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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 14. Juni 2020, 15:06:56 »
Mern

"Freut mich Euch kennen zu lernen, Former Quath. Meine Name ist Lyra, dass ist Scav und das Lyn", stelle ich uns vor. "Was verschlägt Euch in unsere Galaxis?"

"Einst waren wir ein Spähtrupp unseres Volkes. Wir suchten nach einer neuen Heimat für unser Volk. Hier in dieser Galaxis trafen wir auf das Imperium der Sith, die uns nicht wohlgesonnen waren. Sie hinderten uns daran, in Frieden Proben und Informationen zu sammeln. Wir führten viele Kämpfe gegen sie und mein Schiff wurde dabei schwer beschädigt. Hierher zogen wir uns zurück und unser Schiff verpuppte sich, um sich in aller Ruhe zu regenerieren. Leider waren die Beschädigungen viel stärker als gedacht und der Prozess dauert immer noch an. Im Laufe der langen Zeit sind leider alle meine Kameraden den Weg allen sterblichen gegangen", erzählt uns der Yuuzhan Vong frei heraus. Für den Jedimeister Tinakai wäre das sicherlich ein höchst interessantes Gespräch gewesen.

"Warum lebt ihr noch?", frage ich einfach mal.

"Ich bin der Former, ich bin Teil des Schiffes", erklärt er mir und ich bin eigentlich genau so schlau wie zuvor.

"Was ist das für eine seltsame Flüssigkeit?", fragt Lyn ganz frech.

"Das ist Tinakk, eine Absonderung des Schiffes und wird zum ruhigstellen von Proben verwendet", erklärt das Alien frei heraus.

"Aha!", meine ich dazu. Lyn und ich wechseln bezeichnende Blicke.

"Kann es sein, dass Euch etwas von diesem Tinakk abhanden gekommen ist?", fragt nun Scavangerbot.

"Vor einigen Sonnenumläufen kamen Plünderer auf mein Schiff, während ich noch schlief. Sie stahlen wichtige Proben, Dunals und Tinakk, bevor ich sie vertreiben konnte."

"Aber das waren nicht die Twi´leks?", hakt Lyn nach.

"Nein, die kamen erst kurz darauf. Sie halfen mir, die restlichen Proben sicher zu verwahren." Sieht ganz so aus, als wäre das die Ursache für das Mutieren der Twi´leks.

"Und dieses Tinakk ist ein essentieller Teil dieses Prozesses, richtig?", hakt Scavangerbot begierig nach.

"Ja, dass ist so korrekt", meint der Former. "Aber ihr fragt euch doch sicher, warum ich euch hergebeten haben, nicht wahr?"

"Irgendwie schon, ja", meine ich dazu und versuche aus dem gesagten schlau zu werden. So wie ich das verstehe, haben wohl Mitglieder vom ursprünglichen Crimson Dawn dieses Tinakk und die Dunals von diesem Schiff gestohlen. Nun verwendet das neue Crimson Dawn diese seltsame Technologie dazu, um aus dem Tinakk dieses Glimstim herzustellen.

"In letzter Zeit sind viele Wesen auf der Oberfläche meines Schiffes und die haben darauf nichts zu suchen. Da meine Besatzung tot ist, brauche ich nun jemand, der sich dieses Problems annimmt und es endgültig löst."

"Und da kamt ihr ganz rein zufällig auf uns?", frage ich danach.

"Der Prophet ist voll des Lobes über Euch." Na, wenn das mal keine Empfehlung für einen Massenmord ist.

"Ähm, tja, wie soll ich es sagen? Wir fühlen uns geehrt von Eurem Angebot, aber wir sind nicht wirklich in der Lage, es mit einer ganzen Armee aufzunehmen", lehne ich das Angebot erst einmal dankend ab.

"Natürlich könnt Ihr so nicht gewinnen, aber ich kann Euch so modifizieren, dass ihr es könnt!", verkündet nun der Former  Yim Kee Quath frohgemut.

"Trotzdem, nein, danke!", versuche ich die Verhandlungen zu beenden.

"Ich glaube, Ihr missversteht Eure Position!" Der Former erhebt die Hände und Tentakel bilden sich aus dem Boden heraus und greifen nach uns. Sieht ganz danach aus, als wäre die Zeit des ruhigen unverbindlichen Gesprächs damit abgelaufen.

Zeitgleich zücken wir unsere Waffen. Mit meinen vibrierenden Cherkahänder zerteile ich den ersten auf mich zu zuckenden Tentakel in zwei Teile. Mit seiner Vibroaxt macht es Scavangerbot mir gleich. Derweil zückt Lyn ihre beiden Blasterpistolen und richtet sie auf den Yuuzhan Vong.

"Hört auf mit diesem Wahnsinn oder bezahlt mit Eurem Leben!", gibt Lyn einer friedlichen Lösung die letzte Chance.

"Legt Eure Waffen nieder, denn ich brauche Euch als meine Werkzeuge!" Der Former zieht auch etwas, was eine Waffe sein könnte. Die orangene Twi´lek erkennt die Zeichen der Zeit und handelt entsprechend. Beide Blasterpistolen zischen laut auf und stanzen Löcher in die seltsame Panzerung des Formers.

"Ich habe versagt!" Mit diesen Worten sackt dieses uralte Wesen in sich zusammen und eine Welle geht durch den Boden. Weitere Tentakel schlagen nun wild auf uns ein. Der Prophet schreit seinen Schmerz heraus und ist wohl vom Tod des Formers, den er wohl die Inkarnation seines Gottes hält, äußerst geschockt. Dabei war er nie mehr als ein Gefäß für eine Probe. Eine nette Rasse scheinen mir diese Yuuzhan Vong nicht zu sein und ich hoffe nur, deren Zivilisation sucht sich eine andere Galaxis für ihr Erscheinen als diese.

Nichts wie weg hier! Der Boden bebt und rennen zur Wand, die mit Tentakeln verschlossen ist. Mit wuchtigen Hieben hauen wir die Tentakel zur Seite und brechen durch. Die Bodenplatten splittern, alles bewegt sich. Lebendig von einem lebenden Raumschiff verschlungen zu werden ist nicht die Art Tod, die man sich so vorstellt und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auf die Erfahrung verdammt gut verzichten kann. Mit aller Kraft rennen wir durch diese lebendig gewordene Hölle und sind bald zu unserer Überraschung wieder auf festem Boden. Alles bebt, aber wir rennen weiter und kommen schließlich wieder in den Wohnbereich der Sektierer. Ohne uns von den panisch schreienden Twi´leks aufhalten zu lassen, rennen wir hinaus ins Freie.

Aber auch hier bebt alles und der Boden ist von tiefen Spalten durchzogen. Was immer wir da unten auch gemacht haben, es hat massive Auswirkungen auf den ganzen Mond. Nur noch ein kurzer Sprint und wir sind in der "Vanguard". Sofort rennen wir ins Cockpit unseres E-9 und starten, da Edna schon mal in weiser Voraussicht die Systeme hochgefahren hat. Sofort heben wir ab und gewinnen schnell an Höhe.

Nakagos wirre Gedanken

Das ging gerade noch einmal gut. Es war damals schon nach ein Uhr in der Nacht und wir waren schon entsprechend erschöpft.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 11. Juni 2020, 15:06:43 »
Leth

Nach kurzer Beratung sagen wir zu, da wir ja hier sind, um neue Erkenntnisse zu erlangen. Vielleicht hilft ja der Besuch bei einem "Gott" uns klar zu werden, was das Beste ist. Wobei die Codes Wattoo vorzuenthalten durchaus heftige Nebenwirkungen haben kann. Aber eventuell eine schlafende Gefahr zu wecken ist auch nicht gerade eine verlockende Aussicht.

