit von hier aus in ein Tal mit einem Fluss zu fliegen oder einen Pass hoch in ein Gebirge. Das Gelände hier ist sehr zerklüftet und war wohl früher mal Weideland, da die Steigungen für eine geregelte Landwirtschaft zu steil sind. Inzwischen ist natürlich alles verwildert, wie auch die einstigen Besitzer. Bergab gewinnt die Kreatur noch mehr Geschwindigkeit und kommt schnell näher. Schneller können wir mit dem zusätzlichen Gewicht nicht fliegen. Müssen wir auch nicht, die Kreatur ist weit genug vom Bau weg, damit Zargos nun Problemlos den "Schatz" stehlen kann. Ich hoffe, dass er schon in Position war und alleine mit der zurückgebliebenen Brut fertig wird.

"Loslassen auf drei", meine ich und wir führen das Manöver über einer sumpfigen Stelle am Talgrund aus. Ich hoffe, das Jungtier überlebt diese rüde Behandlung. Schließlich wollen wir Mama Drache einen Grund geben, stehen zu bleiben und uns nicht weiter mit noch mehr Wut zu verfolgen. Aber Mama Drache denkt gar nicht daran, sich um ihr Kleines zu kümmern, sondern stürmt an ihm vorbei und ist wohl wie Shaka über Gebühr rachsüchtig.

"Hoch ins Gebirge!", meine ich nun und lege den Speeder in eine weite Linkskurve. Ich hoffe, dass wir im zerklüfteten Gelände eine größere Chance haben, das Ding loszuwerden. Ich beschleunige nun auf die maximal Geschwindigkeit und Felsen ziehen wie Schemen an mir vorbei. Der Repulsorliftantrieb heult in einer ungesunden Höhe und die Leistungsskala bekommt rote Ziffern. Das ist nicht gut. Ich hoffe mal, dass Gerät ist gut gewartet worden, was man bei dem Preis durchaus erwarten könnte. Wenn nicht, werden schon bald der Repulsorliftantrieb seine erstten Aussetzer haben.

Wir sausen nun im Slalom durch eine Felsformation mit recht wenig Vegetation. Der rachsüchtige Drache jagt uns immer noch. Dem scheint so schnell nicht die Puste auszugehen. Und er hält nicht nur mit, sondern schließt wieder auf, besonders auf Edna, der nicht mit meinen Fahrkünsten mithalten kann.

"Über die Schlucht!", rufe ich, als da eine Chance sehen, die wütende Mama endlich los zu werden. Der andere Rand ist deutlich niedriger, so dass wir da rüber kommen müssten. Ich hole alles aus dem Speederbike von Aratech heraus und sause mit Höchstgeschwindigkeit über den Abbruch. Der Repulsorliftantrieb heult protestierend auf und wir beginnen Augenblicklich abzusacken, da dieser Antrieb nur fünfundzwanzig Meter hoch fliegen kann. Schnell kommt die andere Seite näher. Aber wir kommen gut auf der anderen Seite an. Edna hat da größere Probleme, da er meine Geschwindigkeit nicht erreichen konnte und die Schwerkraft beginnt schon viel zu Früh unnachgiebig an den Bike zu zerren. Schnell verliert er an Höhe, da ja auch Scav verdammt schwer ist. Gerade so kommt er auf der anderen Seite hoch und schleift für einen Moment über den Boden, bevor der kreischende Repulsorliftantrieb wieder greift und das Bike in die Luft erhebt. Der Drache versucht es uns nach zu machen. Mit einem gewaltigen Satz springt er über die Schlucht. Kommt auf der anderen Seite gerade so auf und rutscht dann aber an der Kante ab. Es sieht schon beinahe komisch aus, wie Mama Drache gegen ihren Willen tiefer in die Schlucht rutscht. Sie brüllt wütend auf und löst durch den Lärm einen regelrechten Steinschlag aus. Wir müssen die gute Frau Mama wirklich sauer gemacht haben.

Wir machen, dass wir weiter kommen und gewinnen so den notwendigen Abstand, dass diese Kreatur unsere Spur verliert, da nach ihrem Gebrüll zu urteilen der Sturz sie nur noch wütender gemacht zu haben scheint. Mit einer vergnüglichen Fahrt in Höchstgeschwindigkeit durch Felsenlabyrinth erreichen wir schließlich wieder die "Vanguard".

"Das hat jetzt doch Spaß gemacht", verkünde ich gut gelaunt und breit grinsend unter dem Helm.

"Man muss wohl Corellianer sein, um das als Spaß zu sehen", meint Shaka etwas säuerlich.

"Kann gut sein", meine ich nur vergnügt, finde aber leider keinen Vorwand für eine weitere kleine Ausfahrt ins Gebirge.

Nakagos wirre Gedanken

Das hat Lyra wirklich Spaß gemacht. Da hat sich der Talentbaum des Fahrers mal wirklich ausgezahlt.
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3E-Regeln / (Arkane) Schriftrollen
« Letzter Beitrag von Mersharr am 17. Januar 2021, 08:37:36 »
Kurze Antwort: Ja
Eine Schriftrolle zu benutzen hat 3 Voraussetzungen:
  • Die Richtige Art von Magie (Göttlich/Arkan)
  • Der Zauber muss auf der Klassenliste stehen
  • Der Anwender muss einen ausreichenden Attributswert (10+Zaubergrad) haben
Dazu kommt eine "weiche" Voraussetzung: Die Zauberstufe des Anwenders sollte mindestens gleich der Zauberstufe der Schriftrolle sein.
Ist die Zauberstufe des Anwenders niedriger, muss er/sie einen Zauberstufenwurf (1w20+Zauberstufe) gegen SG Zauberstufe_der_Schriftrolle+1 schaffen. Bei einem Fehlschlag muss ein Weisheitswurf gegen SG 5 geschafft werden, um ein Missgeschick zu vermeiden. Nat 1 ist hier ein automatischer Fehlschlag (wobei man hier diskutieren kann ob sich der Satz auf den Zauberstufewurf, den Weisheitswurf oder beides bezieht).
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3E-Regeln / (Arkane) Schriftrollen
« Letzter Beitrag von Wilfried_Wiese am 16. Januar 2021, 20:41:18 »
Hallo zusammen, ich habe eine Grundlegende und (einfache) Frage zu D&D 3.5.

Kann ein Arkaner Magier/ Hexenmeister Schriftrollen wirken die auf einer höheren Zauberliste stehen wie ihm aktuell zur Verfügung stehen.

Bsp:
Der Hexenmeister Stufe 6 kann einen Zauber des 3. Grades wirken. Kann dieser Schriftrollen aktivieren die über diesen Grad hinausgehen. ZB Zauber die sich normalerweise auf der Zauberliste von Grad 5 befindet.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 14. Januar 2021, 21:28:35 »
Besh

"Das ist ein schlechter Witz! Wir haben da ein vielfaches an Credits herein gesteckt und der Rest der Station ist ja auch noch da. So lange ihr keine Null dran hängt, ist das nicht mal Wert um darüber zu reden!", mache ich Ruani Quen von den Erstgeborenen sofort über ihr äußerst unverschämtes Angebot klar.

"Nun gut, darüber werden wir später noch einmal reden. Vielleicht zeichnet sich die "Vanguard" bei der Schlacht um Sybal aus, dann werden wir weiter sehen."

"Aha! Und warum sollten wir jetzt noch um Sybal kämpfen wollen?", frage ich nach, da mir gerade der primäre Motivationsgrund abhanden gekommen ist, nämlich die Nilvax Station. Ich habe schon innerlich im Unterbewusstsein seit längerer Zeit realisiert, dass wir die Nilvax Station unter diesen ganzen widrigen Umständen nicht wirklich länger halten werden können. Trotzdem tut es weh, nun  so ein lächerliches Angebot gestellt zu bekommen. Sybal war für uns äußerst wichtig, weil von Sybal primär unser Erz für die Börse an Bord der Station kommt. Das war ja eine unserer vorrangigen Einnahmequellen. Aber ohne das Erz von Sybal kommt so gut wie nichts herein, da die Bergbauaktivitäten auf Anduras I auch fast vollkommen zum erliegen gekommen sind. Und da momentan kaum noch geschmuggelt werden kann, gibt es kaum einen Grund für einen Kapitän die Nilvax Station anzufliegen.

"Sind das nicht Eure Leute? Wenn wir die Macht ohne Eure Hilfe übernehmen, dann werden wir den Klanleuten die gleichen Konditionen wie Crimson Dawn offerieren. Und mit Hilfe meine ich mehr als nur eine E-9." Irgendwie scheint Ruani Quen der Auffassung zu sein, dass die Klanleute uns über Gebühr am Herzen liegen. Sie liegen mir am Herzen, aber ich werde nicht alles für sie aufs Spiel setzen. Damals die Klans zu vereinen und die Suul-Tanca Corporation zu vertreiben war damals militärisch strategisch notwendig gewesen, um Thorne hervor zu locken. Ich bin bereit für die Unterdrückten zu kämpfen, aber ich werde nicht in einen Krieg ziehen, nur das eine Fremdherrschaft gegen eine andere ausgetauscht wird.

Mir ist nicht ganz klar, warum die königliche Flotte da noch nichts unternommen hat. Das ist ihr Sperrgebiet und hier tummeln sich gleich zwei Piratenflotten. Einmal die von Crimson Dawn unter dem Kommando von Pharos und die der Erstgeborenen unter dem Kommando Ruani Quen. Die Flotte von Crimson Dawn ist uns über, aber für die königliche Flotte sollten zwei Marauder und ein paar kleinere Schiffe jetzt nicht die Herausforderung sein, wenn dessen Stützpunkt bekannt ist. Das ergibt so einfach keinen Sinn. Da muss noch mehr dahinter stecken. Hat Pharos es geschafft, die Flotte schon zu unterwandern? Da sollten wir bei Gelegenheit nachhaken.

"Nun gut, reden wir über Details, sobald wir uns auf Sybal etwas umgesehen haben", bleibe ich unbestimmt, da ich die Anführerin dieser Zelle der Erstgeborenen nicht schon jetzt als meine Feindin haben möchte.

"Eine schöne Sammlung habt ihr da", meint Edna und die beiden Hapaner liefern sich ein kurzes Blickduell.

"Wollt ihr meiner Sammlung beitreten?", fragt die Erstgeborene lauernd.

"Kein Interesse. Aber ich würde euch gern euren Unterarm abkaufen. Es gibt so coole Cyberware. So ein Arm mit Scanner wäre doch was praktisches", meint Edna fröhlich, als ob er auf dem Markt einer zögerlichen Kundin etwas andrehen möchte, was sie garantiert nicht braucht.

"Nun, den müsst Ihr Euch schon selbst holen. Aber wenn Ihr versagt, hole ich mir Euren Kopf und rechten Unterarm für meine Sammlung." Ihr Stimme ist gefährlich leise geworden.

"Meinen Kopf kann ich leider nicht so ohne weiteres mit Cyberware ersetzen. Also kein Interesse", wiegelt Edna ab, auf dessen Liste ja Ruani Quen ziemlich weit oben steht. Nachdem das geklärt ist, verabschieden wir uns, ohne das es zu einer Eskalation gekommen ist. Als wir endlich wieder in der Vanguard sind, gibt es erst mal ein großes Stelldichein in unserem neu gestalteten Aufenthaltsraum. Meine Schwester setzt sich neben mich, Tory flegelt sich ungeniert auf dem Boden und Lyn flankiert mich auf der anderen Seite. Der Rest verteilt sich auf dem bequemen Sofa. Ich fasse die letzten Ereignisse noch einmal zusammen.

"Ich habe wieder einmal das Gefühl, dass uns etwas essentiell Wichtiges entgeht. Die Flotte hat hier massiv aufgerüstet, aber trotzdem tummeln sich recht offen gleich zwei große Piratenbande, von denen eine einen festen Stützpunkt hat. Das passt alles nicht zusammen!" Selbst Scav blickt da nicht durch.

"Wir brauchen mehr Informationen. Konzentrieren wir uns zuerst auf Zargos Zarbossa Mission. Vielleicht weiß er mehr als er zugibt", schlägt Scav vor und so verbleiben wir unverbindlich.

"Ein Schritt nach dem anderen", meint meine Schwester und legt beruhigend ihren Arm um mich und drückt mich aufmunternd. Über diese schwesterliche Geste bin ich durchaus erfreut und kuschel mich an sie.

So brechen wir nun nach Varia auf. Um die Erstgeborenen zu täuschen, springen wir scheinbar in Richtung Sybal, gehen aber schon noch nach einer Minute aus dem Hyperraum heraus und drehen um. Mit drei kleinen Sprüngen bewegen wir uns hinter Varia und beginnen uns langsam anzunähern. Da wir nun wissen, dass die Erstgeborenen ein Auge auf diese Welt haben, scannen wir die Umgebung und finden tatsächlich einige Satelliten im Orbit. Unseren erste Landung blieb also nicht unbemerkt, diese sollte es aber werden. Da wir nun die Position der Satelliten kennen, können wir uns eine Lücke suchen und dringen so hoffentlich unentdeckt in die Atmosphäre ein. Wir haben noch eine Stunde vor Sonnenaufgang, als wir in unserem Zielgebiet ankommen. Nach Bordzeit ist es jetzt mitten in der Nacht und entsprechend müde bin ich, wobei ich schon ein kleines Nickerchen gehalten habe, als wir uns innerhalb des Blauen Nebels dem Landungsort genähert haben. Ein Soldat weiß, dass er jeden Moment zum schlafen ausnutzen muss.

Wir landen und booten aus. Da es gegen einen Drachen geht, haben wir unsere hochwertige Ausrüstung an, also die Kav-Dann Servorüstung. Da ich denke, dass ein Raketenwerfer als letzte Alternative nicht verkehrt ist, nehme ich mal einen mit. Man weiß ja nie. Edna steuert das andere Speederbike und hat Scav als Passagier. Ich muss mal wieder mit Shaka vorlieb nehmen. Lyn, Eloy und Tory bleiben auf der "Vanguard" zurück, als wir mit dem Köder vorne auf den Stabilisierern der Speederbikes losfliegen. Da wir recht Nahe an der Höhle unsere E-9 geparkt haben, geht es ohne Probleme unseren Aratech 74-Z zu der Höhle. Es ist ungefähr eine halbe Stunde vor der Zeit, in der Zargos in die Höhle eindringen will, um das heilige Artefakt oder was auch immer das Ding auch sein aus dem Hort des Drachen zu stehlen. Ich komme mir vor wie in einem Fantasy Holoactiondrama. Das ist ja so was von cool!

Wir lassen den Köder in der Nähe der Höhle fallen und warten. Es vergehen etwa zehn Minuten, da kommt eine Kreatur heraus, die wie einer der Laufdrachen der Hapaner aussieht. Nur in recht klein. Das kann nicht wirklich die Kreatur sein, die wir für Zargos aus der Höhle locken sollen. Nach und kommen mehrere dieser Drachen heraus, manche sind kleiner, manche deutlich größer. Scav äußert die Vermutung, dass wir hier mehrere Würfe verschiedensten Alters vor uns haben. Und dann bebt die Erde, als das Muttertier heraus tritt. Ja, dass muss die eigentliche Drachenkreatur sein, denn sie sieht auch aus wie ein Drache. Fierfek!

Nakagos wirre Gedanken

Damit beginnt nun die erste Actionsequenz des Tages. Hätte auch so in einem D&D Abenteuer ablaufen können. :D
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 12. Januar 2021, 15:59:07 »
Episode XLV
Rettung für Mynaros
Aurek
"Nun gut", meint Edna und führt weiter aus: "Für die praktischen und ethischen Probleme hast du eine gute Antwort. Aber dir ist klar, dass sich Hapaner in der Anlage befinden? Wenn wir da rein gehen, erklären wir der quasi dem Hapes Konsortium den Krieg."

"Nur wenn man uns identifiziert", erkläre ich und teile durchaus Ednas Bedenken. Wenn wir gegen die Anlage vorgehen, ist das ein Schritt gegen die Interessen des Hapes Konsortium oder besser gesagt, gegen deren unumschränkten Herrscherin Ta´a Chume. Aber früher oder später werden wir das wirklich tun müssen, da es immer noch unser großes Ziel ist, dass Netzwerk von Darth Varak herunterzufahren und unbrauchbar zu machen. Dieser Rote Kristall korrumpiert, dass dürfte Fakt sein. Keiner, wirklich keiner darf Kontrolle über dieses verfluchte Netzwerk haben, wer auch immer das gerade im Namen der Königin auch steuern mag.

"Dann werden wir uns tarnen müssen", meint Shaka.

"Das sollte sich bewerkstelligen lassen", meine ich dazu, da dies nicht so das Problem sein dürfte. Wir einigen uns darauf, neben Köder auch weitere Holofelder zu kaufen. Damit wäre das geklärt.

Zurück in der "Vanguard" fliegen wir nach Quaria. Wir landen auf unserem Landefeld und beginnen nach dem örtlichen Schwarzmarkt zu suchen. Schon mehrmals haben wir hier eingekauft und kennen ein paar einschlägige Händler. Leider sind nicht mehr alle da. Aber wir bekommen Problemlos schon einen präparierten Köder.

"Seit vorsichtig damit, wenn ihr keine Erlaubnis der Erstgeborenen zur Jagd auf Varia habt. Die sehen es nicht gerne, wenn unregistrierte Jäger dort unten ihr Unwesen treiben." Das ist eine neue Information. Dafür lege ich noch ein paar Credits oben drauf. Holofelder bekommen wir bei einem anderen Händler, aber nur zwei Stück. Nun gut, muss Skav eben etwas umgebaut werden, um einen anderen Droiden darzustellen, sollte nicht so das Problem sein. Da wir keine richtigen Kampfgleiter mehr haben, kaufen wir uns noch zwei Aratech 74-Z zu horrenden Preisen. Aber wenigstens haben die noch den eingebauten Repetierblaster dabei. Nachdem wir das ganze Zeug verstaut haben, schlendert eine einzelne Hapanerin auf unsere "Vanguard" zu. Sie trägt einen reich verzierten Hosenanzug wie er bei weiblichen hapanischen Adligen gerne außerhalb zu etwas raueren Freizeitaktivitäten getragen wird. Genau so reich verziert ist ihr Vibroschwert an der Seite. Sie hat eine Schmisse an der Wange und zeigt, dass sie ihr Schwert nicht zur Zierde spazieren trägt. Auf dem ersten Blick hat sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Valerie Virin, für die ich sie im ersten Moment auch halte. Aber das ist nicht der Fall, nur Haarfarbe, Größe und Frisur stimmen, das Gesicht ist doch beim näheren Betrachten ein etwas Anderes.

"Meine Chefin würde gerne mit euch Mädels von der "Vanguard" sprechen", meint sie keck, ohne sich vorzustellen.

"Und deine Chefin ist wer?", frage ich einfach mal nach, wobei ich mir das in etwas durchaus denken kann.

"Ruani Quen, eine der Anführerinnen der Erstgeborenen", erklärt sie uns so hochnäsig, wie das nur hapanische Frauen können.

"Nun gut, wenn ihre Majestät uns ruft, so folgen wir natürlich", meine ich etwas sarkastisch, da ich es nicht mag, von kleinen Kindern durch die Stadt geschleift zu werden. Aber letztendlich verlieren wir nur, wenn wir dem Ruf nicht folge leisten. Also laufen wir etwas treudoof der jungen Frau hinter her. Das gefällt keinem von uns, aber wir sind inzwischen alle erwachsen genug, uns der Realität zu fügen.

Wir werden zum "Weißen Turm" geleitet, der ehemals der "Rote Turm" war. Was war das für ein Akt gewesen, damals da hinein zu kommen. Auch das ist schon wieder eine gefühlte Ewigkeit her. Die Ebene, wo eines Zargos sein Büro hatte, ist komplett umgebaut. Hier ist nun eine Art Club untergebracht, dessen Sitzgruppen sich um einen Kampfkäfig gruppieren. Darin kämpfen zwei Frauen in reich bestickten Hosenanzügen gegeneinander. Eine davon ist Chefin Ruani Quen, eine der Anführerinnen der Erstgeborenen. Die andere Frau ist deutlich jünger. Für einen Moment sieht das zu einem fairen Kampf aus, aber dann wird mir klar, Quen spielt nur mit ihrer Gegnerin. Ungefähr zwanzig bis dreißig Zuschauer haben sich darum gruppiert. Fast ausschließlich Hapanerinnen.