"Es wäre sicherlich hilfreich, den Überreste der gigantischen Kreatur näher zu untersuchen, die uns bei den Geysiren angegriffen hat", schlägt Scavangerbot vor. Da dies ein vernünftiger Vorschlag ist, wird er einstimmig angenommen. Also fliegen wir zuerst an den Kampfplatz und stellen fest, der Leichnam ist verschwunden. Wir landen trotzdem mit der "Vanguard" und Scavangerbot und ich gehen raus, um sich umzusehen. Der Rest bleibt auf dem Schiff und gibt uns Deckung. Es sind deutlich Spuren im Schlamm zu sehen, welche die Kreatur hinterlassen hat. Aber es es nicht erkennbar, wohin sie verschwunden ist. Sie hat sich wohl buchstäblich in Luft aufgelöst. Trotzdem nimmt Scavangerbot unverdrossen ein paar Bodenproben vom den Ort, wo das Monster "gestorben" ist. Zwar bezweifle ich, dass dies zu irgendwelchen neuen Erkenntnissen führt, aber Schaden kann es auch nicht.

Zurück auf unserer E-9 bringen wir die Proben in unser kleines Analyselabor neben der Krankenstation. Allerdings sind diese Apparate nicht dafür gebaut, verschwundene Kreaturen nachzuweisen, die vielleicht nur eine Manifestation der Macht waren.

Nun fliegen wir zurück zu den Höhlenwohnungen, um uns dort mit dem Propheten Kiquat zu treffen. Bevor wir landen, sehen wir visuell, dass dort ein Massaker statt gefunden hat. Aber nicht bei den Twi´lek, sondern bei Moorbaas Söldner. Einen Hinterhalt können wir auch nach mehreren Überflügen nicht entdecken. Nur jede Menge Leichen. Vorsichtig und auf der Hut landen wir schließlich. Nur Scav, Lyn und ich verlassen die "Vanguard". Der Rest sichert vom Schiff aus. Die meisten Leichen weisen die typischen Verletzungen von Blastertreffern auf, auch gibt es Tote von Fragmentgranaten oder besser gesagt, deren fragmentierte Splitter.

Nach einer wirklich koordinierten Verteidigung sieht das mir nicht aus. Hier und da ein Widerstandsnest, der Rest liegt im Freien und viele haben die Wunden im Rücken, sind also panisch vom Feind weg geflohen. Auch die Überreste eines zerstörten AT-GT finden wir. Darin die Leiche von Moorbaa.

"Ein Problem weniger!", kommentiere ich sein Ableben. Dieser Hutte war ein ständiges Ärgernis und ich weine ihm definitiv keine Träne nach.

Nach den Spuren zu urteilen, war das eine Rakete, was den Läufer erwischt und seinen Piloten erledigt hat. Wirklich Trauer kann ich für den nun toten Hutten nicht empfinden. Er hat all das von seiner Rasse repräsentiert, was ich an den Hutten verabscheue. Maßlose Gier, grundlose Ungeduld, gnadenlose Unbarmherzigkeit, grenzenlose Gewaltbereitschaft und absolute Undankbarkeit. Also fühle ich eher Erleichterung, dass ein weiterer potentieller Feind tot ist. Ein Problem weniger, um das wir uns kümmern müssen. Auch wenn das hart klingen mag.

Jetzt ist natürlich die Frage, wer diesen Angriff ausgeführt hat. Scavangerbot gelingt es, den Bordcomputer des AT-GT wieder zum laufen zu bringen. Die meisten Aufzeichnungen sind zerstört, bis auf eine und die zeigt den Angriff der Twi´lek von Innen heraus. Allerdings liegen die Leichen so, als wäre der Angriff von außen gekommen. Da die Bilder der realen Situation vor Ort widersprechen, halte ich das für eine gut gemachte Fälschung. Unter den "Toten" gibt es auch einige zerstörte Droiden. Nach etwas hin und her bringe ich Scav dazu, einen der Speicher auszulesen. Hier ist ganz klar zu sehen, der Angriff erfolgte von Außerhalb und setzte an mehreren Punkten an. Von der Zeit her war das am Anfang des Sturmes und noch bevor Urdaa auf Blagaa losging. Sieht so aus, als hätte sie zuerst den einen Bruder beseitigt, bevor sie zum nächsten überging. Ohne unsere Hilfe wäre Blagaa wohl untergegangen. Aber ich denke, auch dieser Hutte wird recht schnell unsere guten Taten für ihn vergessen. Das ist nun mal der Weg der Hutten, die sich wohl für das Zentrum des Universums halten.

Wir übermitteln die Daten nun an Blagaa, mal sehen, was er daraus macht. Oder Wattoo. Nun fokussieren wir uns auf das, wozu wir hier sind. Die Twi´leks empfangen uns ganz entspannt, als würde jeden Tag eine Gruppe Söldner vor ihrer Haustür abgeschlachtet werden. Der Prophet, ein rothäutiger Twi´lek mit mehr Tentakeln auf dem Kopf als anatomisch möglich sind, begrüßt uns überschwänglich. Irgendwas erhofft er sich von uns, mir ist nur nicht ganz klar was. Die Höhle an sich ist bunt, als hätte sich ein Einhorn übergeben. Bunt ist eigentlich schon eine Untertreibung, da die Farbpalette schon so grell ist, dass es weh tut. Die Bilder zeigen wohl irgendwelche Aspekte ihrer Religion, könnten aber genau so gut einfach das Gekritzel eines Irren sein. Den Großteil vermag sich nicht mal ansatzweise zu deuten.

Der Prophet führt uns in die Gebetskammer. Das ist ein tieferliegendes Gewölbe und die Bilder an den Wänden sich noch greller und ich kann da rein gar nichts mehr erkennen. Auf alle Fälle gibt es auf dem Boden der Höhle eine Diamantförmige Struktur, die sich nach wenigen Augenblicken umformt und einen Weg in die Tiefe frei gibt. Der "Gott" scheint wohl in der Tiefe zu wohnen. Von den Aufzeichnungen von Meister Tinakai wissen wir ja, dass sich unter der Oberfläche des Mondes irgendwelche außergalaktische Lebensformen verbergen könnten. Scheint so, als hätte der alte Jediritter recht behalten.

Die Höhle wechselt recht schnell ihre Beschaffenheit. Statt durch Stein scheinen wir in einen riesigen Organismus hinein zu laufen. Boden, Wände und Decke sind eindeutig eine Art von Fleisch, dass pulsiert. Fühlt sich so ein Virus, wenn er in den menschlichen Körper eindringt? Ich muss an Lyns Aussage denken, dass dieser Mond "lebt". Sieht so aus, als hätten ihre Sinne nicht getrogen.

Wir kommen nun in eine "Höhle", eher ein Raum mit Wänden aus pulsierendem Fleisch. Ich bin froh, dass die Kav-Dann Powerarmor komplett versiegelt ist und ich diese Atmosphäre nicht einatmen muss. Der Boden besteht hier aus gesprungenen Bodenplatten. Links und Rechts befinden sich Röhren, wie wir sie schon zur Genüge aus den Klonlaboren kennen. Nur sind die hier anders und darin liegen die Körper oder besser gesagt die Leichen, da einige schon bis auf das Skelett verfault sind, von Humanoiden. Schätze mal, dass es sich dabei um Yuuzhan Vong handelt. Und wahrscheinlich sind das keine Klone, sondern das waren Schlafkapseln, die irgendwann versagt haben.