Der Kampf "tobt" noch knapp zwei Minuten, wo Vibroschwerter in beeindruckender Geschwindigkeit gegeneinander klirren. Attacke und Parade wechseln sich in schneller Folge ab. Beide haben eine gute Beinarbeit und man merkt, dass sie von klein auf fechten gelernt haben. Aber das Gewehr ist nun mal mächtiger als das Schwert, solange es sich um kein Lichtschwert handelt. Schließlich verpasst Quen ihrer Herausforderin eine blutige Schmisse an der Wange und der Kampf ist zu Ende. Ohne wirklich angestrengt zu wirken kommt nun die Offizierin der Erstgeborenen auf uns zu.

"Ah, die Besatzung der "Vanguard". Willkommen in meinem beschiedenen Hauptquartier. Wir müssen ein paar Takte reden." Wir folgen ihr in das Büro, in das wir einst Zargos Zarbossa getroffen haben. Die Holzvertäfelung ist noch vorhanden, aber die rituellen Klingen sind komplett verschwunden. Aber an prominenter Stelle steht nun ein Glasschrank in dem sich Behälter aus Glas befinden. In acht Stück sind abgeschlagene Köpfe und der rechte Unterarm ausgestellt. Es gibt ja ein hohes Kopfgeld auf ihren rechten Unterarm. Diese armen Tröpfe hatten wohl das Bedürfnis sich das "Handgeld" zu verdienen und das ist ihnen offensichtlich nicht so gut bekommen.

"Ihr seid schwer zu erreichen", meint Ruani Quen mit einem durchaus anklagenden Unterton in der Stimme.

"Wir mussten ein paar kleinere Probleme lösen", wiegle ich scheinbar ab. "So wie ein Scoutschiff der Yuuzhan Vong vernichten, eine Droidenrebellion auf Kessel niederschlagen und eine imperiale Blockade im Anuat Sektor auflösen. Das hat uns etwas beschäftigt."

"Wie auch immer, es gibt da ein paar offene Punkte. Wir ihr sicher schon mitbekommen habt, ist die Sperrzone nun fest in Hapanischer Hand. Jedenfalls bis auf das Piratenest auf Sybal, dass müssen wir noch ausreuchern. Das Problem ist, dass dieser Pharos die Angewohnheit wie ein Flutschi immer wieder zu entkommen." Ich habe keine Ahnung was, zum Fierfek ein Flutschi ist, aber offenbar kann diese Kreatur gut entkommen. Wahrscheinlich ist der Name der Spezies auch Programm.

"Und?"

"Da ihr ja gute Kontakte zu Sybal habt, wäre es uns sehr gelegen, wenn ihr da mal etwas herum schnüffeln könntet. Pharos und der Crimson Dawn müssen verschwinden. Und da wäre noch die Nilvax Station. Fremdweltler sind hier nicht mehr länger willkommen. Aber wir von den Erstgeborenen wollen nicht so sein und werden euch mit 100 000 Credits entschädigen."

Nakagos wirre Gedanken

Am Anfang gab es noch eine längere Diskussion, die wir eigentlich fast ähnlich schon am Ende der letzten Sitzung und habe sie etwas abgekürzt. Das Angebot der Erstgeborenen sorgte für Heiterkeit am Tisch.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 10. Januar 2021, 14:05:09 »
Nern

Da wir ja das Höhlensystem soweit schon aufgeklärt haben, gehen wir den Weg zurück den wir gekommen sind. Wir hätten auch einfach über die Anhöhe laufen können oder Lyn rufen, aber damit brauche ich gar nicht erst zu kommen. Eine Stunde später sind wir zurück in unserer E-9. Mit der "Vanguard" fliegen wir nun zum Dorf und landen in der Nähe der Umzäunung, bestehend aus einer Ansammlung von zweckentfremdenden Material. Obwohl sehr primitiv, erfüllt diese Barrikade durchaus ihren Zweck. Wir sind wohl noch nicht entdeckt worden. Es gibt zwar Türme hinter der Barrikade, aber die sind nicht besetzt. Zwar sehen wir keinen Varianer, aber dafür hören wir Trommeln und rhythmische Gesänge.

"Ich denke, die halten irgend ein Ritual ab", meine ich dazu.

"Hoffen wir mal, dass sie nicht gerade Zargos ihrem Sithgötzen als Opfer bringen", unkt Edna und wir rücken nun in Richtung des Dorfes vor. Das Zentrum bildet ein freier Platz, umrahmt von Langhäusern, deren lange Seiten von oben betrachtet wie die Speichen eines primitiven Rades angebracht sind. Zargos zu finden ist leicht, sitzt der doch Splitterfasernackt auf einem Thron aus Knochen. Seine Haut blutverschmiert. Schätze mal, dass ist das getrocknete Blut von dieser toten Katze in der Grube.

"Gibt es irgend einen Ort in diesem Universum wo ihr nicht auftaucht?", begrüßt und Zargos und winkt mit einer knappen Bewegung ein paar Krieger weg, die wohl seine Leibwache bilden.

"Nun ja, die Herrentoilette würde den Großteil von uns definitiv draußen halten", erwidere ich trocken und Zarbossa lacht herzhaft auf.

"Darf man erfahren, was Ihr hier so treibt?", fragt Shaka neugierig ihren Seelenverwandten.

"Ich versuche gerade oberster Häuptling dieses Volkes zu werden", erklärt Zargos.

"Aha und zu welchem Zweck?", frage ich einfach mal frech weiter.

"Um die verdammte Nanovirenfabrik für alle Zeit zu vernichten. Ich habe eingesehen, dass es wohl nur den natürlichen weg der Evolution gibt, um mein Volk zu neuer Größe zu führen. Es ist Zeit, diesen Priestern ein für alle mal vom Nachschub der Fabrik abzuschneiden."

"Deswegen die angeheuerten Söldner?", hake ich nach.

"In der Tat. Ich habe versucht, alle drei Fabriken zu vernichten. Hat nicht so geklappt wie gedacht. Dafür ging fast alles drauf, was ich besessen habe. Nun wird es Zeit, eine neue Strategie einzuschlagen, die nicht so kostspielig ist. Ich werde hier Großhäuptling, stelle eine Armee auf, stürme die Nanofabrik unter der Pyramide und zerstöre die Produktionsstätte der Nanoviren." Ich mag es, wenn ein komplexer Plan mit ein paar simplen Worten erklärt wird.

"Wollt Ihr Euer Volk wirklich wieder auf diese primitive Stufe zurück führen?"

"Das ist ihre natürliche Form. Darth Varak hat aus ihnen eine knuddelige Sklavenrasse gemacht. Diese primitive Stufe ist ihr natürliches Erscheinungsbild", erkläre ich Shaka.

"Genau so ist es. Allerdings muss ich noch ein Prüfung ablegen, bevor ich Häuptling werden kann. Dazu muss ich etwas aus einem Drachenhort stehlen. Es wäre von Vorteil, wenn dieser Drache ausgeflogen wäre, wenn ich dort Morgen eindringe. Ihr versteht?"

"Wir werden uns darum kümmern, wenn wir vorher noch Gelegenheit erhalten, ein Gegenmittel für die Nanoviren auf der Mynarosstation herzustellen oder die Dinger von dort aus abzustellen", meine ich und lasse mir den Standort des Hortes beschreiben.

"Das war jetzt schon fies, Zarbossa so zu verarschen", meint Edna, als wir das Dorf wieder verlassen haben.

"Warum verarschen?", frage ich etwas irritiert nach.

"Wir werden diesen Wahnsinn doch nicht wirklich unterstützen", meint Skav.

"Wieso Wahnsinn? Wenn Zargos Häuptling wird, führt er einen Angriff durch, den wir als Ablenkung benutzen können, an diese Maschinen zu kommen", erkläre ich meinen Kameraden, was eigentlich schon Zargos gut dargestellt hat.

"Und warum sollten wir das machen?", fragt Edna nach. Ich schau ihn kurz an und stellt fest, dass er das wirklich nicht versteht. Nun gut, er ist ja auch kein Bürger der Neuen Republik und wir dringen in eine Anlage ein, die teilweise wahrscheinlich inzwischen von den Hapanern kontrolliert wird.

"Weil ich damals Dr. Lykas auf der Mynaros Station versprochen habe, mein möglichstes zu tun, um diese verfluchten Nanoviren zu neutralisieren. Die Mynaros Station ist immer noch unter Quarantäne und ich bezweifle, dass der gute Doktor mit seinen Ressourcen jemals etwas entwickeln wird, dass diese Viren vernichtet oder ausschaltet", erkläre ich meine Motive.

"Deine Absichten ehren dich, aber wie willst du die Nanoviren umprogrammieren?", fragt Shaka, die da durchaus ein praktisches Problem anspricht.

"Nicht ich werde das tun, sonder Scavbot 523. Er ist das mit Abstand intelligenteste Wesen, dass ich kenne. Wenn er keine Lösung findet, wird niemand eine Lösung finden", meine ich dazu nur, da ich Scav das wirklich zutraue.

"Gut und wie kriegen wir den Drachen aus seiner Höhle?", geht Edna nun zum praktischen Teil über.

"Wir suchen uns eines seiner bevorzugten Beutetiere, fangen es, präparieren es mit Schlafmittel und sorgen dafür, dass er es frisst", erkläre ich, was eigentlich offensichtlich sein sollte.

"Das hat ja beim Babyrancor damals schon so gut geklappt", meint Edna und erinnert mich an den zusammen gebrochenen Skyway auf der Nilvax Station. Das ist inzwischen schon mehr als eine gefühlte Ewigkeit her.

"Letztendlich hat der Rancor den Köder doch geschluckt und wir haben ihn für gute Credits auf Sybal verkauft. Die Taktik ging letztendlich auf", erinnere ich an den Erfolg der Mission. Klar, es hatte durchaus Friktion gegeben. Aber hier gibt es keinen Skyway der zusammen brechen könnte und inzwischen habe ich ein Jetpack, um solchen Bedrohungen zu entkommen.

"Dann brauchen wir erst einmal genug Betäubungsmittel", weißt Scav auf ein praktisches Problem hin.

"Ich bin sicher, auf Quaria wird sich entsprechendes finden lassen!"

Nakagos wirre Gedanken

Sitzung gespielt am: 28.12.2019
Anwesende Spieler: Lyra, Scav, Shaka, Edna
Erfahrungspunkte: 20 EP +10 vom letzten mal, 25 EP investiert in "Verbesserter Rüstungsspezialist", 5 Ebene, 3 Spalte von Talentbaum Powertech. 5 EP gespeichert.

Beute: 150000 Credits Kopfgeld und Belohnung, 50 000 Credits Entschädigung, Kampangenmedallie "Eiserne Blockade", Orden der Republik, eine 3R4 für 300 000 Credits bekommen. (Ich habe keine Ahnung mehr, ob wir überhaupt schon was angezahlt haben...)

Getötete und überwundene Gegner: 1 Commander Bragg, 1 Gouverneur Adalhart, 12 imperiale Offiziere gefangen genommen, ca. 10 Flottensoldaten getötet, ca. 20 Flottensoldaten in die Flucht geschlagen, ca. 10 bis 12 Leibwächter, 1 Direktor Minak und 1 Attentäter (von Shaka im Solomodus erledigt)

Resümee: Wir sind nach knapp 15 Sitzungen wieder in der Sperrzone. Wir haben einiges vom Star Wars Universum gesehen. Ich fand es wirklich gut, dass wir jetzt als ernsthafte Mitglieder der neuen Republik wahrgenommen werden.

Der finale Kampf gegen Adalhart war nicht schlecht, aber er war auch nicht episch. Die Disruptorgewehre passen zu solch finsteren Gestalten wie die Leibwache eines imperialen Gouverneurs. Nur ist es durch die Masse an Waffen nicht gelungen, diese Shaka vorzuenthalten. Diese Waffen sind laut Hintergrund hochgradig illegal und für einem Offizier der Armee der Republik einfach unwürdig. Sie gegen ihre ehemaligen Besitzer einzusetzen mag man gerade noch durchgehen lassen. Bin mal gespannt, ob der Spieler von Shaka nun komplett aus der Rolle fällt oder sich von dem Tödlich +5 blenden lässt. Was wahrscheinlich der Fall sein wird. Was dann der Witz des Jahrzehnts ist, da ausgerechnet sie uns ja die ganze Zeit Vorhaltungen gemacht hat, für Kriminelle zu arbeiten. Und jetzt benutzt sie eine der berüchtigsten und brutalsten Waffen des gesamten Settings. Ich hoffe nur, dass der SL die NSC entsprechend reagieren lässt und das gleiche tut, was auch wir immer tun, nämlich solange primär auf den Schützen mit dem Disruptorgewehr zu schießen, bis die Bedrohung neutralisiert ist.

Die Gala war etwas lahm und wirkte in der Gesamtheit etwas erzwungen. Ebenso der Besuch auf dem Planeten. Vom eigentlich total unnötigen Attentat will ich gar nicht erst reden. Macht keinen Sinn in meinen Augen. Es ist etwas Schade, dass wir den Gefallen nun nicht haben einfordern können und auch werden, da der Kerl ja tot ist. Aber von seinem Nachfolger haben wir ja immerhin eine Route in die Sperrzone bekommen.

Aber ich bin Froh, dass wir nun endlich nach so langer Zeit den primären Plot wieder vorantreiben können. Unser SL hatte nicht gedacht, dass wir sofort nach Zargos Zarbossa suchen würden, deswegen haben wir da dann vergleichsweise recht früh gegen Mitternacht abgebrochen. Zwanzig EP sind gut für das was wir geleistet haben. Ich finde es toll, dass wir weitere Orden nun von der Republik bekommen haben.

Natürlich ist es Schade, dass letztendlich Direktor Quaile seiner gerechten Strafe entkommen ist. Und daran wird sich wohl nichts mehr ändern, da der Part mit der "Ersten Ordnung" wohl abgeschlossen ist.

Am Ende gab es noch eine kleine Diskussion, warum wir überhaupt etwas gegen die Nanoviren unternehmen sollen. Für mich stand das schon seit Episode XIX auf der Agenda und war dann über den Umstand überrascht, dass wir darüber überhaupt diskutieren mussten. Wenn wir irgendwann das Netzwerk von Darth Varak komplett ausschalten, könnte dieser Part dann überflüssig gewesen sein, aber momentan haben wir ja aus Inplay und Charaktersicht keine Möglichkeit da was zu machen. So macht es Sinn, sich schon jetzt um das Nanovirenfabrikproblem zu kümmern.
                             
Lyras Entwicklung: So langsam zieht meine arme kleine Lyra in jedem Gefecht nicht nur jede Menge Feuer, sondern wird trotz Ausweichen vermehrt getroffen. Lange Zeit schon hätte ich das Talent "Verbesserter Rüstungsspezialist" nehmen können. Habe das aber immer verschoben und war auch längere Zeit gar nicht nötig. Der Fahrer kam eben dazwischen und musst dort erst einmal die relevanten Talente abgreifen und anschließend auch noch auf dessen Hingabe zuarbeiten. Mir fehlt jetzt nur noch ein Talent vom Fahrer. Aber noch mehrere vom Powertech. "Verbesserter Rüstungsspezialist" gibt einen aber einer Rüstung mit Absorption 2 eine zusätzliche Verteidigung. Und schwarze Würfel, mit dem man die Probe des Gegners versauen kann, kann man offensichtlich einfach nicht genug haben. In der Schleichrüstung sind das mit dem neuen Talent nun einer, in der Kampfrüstung zwei und in der Kav-Dann Powerarmor satte drei schwarze Würfel in Verteidigung. Damit kann man mehr Feuer aushalten, da so hier und da der Schaden sinkt oder ein kritischer verhindert wird. Das ist die letzte Maßnahme, die ich in dieser Season noch tätigen kann, um Schaden besser zu widerstehen. Wahrscheinlich sind es noch irgendwas zwischen vier und acht Sitzungen. Zu wenig, um noch eine neuen Baum anzufangen, der einem noch zusätzliche Absorption bringt.

In der letzten Zeit stelle ich fest, dass ich hinter die anderen Zurückfalle. Der Spieler von Edna hat seinen SC deutlich optimiert, während ich mich darauf konzentriert habe, die "Vanguard" besser steuern zu können und auch deren Überlebensfähigkeit zu steigern. Unser SL hat deutlich die Schwierigkeit angezogen und jedes Gefecht ist ein Tanz auf der Klinge. Eine Zeitlang war es eher zu leicht, jetzt beginnt es für meinen Geschmack eher zu hart zu werden. Der Fahrer war eben teuer und Hingabe ebenso teuer erkauft. Da fehlt es eben nun an anderen Stellen, besonders da der Rest der Gruppe sich ja deutlich auf andere Aspekte wie Kampf und Überlebensfähigkeit fokussieren konnte. Ich will hier nicht lamentieren und ich bereue es auch nicht, den Fahrer genommen zu haben, da der doch Lyras Spektrum verbreitert, so dass sie mehr Optionen hat. Auf der anderen Seite verliert sie so ihren Fokus, was in harten Kämpfen zum Nachteil wird. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Durch fleißiges Schreiben und Überarbeiten habe ich nun stolze fünfundvierzig Seiten zu verteilen. Und damit kann ich nicht nur zum dritten mal das Talent "Schnelle Erholung" nehmen, was sich als äußerst praktisch heraus gestellt hat, sondern erreiche nun auch schon das äußerst wertvolle Talent "Hingabe" beim Entdecker.

Nun habe ich das Luxusproblem, wohin damit, dass es sinnvoll ist. Vom Min-Maxing ausgesehen, wäre es am sinnvollsten, entweder Stärke oder Gewandtheit zu steigern. Stärke erhöht den Schadensoutput im Nahkampf und gibt ein Punkt Absorption. Also genau das, was Lyra in letzter Zeit fehlt, da die beiden "Stärksten" inzwischen eine Absorption von zwölf haben. Damit hätte Lyra dann eine von elf. Auf der anderen Seite ist Stärke vier für eine Frau schon verdammt viel. Asajj Ventress hat diese Stärke auch. Mich würde interessieren, wie Cara Dune von den Werten her so wäre. Die Schauspielerin hat ja einiges an realer Muskelmasse und war ja eine Zeitlang eine professionelle MMA Kämpferin, die sieben Profikämpfe in Folge gewann, bis sie an den Cyborg geriet. Rein instinktiv würde ich eine vier für angemessen halten. Auch wenn es sehr verlockend ist, schrecke ich vor einem Wert von fünf in Stärke für Lyra zurück.

Gewandtheit hat Lyra schon fünf. Spielercharaktere dürfen zwar einen Wert von sechs haben, aber ich persönlich empfinde fünf einfach als das vor mir selbst vertretbare Maximum. Es ist sicherlich sehr verlockend, auf ihre primären Fertigkeiten sechs Würfel zu haben, aber ich persönlich finde es nicht in Ordnung, wenn ein SC besser ist als jede andere Kreatur in der Galaxis. So was muss einfach nicht sein, auch wenn es Regeltechnisch vollkommen in Ordnung ist.

Das nächste wäre Intelligenz und ich wollte das auch lange Zeit nehmen. Allerdings sind alle Fähigkeiten, die über Intelligenz laufen für Lyra nur zweitrangig wichtig. Sie hat zwar Ränge in Mechanik, Astronavigation und Computer. Aber keines davon sind für die Kampagne relevante Werte. Lange Zeit wollte ich ja unbedingt Intelligenz steigern. Zum einen, weil es eben nicht zur Effektivitätssteigerung beiträgt, weil die Bonuspunkte ja nicht die Kampfkraft steigern sollen, sondern nur die Überlebensfähigkeit von Lyra und dann die der "Vanguard".