Wir folgen dem Pfad aus Bodenplatten und kommen in einen weiteren Raum. Hier befinden sich Konsolen artige Geräuschschaften. Es könnte sich um eine Art Brücke handeln. Auf dem Boden sammelt sich in Pfützen die gleiche weiße zähe Masse, wie wir sie auch schon im Lagerhaus auf Corellia gesehen haben.

"Könnte sich um den Rohstoff für die diese Glimstim Droge handeln", meint Skav und damit wäre klar, warum Crimson Dawn so gegen die Minenoperation von Wattoo ist.

Von einem der Sessel aus Fleisch erhebt sich eine humanoide Kreatur und kommt dann auf uns zu. Der Humanoide ist grob menschenähnlich und überragt mich um über einen Kopf, der bei ihm eher an einen Totenschädel erinnert. Gekleidet ist er in eine schwarze glänzende Panzerung. Das könnte eine Art sehr zähes Leder sein oder auch Chitin wie bei einem Insekt. Bin mir da nicht sicher.

"Mein Name ist Yim Kee Quath, Former dieses Schiffes und der letzte Überlebende dieser Expedition!", verkündet das Alien auf Basic mit einem sehr starken Dialekt.

Nakagos wirre Gedanken

Sieht ganz danach aus, dass wir hier einen leibhaftigen Yuuzhan Vong vor uns haben. Der kann nichts gutes im Schilde führen.
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Allgemeines (D&D/d20) / Pathfinder 2 Crowdfunding - Abenteuerpfad Zeit der Asche
« Letzter Beitrag von Wandervogel am 09. Juni 2020, 18:49:41 »
Crowdfunding geht noch bis morgen Abend um acht - eine ganze Reihe von Zwischenzielen sind gefallen, doch im Grunde haben wir jetzt erst den Honigtopf erreicht!
Ich bin gespannt, wo es endet!
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 09. Juni 2020, 14:21:18 »
Krill

Ruhig warte ich, bis mein Gegner in der Mitte des Fadenkreuzes zentriert ist und ziehe ab. Beide Läufe speien ihr gebündeltes Licht auf das Monster und dringen tief in den Leib ein. Lyn ist gerade dabei einen Alarmstart vorzubereiten, aber der ist nicht nötig. Die Kreatur bricht in sich zusammen und rührt sich nicht mehr. Der Boden bebt dabei so stark, dass ich dass bis hoch in den Geschützstand spüren kann. Das Vieh war jetzt ziemlich zäh. Es ist ein richtiger Berg aus Fleisch und Tentakeln, was da vor uns aufragt. Mit Handfeuerwaffen wären wir wahrscheinlich nicht durch dessen dicke Haut und Panzerplatten aus Knochen gekommen. Ich würde den Kadaver gerne näher untersuchen und vielleicht die eine oder andere Probe nehmen.

"Ich kann spüren, wie im Moment viele Wesen im Bereich des Krustenknackers sterben", meldet sich Lyn.

"Wahrscheinlich wird der Krustenknacker von Crimson Dawn angegriffen", mutmaßt Scavangerbot, der die Verbrecherorganisation zu Recht als unseren primären Gegner ansieht.

"Vielleicht ist auch eine Teufelei der Yuuzhan Vong dafür verantwortlich. Ich würde vorschlagen, wir fliegen einfach mal hin und sehen nach, was da im Detail vor sich gehen mag", meine ich dazu nur.

"Hört sich nach einem guten Plan an", meint Lyn und leitet die Startsequenz ein.

"Ich schließe mich dem an, da eine visuelle Überprüfung der Ereignisse uns weitere wichtige Informationen offenbaren werden", gibt auch Scavangerbot sein OK dazu. Die "Vanguard" hebt ab und ich bleibe im Geschützstand. Wir messen eindeutig kurzzeitig aufblitzende Energieemissionen, die auf auf heißes Feuergefecht deuten.

"Hier spricht Blagaa! Meine Einheit wird am Krustenknacker angegriffen! Brauche sofort militärische Unterstützung!", meldet sich der Erstgeborene von Wattoo über Com. Da Blagaa der einzig vernünftige von Wattoos Brut ist, machen wir uns sofort kampfbereit. Der Technik affine Hutte hat seine Söldner um den Krustenknacker und auch auf dem Krustenknacker stationiert. In weißer Voraussicht hat seine Leute sich eingraben lassen und einige erhöhte Postionen befestigt. Bei dem Gegner handelt es sich um keine Yuuzhan Vong oder deren Machtgeister, sondern um Söldner.  Sieht so aus, als hätte Scavangerbot mit seiner Vermutung nicht ganz unrecht gehabt. Allerdings frage ich mich, woher die auf einmal in so großer Anzahl kommen. Ist ja nicht so, dass hier keine Flotte des Hutten herumlungern würde.

Die gegnerischen Söldner haben drei Angriffskeile gebildet, die praktisch auf Null, Achtzig und Hunderstsechzig Grad angreifen. Der auf Achtzig ist wohl der Hauptvorstoß, die anderen Keile flankieren nur und unterstützten den Hauptvorstoß. Mir ist nicht ganz klar, warum man nicht zwei gleich große Angriffspitzen bildet, die von gegenüberliegenden Seiten angreifen.

Die Hauptangriffsspitze wird von einem schwer gepanzerten Gleiter aus angeführt, auf dessen Ladefläche eine Blasterkanone montiert ist. So ein Fahrzeug haben wir auch schon mal so modifiziert. Scavangerbot nimmt dieses Fahrzeug mit der unten montierten Ionenkanone unter Feuer. Er trifft gut und bringt das Gefährt zum Absturz. Der Gleiter pflügt durch den Untergrund und bleibt schräg stehen. Hinten geht eine große Luke auf und ein Hutte purzelt heraus. Auf dem zweiten Blick erkenne ich Urdaa, die Tochter von Wattoo.

"Sieht ganz danach aus, als würde Urdaa für Crimson Dawn arbeiten. Sie hat ja schon gewisse Andeutungen auf Nar Shaddaa gemacht", erklärt Scavangerbot und hat wohl den richtigen Riecher gehabt. Von diesen Andeutungen haben ich leider nichts mitbekommen und Scavangerbot hat es offensichtlich unterlassen, mich von diesen nicht ganz unwessentlichen Detail zu unterrichten. Darüber werden wir wohl noch ein Gespräch zur rechten Zeit führen müssen.

Mehrere Raketenwerferteams nehmen die "Vanguard" nun als Ziel. Die habe ich im Blick und richte mein Lasergeschütz auf den Feind aus. Es ist zwar nicht fair, mit einer Schiffswaffe auf einzelne Personen zu schießen, aber es ist auch nicht Nett, Raumschiffe mit Raketen zu beschießen. Mit zwei Schüssen eliminiere ich zwei feindliche Teams mit Raketenwerfern. Eines kann seine Rakete noch auf uns abschießen, aber die zischt harmlos an uns vorbei. Die Angreifer haben nun nichts mehr, um uns bekämpfen zu können und damit ist der Angriff gebrochen. Recht schnell versuchen die Söldner wieder zu ihren Ausgangsstellungen zu kommen. Ich mache ihnen Beine, in dem ich in Pulks hinein schieße und dabei versuche, niemanden ernsthaft zu treffen. Das reicht, um jegliche Struktur zum erlöschen zu bringen und die Söldner zerstreuen sich.