Willenskraft wäre auch noch ein Wert, der bisher wie Intelligenz nicht gesteigert wurde. Willenskraft hat eben nur drei Fertigkeiten, die darüber laufen. Disziplin, Wachsamkeit und Einschüchtern. In allen drei hat Lyra Ränge. Disziplin war schon mehrmals wichtig, wenn nicht gar lebensrettend. Auf Wachsamkeit würfeln wir sehr selten, da wir in der Regel die Angreifer sind oder unmittelbar vorgewarnt sind. Einschüchtern war schon mehrmals ein Thema und der Powertech hat drei Talente, die sich um Einschüchtern drehen. Man könnte eine Steigerung in Erwägung ziehen, da ich Lyra teilweise recht stur auftreten lasse, was ihre Prinzipien anbelangt. Eine Steigerung würde also durchaus passen.

Charisma habe ich erst gesteigert und kommt durch Coolness bei jedem Kampf bei der Initiativeermittlung zum tragen. Verhandeln läuft ebenfalls darüber. Charme und Führungsqualität sind keine von Lyras Fertigkeiten. Drei passt zu ihr finde ich.

Und da wäre noch List, für den Kopfgeldjäger und Heimlichtuer wohl neben Gewandtheit das wichtigste Attribut. Da hat sie schon vier drin, also zweimal gesteigert. Darüber laufen fünf Fertigkeiten, Infiltration, Wahrnehmung, Straßenwissen, Überleben und Täuschung. Pro Sitzung werden meist mehrere dieser Fertigkeiten abgefragt. Shaka hat diesen Wert erst letztens auf vier gebracht, wenn ich es nicht besser wüsste, nur um mich zu ärgern. Eine List von vier ist hoch und man muss lange suchen, bis ein NSC mit List von fünf daher kommt. Ventress hat nur eine von vier, aber Boba Fett einen Wert von fünf. Wenn Lyra einen Wert von fünf hätte, dann wären vier von sechs Attribute mit denen von Boba Fett identisch. Und da es abzusehen ist, dass sie wohl weiter als Kopfgeldjägerin arbeiten wird, wenn sie diesen Wahnsinn in der Sperrzone überleben sollte, ist List sicherlich eine gute Wahl. Also List soll es sein!

Endless Vigil – Ein Sourcebook für Macht und Schicksal

Da ich mit den Berufsbüchern für Am Rande des Imperiums und Zeitalter der Rebellion nun komplett durch bin, stelle ich nun die restlichen Bücher von Macht und Schicksal vor. Ich musste ehrlich gesagt nachschlagen, was Vigil auf Deutsch heißt. Im Kontext mit dem Wächter passt wohl Wache am besten. Vigil ist ja ein Teil von Vigilant. Die üblichen hundert Seiten für dreißig Dollar Liste. Auf dem realen Markt ist das Buch massiven Schwankungen unterlegen. Ich habe auf Amazon Neupreis von 27 bis 55 Euro gesehen. Sentinels, sprich Wächter sind wahrscheinlich eine der attraktiveren Klassen vom System Macht und Schicksal.

Nach der üblichen Einführung geht es gleich mal los mit Kapitel I: Unseen Vigilantes. Nach der Erklärung über den Hintergrund kommen wir zu drei neuen oder doch nicht so neuen Rassen. Zur Auswahl stehen Gand, der schon im Grundbuch zu Am Rande des Imperiums steht, den Muun und den Pantoran. Das sind mal Rassen aus dem Kanon und sind, wenn man halbwegs mit dem Setting vertraut ist, einem gut bekannt.

Der Gand kann nicht so gut mit anderen Wesen, dafür ist er Stur. Zusätzlich kann er nur Ammoniak atmen und braucht eine Maske. Kein Wunder, dass er da Charismaabzug bekommt.

Der Muun ist reich und bekommt 1000 Credits zusätzliches Startguthaben, was er aber nicht bei der Charktererschaffung ausgeben darf. Muun sind die Jungs vom Bankenklan und der Meister von Palpatine war ein Muun. Sie sind klug und clever, dafür fehlt es ihnen an Willensstärke und mit anderen Leuten können sie auch nicht.

Wirklich interessant finde ich aus der Sicht eines Minmaxers den Pantoraner. Er kann gut mit anderen, ist aber nicht sehr fokussiert. Interessanterweise hat er aber um einen Punkt höhere Stressresistenz und 110 XP zum verteilen. Er bekommt einen Rang in Coolness und darin kann man nicht gut genug sein. Zusätzlich kann er noch gut mit Kälte umgehen. Nur praktisch, wenn man auf Hoth seinen Skiurlaub gebucht hat. Durch die 110 XP kann man vier dreier Werte generieren und hat den Rest auf zwei. Das können nur sehr wenige Rassen. Wenn man noch 10 XP durch Nachteile freischaufeln kann, bekommt man sogar fünf dreier und ein Einser Wert. So lange man kein Jedi ist, kann man mit Willenskraft eins durchaus leben, da nur drei Skills darüber laufen. Und man sieht dazu noch fast wie ein Mensch aus. Etwas schminke und man hat nur noch wenige Nachteile. Besonders das "Lekkudilemma" fällt weg. Damit ist das eine sehr attraktive Species, die dazu noch einen gewissen Coolnessfaktor hat.

Wie üblich gibt es auch hier drei Spezialisierungen. Der Ermittler, der Rennfahrer (was mir nicht wirklich passend für den Wächter erscheint) und der Wächter.

Der Ermittler kann gut ermitteln, bekommt viele Fähigkeiten, um Dinge und Sachverhalte zu finden. Wer eine Detektivkampagne spielt oder den Fokus auf Kopfgeldjagd legt, hat hier eine gute Ergänzung. Sonst kann er recht wenig. Hier dürfte wohl Meister Sinube aus Episode 14 der zweiten Staffel von The Clone Wars Pate gestanden haben. Ich liebe diesen Kerl einfach. Eine meiner Lieblingsfolgen.

Der Rennfahrer kann gut Rennen fahren, wie der Name es ja schon andeutet. Seine Talente sind auf dieses Thema fokussiert. Alle drei Talente zum schnelleren Fahren, kann gut abkürzen, also Distanzen verringern und hat die Fähigkeit, ein Verhängnissymbol bei einer Pilotenprobe zu Erfolgen in Höhe seiner Ränge in Coolness umzumünzen. Wie cool ist das denn? Wer meint, dass viele Podrennen vorkommen, ist hier richtig. Später im Buch werden noch einige Podracer und Zubehör dafür vorgestellt. Mitglieder eines Rennstalls zu spielen ist bestimmt für ein oder zwei Abende lustig.

Der Wächter hat eine gute Mischung aus unterstützenden und defensiven Talenten. Offensiv hat er nur den Schwertwurf. Trotzdem finde ich die Spezialisierung sehr gut gelungen. Durch seine Talente kann er Wachsamkeit bei allen Inititiveproben verwenden kann dazu noch zwei blaue Verstärkungswürfel heranziehen. Außerdem kann er nicht nur Blastertreffer reflektieren und am Ende auch zurück schicken, sondern auch Ausweichen. In Verbindung mit dem Shien-Experten kann man ein ziemlich cooles Konzept erstellen, dass die Kampfertigkeiten von Ahsoka Tano gut abbildet.

Wie üblich hat diese Klasse auch zwei Signaturfertigkeiten die das sind: Meine Stadt und Unvergleichliche Wachsamkeit. Mit "Meine Stadt" kann man für zwei anhaltende Erschöpfung Informationen über eine Person, Gruppe oder Organisation bekommen. Mit "Unvergleichliche Wachsamkeit" kann man die Initiative beeinflussen und Boni oder Mali verteilen.

Es gibt auch eine neue Machtkraft: Manipulation. Letztendlich kann man damit besser Dinge reparieren. Da gibt es wahrlich nützlicheres als das.

Kapitel II heißt "Tool of Judgment". Vier neue Blasterwaffen machen den Anfang. Wir haben da eine Blasterpistole mit Stärke 8 und Tödlich 2, die bei einem Verhängnissymbol in der Hand des Schützen durchaus explodieren kann. Das macht es schon beinahe zu einer Waffe nur für NSCs. Machen Schaden, werden aber nicht von SC benutzt werden. Es gibt zwei Vollautomatische Blastergewehre mit wenig Schaden, dafür aber mit teilweise recht coolen Sonderregeln. Eine der Waffen ist die, welche Senatswachen benutzt haben und ist von Grund auf Hochwertig. Dann noch ein Scharfschützengewehr.

Dann kommen zwei sehr exotische Waffen. Eines ist das Nadelgewehr aus Episode II, mit dem auf Padmé geschossen wurde. Dann noch eine Nadelpistole, welche persönliche Schutzfelder ignoriert. Drei neue "Lichtschwerter" gibt es anschließend, eines davon ist eine Lichtpeitsche. Ein anderes ist eine Art Wurfmesser, welches mit der Fertigkeit Lichtschwert benutzt wird.

Vier Rüstungen gibt es. Eines ist für Rennfahrer, eines für Raumpiloten, eines für Mechaniker und die letzte ist eine leichte Schleichrüstung. Nichts besonderes darunter.

Ebenfalls vier neue Droiden gibt es. Der erste ist der Pit Droide aus Episode I, welche die Podracer gewartet haben. Dann ein leichter und ein schwerer Sicherheitsdroide. Letzterer teilt gut aus, hält aber zu wenig aus. Am Ende gibt es noch ein Infiltrationsdroide.

Die Ausrüstungssektion kann sich durchaus sehen lassen. Zuerst gibt es zwei neue Drogen und ein Wahrheitsserum. Dann gibt es den feuchten Traum aller pubertierenden Jungs, ein Fernglas, dass durch Wände schauen kann. Das ist auf der einen Seite ziemlich cool, kann aber interessante Situation zu schnell entschärfen. Dann gibt es eine Wanze in der Form einer Wanze. Also ein Microdroide in zweifacher Hinsicht. Und als nächstes kommt gleich ein Gerät, dass Abhören ziemlich erschwert. Also der White Noise Generator aus den früheren Editionen von Shadowrun.

Dann kommt das "Security Equipment". Das erste ist so eine Art Handschocker, wie es mal als Scherzartikel in der realen Welt gab. Damit kann man mit einer Infiltratonsprobe gegen Widerstandskraft einem Ziel zwölf Stresspunkte reinwürgen. Das nächste Sicherheitsgerät ist ein "Magschlossknacker", der elektronische Schlösser öffnen kann.

Unter Tools gibt es zwei wirklich coole Sachen. Zum ersten ein Hoverboard wie aus Zurück aus der Zukunft und ein Smartphone mit Google Maps, anders kann man es beinahe nicht beschreiben. Auch der Repulsor Lift Assist ist Nett. Praktisch dieses Wurfhakenteil, was Ahsoka und Anakin in The Clone Wars öfters mal benutzen.

Weiter geht es mit zwei Zubehörteilen aus Rebels. Zum einen der Blasterpistolengriff von Esra und den gebogenen Lichtschwertgriffen von Ahsoka. Dazu gibt es noch ein Zubehörteil, was Parieren und Reflektieren unterstützt.

Dann kommt auch schon die Fahrzeugsektion und wir beginnen mit Podracern. Dieses Buch bietet wirklich alles, um einen Podracering Team spielen zu können. Sechs Chassis stehen zur Auswahl, die sich minimal in Geschwindigkeit und Handling unterscheiden. Je schneller, desto schwerer zu steuern. Acht Zubehörteile stehen zur Verfügung, um den Podracer noch zu tunen. Am Ende dieser Sektion finden sich noch Regelen, wie man sich noch seinen ganz eigenen Podracer zusammen schrauben kann.

Wir springen dann auch gleich zu dem Raumschiffen. Als erste begegnen wir einen Veteranen der Clone Wars Serie, dem Eta-Class Shuttle. Zwei weitere Schiffe folgen, ein Kurier und ein leichter Kreuzer.

"Strike from the Shadows" ist der Name von Kapitel III. Die nächsten zehn Seiten beschäftigen sich mit dem urbanen Leben, Verkehr und andere städtische Besonderheiten. Vier weitere Seiten beschäftigen sich mit Informanten und Connections. Wer Shadowrun mal gespielt hat, erinnert sich bestimmt an die "Beinarbeit" und die Pflege von Connections. Genau darum geht es hier auch. Vier Seiten beschäftigen sich anschließend mit Ermittlungen. Ebenfalls vier Seiten handeln vom Bau des eigenen Lichtschwertes und das Kapitel entstand lange Zeit vor der Eröffnung der Themenwelt Star Wars in den Disney Parks, wo man sich für nicht wenig Geld ein Lichtschwert zusammenbauen kann.

Die letzten Seiten wenden sich primär an den Spielleiter, was für lustige Dinge man mit Wächtern machen kann und wie man sie in die Gruppe integriert.

Fazit: Einige neue, verwendbare und durchaus coole neue Spielzeuge. Nützliche Rassen, brauchbare Spezialisierungen und Pod Racing! Das Buch gefällt mir, auch wenn das Artwork nicht die Qualität der anderen Bücher erreicht. Besonders das Bild mit Ezra ist sehr gewöhnungsbedürftig. Dieses Buch als Spielleiter zu haben ist kein Fehler, allein schon mal die Möglichkeit ein Pod Racing zu bringen ist die Investition wert. Jeder der einen Wächter spielt, kommt um das Buch nicht herum. Alle anderen bekommen nette Spielzeuge. Wer wollte nicht schon immer mit einem Hoverboard durch die Gegend flitzen?
7
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 07. Januar 2021, 18:56:28 »
Mern

Nach knapp zwei Tagen haben wir zu einem die YV-929 von Reelu Baruk aus der Sperrzone geschafft, sondern sind auch wieder zurück. Da wir die Route inzwischen kennen und schon den einen oder anderen Sprung etwas verbessert haben, kommen wir deutlich schneller vorwärts. Varia ist immer noch von einem blauen Nebel umhüllt. Wir fahren unsere Sensorgloben aus und können schon bald das Transpondersignal von Zarbossa orten.

Der Eintritt in die Atmosphäre ist ziemlich holprig. Aber wir tauchen ohne Probleme in den blauen Nebel ein. Ich reduziere deutlich die Geschwindigkeit und fliege nach Sensoren, immer bereit, irgend einem von diesen fliegenden riesigen Drachen auszuweichen. Bei unserem ersten Ausflug in den blauen Nebel hat ja eines von diesen Viechern uns gerammt und einen Schaden von mindesten anderthalbtausend Credits verursacht. Inzwischen sind solche Beträge Kleinkram, trotzdem möchte ich eine Kollision mit so einem Drachen vermeiden.

Schließlich erreichen wir das Areal, von woher das Signal kommt. Wir befinden uns etwas weniger als 300 Klicks südlich von der zentralen Sithpyramide der Hauptstadt entfernt. Das Gelände ist recht zerklüftet. Das Signal ist nicht an der Oberfläche zu verorten, sondern scheint aus dem Innern eines kleinen Berges zu kommen. Etwa zwei Klicks in Nordwestlicher Richtung finden wir eine Massierung von Lebensformen, mutmaßlich eine Siedlung der indigenen Varianer in ihrer ursprünglichen Form. Im Tiefflug entdecken wir eine Höhlenformation. Der Eingangsbereich ist ziemlich groß, verengt sich aber schon nach wenigen Schritten. Hineinfliegen ist nicht. Ich lande neben dem Höhleneingang. Hier befindt sich auch ein kleines Gebäude und einen umzäunten Platz aus Permabeton.

Es gibt eine kurze Diskussion, was wir nun als erstes untersuchen sollen, falls überhaupt. Letztendlich einigen wir uns darauf, erst einmal das Raumschiff von Zarbossa zu finden. Vielleicht befindet er sich ja an Bord seines kleinen Schiffes. Wir booten aus und bilden zwei Teams. Scav und ich rücken auf der linken Seite vor, Edna und Shaka auf der rechten. Wir gehen immer versetzt, eine Gruppe sicher, die andere rückt vor und dann immer abwechselnd. Die Höhle wird zunehmend enger. Einige Teile sind natürlich, andere sind bearbeitet und mit modernen Permabeton wird die eine oder andere Kluft überbrückt. In Verbindung mit der Struktur am Eingang schätze ich das als eine Art Touristenattraktion ein, als dies noch ein zivilisierter Planet war. Als wir dann in die ersten Reliefs aus der Herrschaft von Darth Varak entdecken, wird uns klar, dass dies wohl einst eine heilige Höhle oder so eine Art Kultstätte gewesen sein muss. Schon bald sehen wir riesige Wandreliefs, welche Varianer bei der Anbetung ihres falschen Gottes zeigen.

Und wir finden das Schiff von Zarbossa. Davor hat er eine Selbstschussanlage platziert, die ich zerstören muss. Wir rufen in Richtung des Raumschiffes und geben uns zu erkennen. Aber alles bleibt ruhig. Bewegungen kann ich keine erfassen, auch keine Minen oder Sprengfallen. Das Schott ist verschlossen. Aber Scav demonstriert mal wieder, dass kein Schloss ihm widerstehen kann. Das Innere des kleinen Schiffes besteht letztendlich aus einer Passagierkabine mit kompakter Hygienezelle und der Pilotenkanzel. Aus einem Waffenständer fehlen einige Blastergewehre. Während der weiße Anzug von Zargos, mit dem wir ihn zuletzt im Roten Turm gesehen, ordentlich an einem Haken hängt, liegen viele Sachen lose auf dem Boden. Auf einem Tisch liegen Flimsibögen mit ausgedruckten Kartenmaterial. Eine können wir als Umgebungskarte dieser Region identifizieren, eine andere zeigt diese Höhle. Den Rest können wir mit unserem Wissensstand nicht einordnen.

Da es noch tiefer in die Höhle geht, folgen wir ihr einfach. Überall Reliefs über die Anbetung von Darth Varak, Opferrituale und manches können wir nicht wirklich deuten. Schließlich landen wir an einer Grube. Die führt etwa dreißig Schritt in die Tiefe. Die Grube ist von Stehlen umgeben, die voller Gekritzel sind. Wahrscheinlich deren Schrift aus alter Zeit. Einige Zeichen erinnern an das Alphabet der Sith, andere an Huttisch. Vielleicht Zufall, vielleicht dienten diese Schriftsätze als Inspiration. Möglicherweise ist das auch einfach nur Graffiti, wo sich Pilger ganz profan verewigt haben. Oder sie haben für viel Geld hier ihre Wünsche aufgeschrieben. Müßig über Details zu spekulieren, für die wir nicht hier sind. An einer der Stelen ist ein Kletterseil befestigt. Ist Zargos da rein geklettert.

Neugierig wie ich bin, fliege ich einfach mal in die Grube hinein. Auf der Hälfte ist das Seil gerissen, ein Teilstück finde ich auf dem Boden. Ist der Durchmesser des Schachtes oben etwa zwanzig Schritt, so sind es auf dem Grund keine dutzend mehr. Hier sind weitere Stelen aufgerichtet. Schriftsätze umrahmen Bilder, deren Bedeutung mir äußerst abstrakt anmutet. Auf dem Boden liegt nicht nur ein Stück vom Seil, sondern auch der Kadaver einer Katze mit einer Schulterhöhe von etwas über einem Schritt und eine Länge von zwei. Das Maul hat eine Reihe beeindruckender Zähne. Nach dem Verwesungsgrad zu schließen ist sie seit mehreren Tagen tot, aber noch keine Standardwoche. Todesursache war massiver Blutverlust, da das Bodenrelief voll davon ist. Mehrere tiefe Schnitte haben dazu geführt. Nach Anordnung und Tiefe der Schnitte schließe ich auf einen Kampf. Da es keine weiterführende Gänge gibt, muss diese Kreatur mit großem Aufwand nach hier unten befördert worden sein. Ein Geheimversteck oder gar einen geheimen Gang vermag ich nicht zu finden.

Mir bleibt nichts anderes übrig, als ohne weitere Erkenntnisse wieder nach oben zu fliegen. Aber wenigstens finden sich hier auf dem Sand eine Spur, die tiefer in die Höhle führt. Wahrscheinlich mehrere Varianer in ihrer ursprünglichen Form. Wir spekulieren etwas, was das da gerade gewesen sein könnte. Für mich sieht das aus wie ein Ritual, alles andere erscheint mir recht unwahrscheinlich.