Auch Urdaa will das Weite suchen. Zu "Fuß" sind Hutten nun mal nicht gerade als Sprinter bekannt. Es wäre ein leichtes, Urdaa zu verdampfen. Auch wenn sie eine Verräterin ist, so dürfte Wattoo doch etwas an ihr liegen. Wäre vielleicht nicht der beste aller Dejarikzüge, sie in aller Öffentlichkeit vor Zeugen in Stücke zu schießen.

Wir überholen ihren Trupp, der offensichtlich auf dem Weg zu einem gelandeten Raumschiff ist und blockieren ihnen mit der "Vanguard" den Weg. Ich steige aus und mache den Leuten klar, entweder kommt Urdaa alleine mit mir oder alle sterben. Ihre Nikto Söldner entscheiden sich ohne Nachzuverhandeln sofort für die erstere Option und überlassen ihre launenhafte Brötchengeberin ihrem verdienten Schicksal. Offensichtlich ist sie bei ihren Leuten nicht wirklich beliebt, sonst würden die wenigsten so tun, als ob sie verhandeln würden.

"Das werdet ihr alle noch bereuen! Es ist ein Fehler, sich Crimson Dawn in den Weg zu stellen! Dieser Unsinn hier frisst nur wichtige Ressourcen und wird mir keinen Profit bringen", geifert sie und mach aus ihrem Verrat keinen Hehl. Mit dem letzten Satz von ihr gehe ich allerdings konform. Das hier kostet nur Zeit und Credits. Was sich auch immer im Innern dieser Welt befinden mag, es ist nicht das, was sich alle erhoffen. Und irgendwie weiß ich jetzt schon, dass dies alles unsere Schuld sein wird.

Wieder mal wird mir klar, dass wir unbedingt eine Arrestzelle für unser Schiff brauchen, als wir Urdaa in eine der freien Passagierkabinen sperren. Sie zetert immer noch und verspricht uns alle einen äußerst qualvollen Tod.

"Auf Nar Shaddaa hat Urdaa schon davon gesprochen, dass sie auf Kessel mit Crimson Dawn ihre Zukunft sieht", erklärt Scavangerbot 523, als wir sie endlich in die Kabine bekommen haben.

"Wann hast du mit ihr darüber geredet?", frage ich etwas perplex.

"Auf der Fahrt nach unten", meint Scav. Damals habe ich mich mit der Chefin ihrer Leibwache unterhalten und habe nichts von diesem Gespräch mitbekommen. Nun gut. Der Angriff ist abgewiesen und nachdem sich der "Sturm" verzogen hat, übergeben wir Urdaa ihrem ältesten Bruder. Letztendlich wird ihr Vater über ihr Schicksal entscheiden. Und wir wissen immer noch nicht, sollen wir nun die Codes rausrücken oder nicht?

In dem Moment werden wir von dem obersten Propheten Kiquat der mutierten Twi´lek angefunkt: "Mein Gott hat sich mir offenbart und er möchte, dass ich Euch ihm vorstelle. Wenn Ihr bitte so freundlich sein könntet, zu unserem Tempel in der Höhle zu kommen?"

So eine Einladung bekommt man wahrlich nicht alle Tage.

Nakagos wirre Gedanken

So langsam kommen wir zum Kern der Sache und zum großen Finale für die Krustenknackerproblematik, mit der wir uns schon seit einer gefühlten Ewigkeit herumschlagen müssen. Immerhin sind wir nun schon auf Seite 800 angelangt.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 07. Juni 2020, 14:56:51 »
Jenth

Nach kurzer Beratung beschließen wir, dass Raumschiff in der Gravitationssenke aufzusuchen, um dort eventuell neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir landen am Rand der Senke und machen uns mit den praktischen Jumpspeedern auf. Vorher laden wir sie voll auf, da die kompakten Repulsorliftantriebe Schwerstarbeit leisten müssen. Nach etwa zwei Stunden ohne weitere Zwischenfälle kommen wir an dem Wrack an. Es handelt sich definitiv um einen Großraumfrachter, aber das Modell ist schon älter und ganz klar mehrmals modifiziert worden. Keine Ahnung, was das mal ursprünglich war.

Mein Scanner zeigt weder Lebensformen noch Energie in unserer Nähe an, aber man kann ja nie wissen, besonders da dicke Wände alles abschirmen. Mit feuerbereiten Waffen rücken wir vorsichtig ins Innere des Raumschiffes durch eine offen stehende Frachtschleuse. Schnell wird klar, alles was nicht niet und nagelfest ist, wurde wohl schon langer Zeit geplündert. An den Wänden sind hier und da grellbunte Bilder zu sehen. Es handeln sich um religiöse Motive und im Kern scheint es um einen Erlöser zu gehen. Jedenfalls ist das meine Interpretation. Lyn kommt zum gleichen Schluss, während Scavangerbot mit diesen bunten "Graffiti" überhaupt nichts anfangen kann.

Schließlich erreichen wir das Kommandodeck und finden einen Computeranschluss. Mit etwas tricksen bekommen wir genug Saft in das Bordsystem, um den Hauptcomputer soweit hochzufahren, um das Logbuch auszulesen. Das Schiff wurde von einem Clan Twi´leks mehrere Jahre nach dem Aufstieg Palpatines zum Imperator gekauft. Der Clan folgte einem Guru, der seinen Jüngern ein leben im Paradies versprach. Der hatte jedenfalls Visionen von einem lebenden, aber schlafendem Gott und die sind hier absichtlich gelandet. Schließlich fand der Clan eine neue Heimat in den Höhlen auf der anderen Seite des Mondes. Und dort leben sie immer noch. Wäre sicherlich interessant zu wissen, wieweit die darüber informiert sind, dass sie auf einem riesigen Schiff sich angesiedelt haben.

Da es hier rein gar nichts zu holen gibt, beschließen wir, einfach mal bei den Twi´leks vorbei zu schauen, ob die wissen, dass sie eventuell auf einer Basis der Yuuzhan Vong gesiedelt haben. Auch müssen wir schauen, die irgendwie von diesem Mond zu bekommen, wenn wir gezwungen sind, den Krustenknacker nun doch einzusetzen. Nicht um an wertvolle Rohstoffe zu gelangen, sondern eine Bedrohung für die Galaxis zu eliminieren.

Also heißt es wieder zu unseren Jumpspeedern zurück zu stampfen und loszufliegen. Auch der Rückflug klappt ohne Zwischenfälle, was in dieser Umgebung wirklich nicht verkehrt ist. Auf den letzten Drücker kommen wir zurück auf die "Vanguard". Viel weiter hätten wir mit diesen Fahrzeugen nicht fliegen können. Wir laden unsere Rüstungen wieder auf, RD 79 macht das bei den Gleitern.

Als nächstes fliegen wir nun zu den Höhlenbewohnern. Die sind mehr oder weniger von den Truppen Moorbaas eingekesselt, wir können aber ungehindert landen. In unseren massiven Militärrüstungen gehüllt rücken wir auf den Höhleneingang zu, haben unsere Waffen aber geschultert, um unsere friedlichen Absichten zu unterstreichen. Jedenfalls hat momentan keiner vor, hier und jetzt Gewalt anzuwenden. Mir gefällt nicht, einfach so in ein Höhlensystem einzudringen, ohne die Möglichkeit eines Rückzuges offen zu lassen. Die Situation auf Corellia hat mich doch nachdenklich gemacht. Also bleibe ich zurück, um den Höhleneingang zu sichern, während Lyn und Scavangerbot die Twi´leks besuchen. (Hier bin ich kurz am Tisch eingenickt und habe recht wenig vom Gespräch mitbekommen. War aber eh Bedeutungslos.)

Nach einer Viertelstunde kommen die orangene Twi´lek und der Droide wieder zurück. Der Anführer heißt Kiquat und die Twi´leks hier sind alle mehr oder weniger mutiert. Dabei handelt es sich um eine sehr kleine Kolonie mit weniger als sechzig Mitglieder, die alle mehr oder weniger mutiert sind. Auf alle Fälle werden allen Fremden auf dieser Welt der Zorn Gottes angedroht und zwar während der Zeit des Sturms. Das ist die Phase, wo der Mond in die Atmosphäre des Gasriesen eindringt. Lyn ist der Meinung, dass die Gefahr sich bei den Geysiren materialisieren wird. Nun gut, dann hoffe ich mal, dass unsere Pilotin mit ihren Jedisinnen Recht behält. Bis zu dieser Sturmzeit sind es nicht mehr lang.

Wir ziehen uns zurück auf die "Vanguard" und beratschlagen im schnuckligen Aufenthaltsraum unser nächstes Vorgehen. Wirklich viel haben wir immer noch nicht in Erfahrung gebracht. Sprengen oder nicht sprengen, dass ist hier die Frage. Der Jedimeister Tinakai, immerhin Experte auf dem Gebiet der Yuuzhan Vong, hat die Sprengung unterbunden. Es ist die Frage, wollte er ein Forschungsobjekt erhalten, um es nach dem Klonkrieg in aller Ruhe in Augenschein nehmen zu können oder war er überzeugt davon, eine nicht zu beherrschende Gefahr loszutreten? Der Rat ging wohl vom letzteren aus, sonst hätten sie nicht die Koordinaten des Mondes aus dem Archiv getilgt. Wirklich wissen tun wir nicht viel. So vertagen wir die endgültige Entscheidung nach dem Sturm des Zorns.

Es erscheint uns ratsam, mit der "Vanguard" direkt in das Zielgebiet zu fliegen und dort Stellung zu beziehen. Sportlicher wäre es, was da auch immer lauert, zu Fuß zu begegnen, aber Scavangerbot hat zu seiner alten Vorsicht zurückgefunden und setzt sich mit seiner Linie durch, erst in Sicherheit abzuwarten, was da sich zusammenbraut und dann darauf Zeitnah zu reagieren. Ich lege schon mal einige alternative Waffen wie den Raketenwerfer wie auch den Flammenwerfer bereit. Man weiß ja nie, was da einen alles anspringen kann.

Schließlich tritt der Mond in die Atmosphäre seines Planeten ein und Nebel bildet sich. Ich befinde mich als beste Schützin des Teams oben in der Kanzel zum Lasergeschütz und richte es schon mal in Richtung des Geysirs aus. Ich habe die Zielbrille aufgesetzt und starre quasi ins Nichts.

"Da tut sich was!", meint Lyn schließlich.

"Geht es bitte etwas präziser?", hake ich nach, da ich momentan keine signifikante Veränderung feststellen kann.

"Etwa ein Klick Nordöstlich manifestiert sich eine Wesenheit und die ist ziemlich übel gelaunt", erklärt mir die Jedi nun deutlich präziser.

"Danke, damit kann ich jetzt was anfangen", erwidere ich und schwenke das Geschütz in die angegebene Richtung und entsichere es. Auch kommen nun Sensordaten auf mein Display. Das Ding was da aus dem "Teich" kommt, ist riesig. Schätze mal, dass es vom Volumen her die Vanguard toppt, von der Höhe auf alle Fälle. Es bewegt sich auf sehr langen Tentakeln fort und besteht praktisch nur aus diesen mit einem langen Körper in der Mitte. Ein wortwörtlicher Kopffüßler. Wobei vorne von einem riesigen Schnabel dominiert wird, über dem vier Augen zu sitzen scheinen.

Dieses Wesen kommt recht zielstrebig auf uns zu. Da ich nicht denke, dass es mit uns kommunizieren möchte, eröffne ich das Feuer aus beiden Rohren. Unter diesen Umständen treffe sogar ich ziemlich gut den Angreifer, er nun mal verdammt groß und in gerader Linie auf uns zukommt. Allerdings wird schnell klar, ein Doppeltreffer hält den nicht wirklich auf. Nun gut, Energie für unsere Lasergeschütze haben wir mehr als genug. Der nächste Treffer reißt die Panzerplatten am Kopf ziemlich stark auf. Sofort gibt es Nachschlag und ein weiterer harter Kopftreffer bringt es zum taumeln. Inzwischen ist es auf unter fünfzig Schritt an die "Vanguard" heran gekommen. Noch hält es sich auf den Beinen und allein sein Gewicht kann massive Schäden an unserem Schiff verursachen. Der nächste Treffer muss es töten oder wir können viele Credits in die nächste Reparatur investieren.

Nakagos wirre Gedanken

Anfangs habe ich es durchaus in Erwägung gezogen, den Feind draußen mit einem Raketenwerfer zu stellen. Aber letztendlich habe ich mich zu Lyras Glück für die sichere Lösung überzeugen lassen.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 04. Juni 2020, 22:23:43 »
Isk

Insgesamt brauchen wir etwas über zwei Tage reine Flugzeit. Zeit genug um unsere Wunden von unseren Kämpfen auf Corellia von Besh 42 behandeln zu lassen und wieder Fit zu werden. Ich habe viel Zeit um Nachzudenken und auch mir Sorgen um meine kleine Schwester zu machen. Irgendwie kommt mir das ganze wie ein böser Albtraum vor. Jahrzehnte hat es gedauert, sie aufzuspüren und kaum gefunden, ist sie wieder weg. Hab ich die Fähigkeiten meiner Schwester überschätzt? War ich nicht vorsichtig genug? Letztendlich ist Eloy eine erwachsene Frau, die eine der härtesten Ausbildungen überlebt hat, die man sich nur vorstellen kann. Trotzdem war sie dieser Moridia Vex und ihrer Spießgesellen nicht gewachsen. Sie zu finden dürfte letztendlich der leichtere Part werden, denn sie zu befreien, wenn diese Moridia in der Nähe ist, wird nicht leicht werden. Besonders da mein Selbstvertrauen etwas angeknackst ist. Ein Gegner hat mich in Unterzahl besiegt. Das ist hart! Aber ich muss nach vorne blicken, Lehren aus dem Geschehenen ziehen und es abhaken.

Das Sharipta System besteht aus einer Sonne und im wesentlichen aus drei Gasriesen. Einer dieser Riesen hat als Mond nun das Objekt der Begierde. Er befindet sich in der optimalen habitablen Zone. Drum herum sind Dutzende Schiffe im stabilen Orbit. Das größte Schiff ist wohl die Vantika, der Rest sind wohl eher Kampfschiffe. Auch das von Wattoo befindet sich hier. Ein Klotz von einem Schiff, was sehr alt aussieht und von einer mir gänzlich unbekannten Baureihe. Natürlich werden wir sofort herbeizitiert. Eine Einladung, die wir nicht gerne annehmen, aber leider nachkommen müssen.