Wir folgen den Spuren in eine Seitenhöhle, die recht eng ist und steil ansteigt. Einige der engeren Passagen sind mit der doch recht massiven Kav-Dann Servorüstung nur schwer zu meistern. Oben angekommen sind wir weniger als einen Klick von der Siedlung entfernt, zu welcher die Spuren führen. Mein Instinkt sagt mir, dass sich dort Zargos Zarbossa befinden muss. Meine Theorie ist, dass mit einem Kampf in der Grube seine Nützlichkeit bewiesen hat und wohl versucht, diesen Stamm für sich zu gewinnen.

"Gehen wir ins Dorf und schauen, was für eine Show Zarbossa da abzieht", meine ich zu den anderen. Aber der Rest ist für ein weniger forsches Vorgehen. Das Ritual in der Grube könnte ja auch bedeuten, dass sie Zargos haben opfern wollen und er entkommen ist. Halte ich nach der Spurenlage für ziemlich unwahrscheinlich. Aber egal, der Rest will mit der "Vanguard" hinfliegen, um ihm Notfall sofort evakuieren zu können. Da ich weiß, dass in solchen Fällen eine Diskussion nur aufhält und am Resultat wenig ändert, erkläre ich mich mit diesem Vorgehen einverstanden. Mal sehen, was uns in diesem Dorf erwartet.

Nakagos wirre Gedanken

Mal wieder Spaß auf Varia. Das ist jetzt unser dritter Ausflug auf diese Welt. Wenn man die geringe Anzahl der "Spielwelten" in der Sperrzone bedenkt, haben wir doch verdammt viel Spaß und es gibt immer neue Facetten zu entdecken. Unser Sandkasten umfasst gerade mal fünf Welten und drei Stationen, trotzdem wird es einem nie langweilig. So was hätte ich gerne mal als offizielles Regionalbuch gehabt. Der gleiche Verlag und teilweise auch Autoren haben das ja für die Warhammer 40 K Rollenspiele wie Schattenjäger und Freihändler ja auch geschafft, jeweils einen eigenständigen Sandkasten auf die Beine zu stellen.
8
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 05. Januar 2021, 13:51:42 »
Danke schön!
Leth

Während bei unserem letzten Besuch entlang der Hauptstraße alles im Umbau begriffen war, ist dieser nun beendet. Neuer Straßenbelag, signifikanter Verkehr von Gleitern, überall bewaffnete Wächter wie auch schon beim letzten Besuch zu sehen. Der rote Turm ist nicht wieder zu erkennen. Letztes mal waren sie ja noch am umbauen, dass ist jetzt alles fertig. Es gibt einen neuen Vorbau mit Turboliften, welche direkt ins Casino führen. Innen ist es wie jedes andere auch. Der Flair der Exklusivität ist endgültig verflogen. Zargos Zarbossa hat den Roten Turm inzwischen vollkommen verkauft. Dies ist nun zu hundert Prozent ein Unternehmen der Erstgeborenen. Natürlich über Strohmänner, aber wer etwas nachhakt, kommt zu diesem Schluss.

Leider weiß niemand, wo Zargos abgeblieben ist. Es gibt das Gerücht, dass er wohl eine Söldneroperation gegen ominöse Anlagen auf verschiedenen Welten am laufen gehabt hat und dabei grandios gescheitert ist. Die Faktenlage ist äußerst dünn, aber wenn man die Informationen etwas siebt und die Übertreibungen weglässt, scheint es mir, dass Zargos versucht hat, mit Gewalt die Nanovirenfabriken zu zerstören, die nun in der Hand der Hapaner sind. Hat wohl nicht so ganz geklappt.

Die umtriebige Reporterin Vira Oquai hat vor ein paar Tage Quaria mit unbekannten Ziel verlassen. Das ist äußerst bedauerlich, da die "Reporterin" sicherlich gute Informationen für uns gehabt hätte, aber da ist leider nicht zu ändern. Vira scheint in letzter Zeit viele "Reportagen" getätigt zu haben. Ein klares Ziel oder Thema lässt sich aus den vagen Informationen, die wir in vielen Einzelgesprächen und spendierten Drinks wie auch Credits extrahieren, bedauerlicherweise nicht herausfiltern.

Aber wir bekommen heraus, dass der rodianische Waffenschieber und Raumschiffhändler Reelu Baruk Quartier im Casino Sunset bezogen hat. Da wir ja von dem noch ein paar Sachen wollen, suchen wir den einfach mal auf. Wir schnappen uns eines der nun zahlreich vorhanden Taxigleiter und lassen uns zu diesem Sunset fahren. Auf dem Weg sehen wir die abgestürzten Überreste von Quibans fliegenden Schloss, oder besser gesagt, seinem Anwesen. Das haben wir einst erobert. Scheint inzwischen havariert zu sein. Wir erfahren, dass die neuen Besitzer mit der Technik nicht klar kamen und es irreparabel beschädigt haben. Inzwischen ist es fester Bestandteil des umliegenden Slums und vollständig besiedelt.

"Das kenne ich doch?", meine ich, als wir vor dem Gebäude stehen. Es ist ein neues Casino, trotzdem kommt es mir bekannt vor.

"Das war das Hauptquartier der Schwarzen Sonne", hilft Scavangerbot 523 mir freundlicherweise auf die Sprünge.

"Du hast Recht! Jemand hat die Bauruine zu Ende gebaut!", meine ich nun lachend, da ich begreife, warum es Sunset, also untergehende Sonne heißt. Das Logo ist auch eine schwarze Sonne, die gerade zum größten Teil hinter dem Horizont verschwindet. Vor dieser einst so berüchtigten und gefürchteten Verbrecherorganisation hat wohl niemand mehr so richtig Angst. Der Kampf der Vigo untereinander hat die Organisation wohl so geschwächt, dass viele Konkurrenten die Gelegenheit ergriffen haben, deren Geschäftsfelder und Territorien zu übernehmen. Einer davon ist wohl Crimson Dawn. Ob die weiter so groß im Geschäft bleiben werden, wage ich zu bezweifeln. Direktor Quaile wird da wohl nicht mehr die Ressourcen hinein stecken, da die ihren primären Zweck, dass Glimstim und damit das Tinakk in der Galaxis zu verteilen nicht mehr nachkommen können. Die Newsboards der letzten Wochen waren jedenfalls voll von Erfolgsmeldungen von Behörden, welche Razzien gegen die Verbrecherorganisation durchgeführt haben. Gibt es erst einmal großen Druck von oben, gegen eine Organisation vorzugehen, bringt Bestechung in den unteren Rängen nur noch wenig.

Dieses mal betreten wir das Gebäude durch den regulären Haupteingang im Erdgeschoss. Obwohl das Casino etwas abgelegen ist vom Raumhafen, ist es gut besucht. Eine Holotafel erinnert sogar an unsere "Heldentat", diese Zelle der Schwarzen Sonne ausgelöscht zu haben. Ein paar Sachen stimmen, vieles ist Maßlos übertrieben. Aber wenigstens haben sie unsere Namen richtig geschrieben, ist ja schon was. Einzelne Ebenen sind nach uns benannt. In Lyras Saal wird Sabacc gespielt. Kann ich nicht verstehen, da ich wohl eine der schlechtesten Sabacc Spielerin im Vergänglichen Labyrinth bin. Scavs Saal kann ich verstehen, da hier Spielautomaten stehen. Und in Shakas Saal wird gewettet.

Als wir uns umsehen, treffen wir auf die verräterische Kopfgeldjägerin Scaffa und ihren Partner, einen Droiden der IG-86 Baureihe mit dem Namen Z2. Erstaunlicherweise geht Shaka nicht sofort auf die beiden Verräter los, die uns immerhin an das Imperium verschachert haben. Damals haben wir die blaue Twi´lek überstimmt, die unbedingt Rache an den beiden nehmen wollte. Die beiden sind sich keiner Schuld bewusst, als wir sie darauf ansprechen.

"Das war rein geschäftlich, nichts persönliches", erwidert die menschliche Frau in einem Tonfall, als würde ich ihr vorwerfen, ihr Gürtel würde farblich nicht zu ihren Stiefeln passen.

"Das macht es natürlich weniger schlimm, nein, dass war jetzt pure Ironie!", erwidere ich. Da ein bewaffneter Konflikt hier in diesen Räumen nicht zielführend ist, belassen wir es bei einem Geplänkel. Scaffa ist mit der momentanen Situation auf Quaria nicht glücklich und wenn wir was dagegen unternehmen wollten, würde sie doch gerne mitmachen. Klar, wie blöd hält die uns eigentlich? Das Duo hat ja bewiesen, dass man ihnen nicht trauen kann. Also trennen wir uns, ohne das es zu einem Kampf kommt.

Den Rodianer Reelu Baruk finden wir in Karbeks Saal. Der Ort, wo der Selonianer und Anführer der Zelle der Schwarzen Sonne sein verdientes Ende gefunden hat. Beinahe hätte die Tookaähnliche Kreatur mich noch getötet. Zum Glück habe ich überlebt. Da kommen einige Erinnerungen hoch. Hier haben wir drei Hapanerinnen aus den Klauen der Schwarzen Sonne befreit. Ich hoffe mal, dass diese drei Frauen nicht inzwischen einer Säuberungswelle von der Königinmutter zum Opfer gefallen sind.

Baruk sieht etwas herunter gekommen aus, als wir an seinen Tisch treten. Interessanterweise spielt er mit seinen Söldnern Sabacc um sehr kleine Beträge. Er schaut auf, als er uns gewahr wird. Zuerst ist sein Gesichtsausdruck etwas ärgerlich, dann beginnt er sich zu freuen.

"Sieh an, sieh an, wen wir da haben. Wegen euch bin ich in dieser Einöde gestrandet. Aber da ihr hier seid, bedeutet dass...", seine Stimme wird deutlich leiser zu einem kaum zu verstehenden Flüstern. "Das ihr eine Passage nach draußen in die Zivilisation kennt!"

"Könnte man meinen. Aber das hat seinen Preis", meine ich, die Verhandlungen an mich reißend.

"Was wollt ihr denn?", fragt der Rodianer Schicksalsergeben, da er weiß, dass er in einer verdammt schlechten Verhandlungsposition ist. Da ich ihn nicht zum Feind haben möchte, einigen wir uns darauf, dass er die letzten Rate für die bestellten Waren, also die Waffen für die Miliz und für den Piratenjäger 4R3 erlässt. Und natürlich noch ein paar Informationen über die momentane Situation in der Sperrzone. Als er ohne zu verhandeln darauf eingeht, wird mir klar, dass ich mehr hätte verlangen können. Aber da er diese Bedingungen wohl als angemessen betrachtet, dürfte dieser Deal unsere zukünftigen Geschäftsbeziehungen nicht trüben. Ich weiß zwar nicht, ob wir ihn noch einmal brauchen, aber man weiß ja nie.

Mit seinen Informationen gibt es folgendes Gesamtbild. Bewegungen innerhalb der Sperrzone sind möglich, ebenso kann man immer noch über eine Route über die Vol Yunkai Station nach Calfa reisen. Ob von da noch eine Route ins Konsortium selbst offen ist, kann er nicht sagen. Nilvax Station gibt es noch, ist jetzt aber ein Semioffizieller Stützpunkt der königlichen Flotte und unsere Waffen sind da schon hin geliefert worden. Wie nun die Besitzverhältnisse sind, weiß er auch nicht zu sagen. Er hat Zargos Zarbossas Unternehmungen ausgerüstet. Als letztes hat er ihm ein kleines Raumschiff ohne Hyberraumantrieb verkauft, mit dem Zarbossa nach Varia geflogen ist und seitdem als verschollen gilt. Aber das Schiff hat einen Transponder, mit dem man es aufspüren kann. Wenn das mal keine Spur ist, dann weiß ich auch nicht.

Nakagos wirre Gedanken

War schon cool zu sehen, was aus den früheren Stätten unserer Abenteuer inzwischen geworden ist. So was macht durchaus gute Laune und da hat das spielen wieder richtig Spaß an dem Abend gemacht.
9
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von endier am 04. Januar 2021, 08:56:33 »
Auch Dir ein frohes Neues nachträglich.
10
Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 03. Januar 2021, 16:19:17 »
Krill

Der Direktor entpuppt sich als elegant gekleidete Frau mittleren Alters, die sich als Casiopia Ratters vorstellt. Bis auf die Fühler, die ihr aus dem Kopf ragen, sieht sie wie jeder Balosianer aus wie ein Mensch. Sie entschuldigt sich für den Attentatsversuch von Direktor Minka und legt uns Nahe, darüber kein weiteres Wort zu verlieren. Damit habe ich kein Problem. Shaka erstaunlicherweise auch nicht, was mich wundert. Wie auch immer, wir unterzeichnen eine Geheimhaltungserklärung und werden dann an einen Agenten mit dem Namen Morkai verwiesen.

Die adrette Dame geleitet uns wieder zum Turbolift und wir fahren in ein Stockwerk in der mittleren Ebene. Agent Morkai ist vielleicht dreißig Jahre alt und erwartet uns in einem kleinen Konferenzzimmer, dass recht spartanisch eingerichtet ist. Grau ist die vorherrschende Farbe. Hier und da ein Farbtupfer dürfe der Inneneinrichtung gut tun. Wir bekommen einen Chip mit einer Route, die aktuell sein dürfte. Und den Tipp, uns mit der Agentin Vira Oquai kurz zu schließen. Der ehemalige Direktor Minka hätte sie zwar dazu hin getrieben, abtrünnig zu werden, aber sie hat immer gute Arbeit geleistet. Die gute Frau haben wir ja als quirlige, neugierige, wie aber auch als sehr gut informierte Reporterin kennen gelernt, die uns damals ja interviewt hatte. Die hatte ja schon recht gut Bescheid gewusst. Nun gut, es dürfte sicherlich kein Fehler sein, mit ihr zusammen zu arbeiten, besonders da sie ja im Gegensatz zu uns in letzter Zeit in der Sperrzone agiert. Sie zu finden steht auf einem anderen Blatt.

Auf alle Fälle sind wir nun deutlich schlauer als zuvor und lassen uns mit dem luxuriösen 8880er Gleiter zurück zu unserer "Vanguard" fliegen. Wir versammeln uns im Aufenthaltsraum der E-9 und besprechen, wie wir nun am besten vorgehen sollen. Momentan haben wir keine Strategie mehr. Es herrscht noch nicht einmal Konsens über unsere Ziele. Wie sollen wir mit der Nilfax Station verfahren? Wie mit Sybal? Wie mit dem Netzwerk? Letztendlich wissen wir viel zu wenig und darüber herrscht ausnahmsweise Einigkeit.

Nach etwa einer Stunde angeregten Gedankenaustausch kommen wir überein, dass wir zuerst nach Quaria fliegen, da wir nach dorthin nun eine Route haben. Da sehen wir dann weiter, wo wir unsere Informationen herbekommen. Da gibt es ja einige Ansatzpunkte. Vira Oquai, Zargos Zarbossa und der in der Sperrzone verschollene Händler Reelu Baruk. Mal sehen, wenn wir zuerst finden. Aber bevor wir aufbrechen, wollen die meisten erst noch einkaufen gehen. Shaka ist ganz wild darauf, ihr Disruptorgewehr aufzurüsten.

"So eine Waffe steht einer hochdekorierten Offizierin der Neuen Republik nicht. So eine Waffe gegen ihre eigenen Besitzer zu richten ist das eine. Vergiss nicht, wer solche Waffen normalerweise führt, dass ist Abschaum!", mache ich Shaka auf einen gewissen Umstand aufmerksam. Und darauf, wie wir mit solchen Gegnern verfahren, schließlich haben wir immer in jedem Gefecht als erstes den Gegner mit dieser Waffe ausgeschaltet. Anders herum wird das genau so laufen, jeder wird so lange auf die Twi´lek schießen, bis sie neutralisiert ist. Also wird sich die Problematik wohl recht schnell erledigen, so oder so. Da Shaka sich uneinsichtig zeigt, wird sie in nächster Zeit wohl sehr viel Feuer ziehen. Alle die auf sie schießen, schießen nicht auf mich.

Ich selber bin mit meiner Ausrüstung zufrieden. Aber meine Schwester braucht eine neue Rüstung. Kav-Dann Powerarmor haben die sogar hier zum kaufen.

"Dieses mal passe aber besser darauf auf", meine ich zu Eloy, als ich den horrenden Betrag für die Rüstung bezahle.

"Wirst du mir das nun wirklich bis zu meinem Lebensende vorhalten?", fragt sich mich leicht eingeschnappt.

"Nein, nur bis zu dem Zeitpunkt, wo du die immensen Kosten für zwei Rüstungen abgearbeitet hast", meine ich süffisant.

"Menno!", beschwert sich Eli und bläst scheinbar empört ihre Backen auf. Da müssen wir dann beide herzhaft lachen.

Skav kauft sich einen neuen Hammer, Edna kopiert meine Ausrüstung und Shaka lässt mit einem irren Grinsen im Gesicht ihr Gewehr aufrüsten. Ich sage dazu nichts weiter und verlasse mich darauf, dass sie auf die harte Tour lernen wird, dass man viel einstecken können muss, wenn man so eine Waffe führt.

Zurück auf der "Vanguard" tanken wir auf, ersetzen verbrauchten Proviant und starten. Fracht nehmen wir keine auf, da ich nicht riskieren will, dass man uns unter irgend einem fadenscheinigen Vorwand die Ware beschlagnahmt. So lange wir die Verhältnisse nicht kennen, will ich nichts riskieren.

Bis nach Onderon brauen wir fünf Tage. Bei der Mynaros Station passieren wir die Grenze. Dort ist die Lage unverändert schlecht. Die Menschen an Bord der Station leiden immer noch unter den Nanoviren. Dieses Problem sollten wir auch so langsam lösen. Der Anfang der Route entspricht noch der alten, aber dann wird es abenteuerlich. Wir machen unglaublich viele, aber sehr kurze Sprünge. Teilweise unter einer Million Klicks. Wir sind gezwungen, die Geschwindigkeit auf Minimum zu drosseln, damit die Komponenten durch das andauernde an und aus nicht geschädigt werden. Das erinnert mich fatal an die erste Reise mit der "Vanguard" von Anduras I zur Nilvax Station. Damals hatten wir die ganze Zeit Angst, dass der Hyperraumantrieb komplett abbrennt und wir ohne Nahrung in Leerraum treiben, bis wir verhungern. Diese Angst haben wir jetzt weniger, wobei durchaus ein Restrisiko besteht.

Knapp zwei Tage sind wir unterwegs, bis wir den Mond Quaria erreichen. Wir gehen erst einmal auf Schleichfahrt, um die Lage zu peilen. Schnell wird klar, es gibt hier immer noch einen regen Raumverkehr. Die königliche Flotte zeigt hier momentan nur wenig Präsenz. Wir nähern uns nun ganz offen dem Raumhafen. Letztes mal waren ja schon deutliche Veränderungen zu sehen gewesen. Inzwischen ist der einst so chaotische Raumhafen zu einem wie jeder andere geworden. Keine Händler wuseln mehr in ihren transportablen Ständen herum. Alles macht einen geordneten und neuen Eindruck. Wir bekommen ein spezifisches Landefeld mit einem neuen Belag aus  Permabeton zugewiesen und landen dort. Der bürokratische Flimsikram ist schnell erledigt. Willkommen auf Quaria!

Nakagos wirre Gedanken

Endlich sind wir wieder in der Sperrzone. Hat ja verdammt lange gedauert. Jetzt heißt es erst einmal Informationen zu beschaffen und alte "Freunde" zu besuchen. Wir haben zwar nur Brotkrumen, aber die Botschaft war deutlich, dass einige NSC wohl wichtige neue Informationen haben, die ein neues Bild ergeben. In Episode XXVIII haben wir ja schon eine ähnliche Tour gemacht, die allerdings nur in Sackgassen geführt hat. Nun haben wir die Ziele außerhalb des Vergänglichen Labyrinths erreicht, nun kann es wieder hier weiter gehen. Allen Lesern noch ein gutes neues Jahr!
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