Das Huttenschiff ist nicht gerade klein, aber deutlich kleiner als die "Vantika". Trotzdem können wir mit unserer "Vanguard" gut darin landen. Die Gänge sind eindeutig auf die Größe eines Hutten ausgelegt, soll heißen, da geht bequem eine Sänfte durch. Der Hutte von Welt kriecht ja nicht vor sich herschleimend durch die Gegend, sondern fliegt bequem mit seiner ganz privaten Sänfte. Die Gänge sind bar jeder Verschalung. Kabelstränge winden sich durch die Korridore, was dem ganzen ein äußerst bizarrer Anblick beschert. Recht schnell kommen wir in den geräumigen, aber nicht wirklich prächtigen Thronsaal, wo wir wie Champions mit Applaus von einer großen Anzahl hier anwesender Speichelleckern empfangen werden. Neben den uns schon bekannten Söldnern auch viele Zivilisten wie Prospektoren oder Vertreter des Bankenklans. Nun gut, offensichtlich wird unser Kommen bejubelt, auch von Wattoo und von irgendwelchen Repressalien ist nicht mehr die Rede. Wattoo vergisst schnell, im guten wie im schlechten, wie es scheint. Nun gut, soll uns recht sein.

Moorbaa oder eines seiner anderen Kinder ist nicht anwesend, die sind schon auf der Oberfläche und bereiten alles vor. Das ist gut, denn wir wollen ja noch ein paar Sachen nachprüfen. Überraschenderweise bekommen wir es geschafft, die dafür notwendige Zeit heraus zu schinden. Allerdings erfahren wir, dass Crimson Dawn erst kürzlich einen Angriff auf diese Flotte gestartet hat, aber zurück geschlagen wurde. Hauptsächlich waren wohl die Schiffe von Trifex beteiligt und nicht die von Pharos, der ja unser primäres Problem ist. Eine signifikante Schwächung seiner Flotte wäre für uns äußerst begrüßenswert.

"Das ging ja jetzt einfacher als gedacht", meine ich zu meinen Kameraden, als wir von Wattoo Flaggschiff weg fliegen.

"Hoffentlich hat Wattoo auch noch gute Laune, wenn er erfährt, dass er den Krustenknacker nicht einsetzen kann, weil der sonst irgend eine uralte Alienwaffe freisetzt", unkt Lyn und spricht durchaus auch meine Bedenken aus.

"Nach meinen Berechnungen wird Wattoo nicht erfreut darüber sein und uns die Schuld dafür geben", analysiert Scavangerbot.

"Da sind wir ja alle einer Meinung", meine ich dazu nur.

Der Mond mit dem Krustenknacker hat nur ein Durchmesser von knapp dreihundert Kilometer. Von außen sieht das Ding aus wie ein ganz normaler, wenn auch recht kleiner Mond. Unsere Sensoren melden ein Gravitation von fast eins, also dem Wert von Coruscant. Die Oberfläche ist kahl, mit Kratern übersät. Es verfügt trotz seiner geringen Größe über eine atembare Atmosphäre. Ein Tiefenscan ist nicht möglich, was auch nicht überrascht, da offensichtlich schon andere daran gescheitert sind.

"Wahrscheinlich dachten die Gamorraner, weil sie die tieferen Regionen nicht scannen können, dass wegen der Abschirmung sich was wertvolles im Innern befindet", fasse ich meine Gedanken über die bisherigen Erkenntnisse zusammen.

"Ich kann eine Präsenz im Innern spüren. Es ist beinahe, als wäre dieser Mond ein eigenständiges Wesen", gibt die orangene Twi´lek ihre Gedanken kund.

"Du meinst, da drin unter der Oberfläche des Mondes lauert eine Art Schwarmbewusstsein?", hake ich nach.

"Ich meine, dieser Mond an sich ist ein eigenständiges Wesen."

"Das ist gar nicht gut!", meine ich dazu. Was immer das auch ist, es hat seine eigene atembare Atmosphäre. Dieser Mond ist wirklich eine einzige Anomalie. Jedenfalls gibt es fünf interessante Punkte auf der Oberfläche. Etwas unter dem Nordpol ragt der gewaltige Krustenknacker auf. Vielleicht ist er zu einem fünftel in die Mondoberfläche eingedrungen und ragt mehrere Kilometer in die Höhe. Das Ding war eigentlich mal ein Raumschiff, man kann immer noch die Triebwerke hoch in den Himmel ragen sehen. Man sieht der Konstruktion die dreißig Jahre an, die es hier schon vor sich hin vegetiert. So ein Konstruktion wird praktisch so gebaut, dass sie den Transport übersteht, sich eingraben kann und dann detoniert. Alles was nicht stabil sein muss, ist vom billigsten Material, was man sich nur vorstellen kann. Trotzdem ist das ein ziemlich beeindruckendes Ding, wenn man erst mal davor steht.

Es gibt noch auf der anderen Seite etwas südlicher eine alte Bergbausiedlung mit Bohrtürmen, die recht krude aussehen, wahrscheinlich auch gamorranische Technologie. Vermutlich Probebohrungen, die man damals noch vor dem setzen des Krustenknackers durchgeführt hat.

Von dieser Anlage südlich im Äquatorbereich gibt es einen größeren Krater, in dem eine deutlich höhere Schwerkraft herrscht. Im Zentrum ist das Wrack eines größeren Raumschiffes auszumachen, wahrscheinlich ein Großraumfrachter.

Noch etwas weiter im Süden ist ein Geysirfeld und brodelnde Teiche. Das würde eine gewisse vulkanische Aktivität bedeuten. Wenn das ein Wesen ist, sollte so etwas eigentlich ausgeschlossen sein.

Und zu guter Letzt gibt es ein Höhlensystem nordwestlich davon, aber immer noch südlich des Äquators. Dort gibt es die "Kultisten", die wir eigentlich auf Grund von fehlerhaften Informationen oder einem Missverständnis auf der Planetenoberfläche vermuteten.

Die Ellipsenförmige Umlaufbahn ist ebenfalls bemerkenswert und alle zweiundvierzig Stunden kommt der Mond dem Gasriesen so Nah, dass dessen Atmosphäre auf den Mond rüberschwappt. In dieser Zeit soll es zu komischen Wechselwirkungen kommen. Es ist nur die Frage, was damit nun genau gemeint ist. Wahrscheinlich nichts Gutes, dünkt mir.

Nakagos wirre Gedanken

Nun sind wir endlich da, wo Wattoo (oder unser Spielleiter) uns schon immer haben wollte. Mal sehen, ob wir das Geheimnis des Mondes lüften können, bevor uns buchstäblich alles um die Ohren fliegt.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 02. Juni 2020, 14:22:11 »
Herf

"Festhalten!", mit dienen Worten sause ich nun mit einer sauberen Kehre in eine recht enge Gasse, als ein Söldner auf einem Gleiter in voller fahrt eine Rakete auf uns abfeuert. Diese enge Kurve kann keine Rakete fliegen und detoniert folgerichtig an einer unschuldigen Häuserecke. Funkensprühend kracht eine Reklametafel für eine Cantina auf den Boden. Die Gasse ist verdammt eng und etwa dreißig Schritt vor uns ragt ein Gebäude so weit hinein, dass wir mit unserem Gleiter da nicht mehr durchpassen. Sofort nehme ich Geschwindigkeit weg und gewinne etwas Höhe. Fliegen kann das Teil hier leider nicht wirklich, aber eben etwas die Flughöhe von ein bis zwei Meter regulieren. Dann leite ich die Energie des linken Repuslorliftes zum rechten um, so kippt unser Gleiter und passt nun Schräg durch diese verdammt enge Lücke. Unwillkürlich halte ich den Atem an, als wir durch diese Engstelle schrammen.

Kaum haben wir das Hindernis passiert, verändere ich die Trimmung wieder auf Normalzustand. Das war jetzt knapp gewesen. Die beiden Gleiter hinter uns versuchen zwar noch zu bremsen, aber der erste Verfolger schrammt in die Lücke und bleibt stecken und zweite Gleiter mit dem Raketnschützen auf der Ladefläche kann nicht schnell genug bremsen und kracht in seinen Vorgänger hinein. Beide Gleiter verkeilen sich und Passagiere machen buchstäblich den Abflug. Eine malerische Explosion bleibt leider aus. Dafür haben wir unsere Verfolger abgeschüttelt, jedenfalls diese.

Ich schieße mit unserem Gleiter nun in eine Hauptstraße am Rande von Sektor Blau hinein. Mit einem wilden Manöver weiche im letzten Moment einem von links querenden Gleiter aus und fädle mich dann auf der anderen Spur in den Verkehr ein. Die Straße führt hinaus aus diesem Sektor und nun können unsere Gegner einfach nicht mehr auf uns schießen. So schnell wie möglich fliegen wir zu dem Raumhafen, wo sich nicht nur die "Vanguard" befindet, sondern auch die ILH-KK, mit der meine Schwester, Tory und Lyn her gekommen sind. Dort verstauen wir den erbeuteten Gleiter und unser sich immer noch darauf befindlichen Jumpspeeder.

Lyn fliegt los, um Shaka und Edna einzusammeln, da wir von hier evakuieren. Es macht keinen Sinn, länger auf Corellia zu bleiben. Meine kleine Schwester und Tory befinden sich nicht mehr hier und sind wohl auf dem Weg zum Sith-Lord, wer auch immer das sein mag. Das sind keine guten Nachrichten, aber nichts hält uns mehr hier, besonders da ein ziemlich großes Chapter von Crimson Dawn hinter uns her ist.

Ich mache die Vorhut, da ich deutlich mobiler wie Scavangerbot. Es sind tatsächlich sechs Söldner zu sehen, die sich auffällig unauffällig in der Nähe unseres Landeplatzes aufhalten. Wir sind nicht mehr in Sektor Blau und ein offenes Feuergefecht dürfte die CorSec auf den Plan rufen. Allerdings sind es es einfach zu viele, um sie einfach nur zu betäuben. Auch erscheint es mir unmöglich, unbemerkt von diesen gedungenen Mördern zu unserem Schiff zu gelangen. Letztendlich sind wir im Krieg mit Crimson Dawn und jeden den ich töte, ist ein Gegner weniger. Allerdings ist mir auch klar, dass all jene, die wir heute getötet haben, schon Morgen von neuen Anwärtern und Söldnern ersetzt sein dürften. Wobei ich mich Frage, sind das Mitglieder von Crimson Dawn oder einfach nur gedungene Mörder?

Letztendlich ist das egal. Von einem Skyway aus eröffne ich das Feuer auf meine Gegner. Die haben keine Chance. Meine erste Salve erledigt, drei von ihnen, meine zweite zwei. Einer entkommt in den toten Winkel unter der "Vanguard". Ich starte mein Jetpack und fliege einfach hin. Der Mann kauert hinter einer der Landestützen. Für einen Moment erwäge ich ihn am leben zu lassen. Dann denke ich an meine Schwester und richte ihn regelrecht hin. Heute bin ich einfach nicht in Stimmung für Gnade. Das ist kein Sicherheitsgardist, der einfach nur seine Arbeit tut, um seine Familie zu ernähren. Das ist ein Berufsverbrecher!

RD 79 öffnet die Schleuse und auch Scavangerbot 523 hat inzwischen den Weg gefunden. Nichts wie weg hier. Sofort renne ich in die Pilotenkanzel und aktiviere die Systeme. Ohne auf Starterlaubnis zu warten, hebe ich ab. Schnell gewinne ich an Höhe und werde von der Flughafensicherheit und von CorSec angefunkt. Etwas genervt simuliere ich eine Funkstörung und Scavangerbot berechnet einen kurzen Sprung zu einem mit Lyn vereinbarten Treffpunkt. Die CorSec lässt sich nicht täuschen und ich kann auf dem Display der Kurzstreckensensoren eine Rotte Sternenjäger auf Abfangkurs ausmachen. Aber bevor die in Schussweite sind, springen wir in den Hyperraum.

Nach wenigen Minuten sind wir am Ziel und koppeln unsere Schiffe zusammen, als auch Lyn mit den anderen auftaucht. Das ist jetzt nicht so gut gelaufen. Meine Instinkte haben mich nicht betrogen, was die Falle anbelangt. Wir sind daraus entkommen, aber es war verdammt knapp. Das war kein guter Tag für uns. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu akzeptieren, dass ich momentan nichts für meine Schwester tun kann. Tory ist mir ehrlich gesagt so was von egal. Ich bin noch nicht einmal sicher, ob sie meine Schwester nun ans Messer geliefert hat oder nicht. Skav untersucht die Kommunikationskonsole der ILH-KK, aber findet keine verdächtigen Daten, die auf heimliche Gespräche zwischen Tory und Crimson Dawn hindeuten. Aber wir wissen alle, dass Tory solche Spuren durchaus verwischen kann. Es gibt keinen Beweis, dass sie eine Verräterin ist, aber auch keine wirkliche Entlastung. Ich trau dem kleinen Gör auf keinster weise und sie hat auch keine Veranlassung, Loyal zu uns zu stehen.

Nun ja, wir informieren Grim Corda, den netten Sektorranger, über unsere letzten Erkenntnisse über Crimson Dawn und die verschwundenen Machtsensitiven. Also das eventuell der oberste Anführer der Crimson Dawn womöglich ein Sith-Lord ist, Moridia Vex seine erste Schülerin und die für eine Armee von Machtsensitiven eben solche Wesen im größeren Maßstab entführen. Wir erklären auch den Zwischenfall auf dem Raumhafen und entkommen so einer Anklage wegen Terrorismus und Mord.

Nachdem das erledigt ist, planen wir unser weiter vorgehen. Auch wenn ich meine Schwester suchen will, ist mir klar, dass wir zuerst den Rücken dafür frei bekommen müssen. Also müssen wir endlich das Wattoo Problem aus der Galaxis schaffen. Wir informieren seinen Sohn Blagaa, den einzigen Hutten in dieser Familie, der halbwegs intelligent und rational ist, über das erlangen der Codes. Der schickt uns einfach die Koordinaten, wohin wir müssen. Dabei haben wir uns einen recht komplizierten Plan ausgedacht, unsere Daten nicht preis zu geben, bevor wir wissen, wo sich diese Welt befindet. Und Blagaa gibt diese Information einfach so heraus.

Das Sharipta System befindet sich am äußersten Rand außerhalb des Huttenraumes. Jedenfalls gehört das nicht mehr zur Hegemonie dieser Wesen. Nun gut, wir folgen der Corellianischen Schnellstraße zum Äußeren Rand, biegen bei Geonosis ab und machen einen kurzen Abstecher nach Tatooine, wo wir in Anchor Head unsere Waren an den Mann bringen. Leider bekommen wir nur wenig neue Ware herein, da wir ein enges Zeitfenster haben. Auch wollen wir Teile des Laderaumes für eventuelle Beute frei halten.

Nakagos wirre Gedanken

Endlich wissen wir, wohin wir müssen und letztendlich sagt man uns das einfach. Manchmal kann es so einfach sein. Das war nun das erste Segment der Sitzung.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 31. Mai 2020, 15:54:48 »
Forn

"Fierfek!", fluche ich herzhaft. Denn da wo Vex ist, dürften sich auch meine jüngere Schwester Eloy und Tory befinden. "Was meinst du, Gleiter oder Raumschiff?"

"Die fliegen ganz klar in den Orbit und ich kann sie kaum noch spüren", erklärt Lyn nach einigen weiteren Sekunden. Für einen kurzen Moment meine ich zu fallen und muss mich an der Wand abstützten. Das ganze hier war umsonst.

"Fierfek! Fierfek! Fierfek! Wir sind zu spät! Es ist nur die Frage, flieht Vex vor uns oder hat sie sowieso vor gehabt, von hier zu verschwinden? Wahrscheinlich letzteres! Fierfek!" Fluche ich aufgebracht.

"Ich bin dafür, dass wir weiter vorstoßen und Informationen sichern", meint Scav.

"Wer bist du und was hast du mit Scavangerbot 523 gemacht?", frage ich perplex den Droiden und meine Frage ist nur halb im Spaß gesagt. Für einen Moment erwäge ich tatsächlich, dass unser Kamerad gehackt und seine Persönlichkeit überschrieben wurde. Normalerweise ist es ja Scav, der jedes Risiko vermeiden möchte.

"Nach meinen Berechnungen ist momentan in dieser Örtlichkeit der einzige Ansatzpunkt, der wirklich eine Chance auf Erfolg hat, um an weitere Informationen zu kommen. Da mir bewusst ist, dass durch deine biologische Verbindung zu deiner jüngeren Schwester du die Situation sowieso nicht rational beurteilen kannst, ist ein direktes Vorgehen unumgänglich und zum jetzigen Zeitpunkt durchaus zu forcieren", erklärt Scavangerbot. Ich denke einen kurzen Moment über seine Worte nach und gebe ihm recht. Vex ist weg mit den beiden Gefangenen, falls Tory nicht schon längst übergelaufen ist

"Gut! Rücken wir vor zu einem Terminal und versuchen Informationen zu sammeln. Jedes Datenfragment könnte sich als nützlich erweisen. Und ich denke, wir sollten denen da oben eine kleine Überraschung bieten!" Mit meinen letzten Worten beginne ich Handgranaten zu sammeln. Darunter auch eine mit Fernzündung. Wir stapeln die Leichen zu einer Barriere, arrangieren ein paar Läufe, als würden wir dahinter abknien und setzen die Handgranaten quasi als eine Richtladung vor der Barrikade. Die anderen klettern auf das Dach der Kabine, dann aktiviere ich den Fahrstuhl und klettere ihnen nach. Ohne Zwischenfälle kommen wir oben an, die Türen öffnen sich und massives Blasterfeuer zischt in großer Anzahl in die Kabine. Ich drücke den Zünder und Richtladung befördert ein halbes Dutzend Handgranaten in den Raum. Und genau so viele sekundäre Explosionen erschüttern den Raum. Auch direkt unter uns detonieren zwei Handgranaten, die von den Söldnern in die Kabine geworfen wurden. Allerdings hält die Decke auch diesen Belastungen stand. Das ist eben nach Corellianischen Industriestandard gefertigte Wertarbeit. Nutze das Gelände und deine Möglichkeiten, meine Ausbilder wären sicherlich Stolz auf ihr Werk. Ich springe als erste durch die Luke, rolle ab und gehe links in Stellung. Sofort eröffne ich das Feuer auf unsere Gegner, die sich im Halbkreis um die Kabine aufgestellt hatten. Allerdings sind das nicht alle.

Wir sind in einer Lagerhalle herausgekommen. Wahrscheinlich befinden wir uns sogar in der großen zentralen Lagerhalle, da diese von den Ausdehnungen mit der hier übereinstimmen dürfte. Auf den Hochregalen stapeln sich Kisten und Fässer. Im am uns nächsten liegenden Regal haben die Explosionen einige dort lagernde Kisten beschädigt und in einer offenen sind jede Menge Glimsticks heraus gekullert. Ein weiteres Indiz dafür, dass dies zu Crimson Dawn gehört. Wobei ich davon ausgehe, dass das Sonnensymbol auf dem Thron des nun toten Vorca durchaus seine Legitimierung hat.

Ein weiteres halbes Dutzend sehr gut ausgerüsteter Söldner hat sich in den Umliegenden Bereichen verschanzt und nimmt uns unter Feuer. Wir rücken schnell zu einem Kistenstapel vor und nehmen von der dortigen Position den Feuerkampf auf. Ich töte einen Söldner mit einem Disruptorgewehr und werde im Gegenzug von einem T-21 Repetierblaster getroffen, was eine weitere Verletzung meinem geschundenen Körper hinzufügt. Vorca hat uns zu sehr zugesetzt, um jetzt noch einen Abnutzungskampf gegen einen numerisch weit überlegenen und Ausrüstungstechnisch gleichwertigen Gegner aufnehmen könnten. Ich töte nun den Schützen mit dem Repetierblaster und zwei weitere Ziele. Ein Söldner stürmt mit einem Flammenwerfer vor und wird von Lyn niedergeschossen, bevor er uns erreichen kann. Auch Scavangerbot hält reichlich Ernte mit seinem formidablen Geschütz. Kaum haben wir diesen Gegner nieder gekämpft und wollen Raum gewinnen, als hinten ein Tor hochfährt und ein gutes Dutzend Söldner in roten Power Armours in den Raum eindringt. In der Mitte wirkt ein Anzugträger verdammt deplatziert. Schätze mal, wir haben Fexler vor uns, den örtlichen Strohmann von Crimson Dawn, der heimlich alle anderen Syndikate des Blauen Sektor unter seiner Herrschaft gebracht hat. Das ist ein Mann, den man nicht unterschätzen darf.

"Feuer einstellen! Es ist genug Blut geflossen. Ich habe euch ein Angebot zu machen, dass ihr nicht ablehnen könnt!" Fexler tritt mit offenen Händen aus der Mitte seiner Söldner hervor, was irgendwie doch etwas befremdlich wirkt. Als ob er nicht genug Feuerkraft hätte. Diese Opposition können wir nicht mehr niederkämpfen. Wir sind alle in keinem guten Zustand, da Vorca uns allen gut eingeheizt hat. Gegen Ganger oder Söldner aus der Regionalliga zu kämpfen ist nicht das Problem. Aber ich erkenne einen Eliteeinheit wenn ich sie sehe. Ich frage mich, wie viele ehemalige Sturmtruppler wohl in ihren Reihen sind. Oder Veteranen der Allianz, die ihre Fähigkeiten nun dem meistbietenden zur Verfügung stellen. Eine meiner stärksten Fähigkeiten ist zu erkennen, wann ein Gefecht verloren ist. Dieses Gefecht ist verloren. Wir sind weit gekommen, aber hier ist nun Endstation.

"Wir hören?", antworte ich laut und mache heimlich eine Rauchgranate scharf. Leise wende ich mich an meine Kameraden. "Wir gewinnen hier kein Land mehr. Aber ich will wissen, was er uns anbietet."

"Wenn er nur Zeit schinden will?", fragt Lyn berechtigterweise und späht über unsere improvisierter Barrikade.

"Nach meinen Berechnungen hat es unser Gegner nicht nötig, Zeit für weitere Verstärkung zu schinden", erklärt Scavangerbot und zeigt, dass er zu einer gleichen Einschätzung wie ich gekommen ist.

"Wenn die Verhandlungen scheitern, lasse ich die Rauchgranate fallen. Jeder merkt sich eines von diesen Fässern auf denen einen "Leicht Entflammbar" Symbol darauf steht und schießt drauf. Dann geben wir Deckungsfeuer und du ziehst dich in die Kabine zurück. Mach ein Loch mit dem Lichtschwert und klettere nach unten. Wir anderen ziehen uns dann schießend zurück und dann nichts wie weg hier!", erkläre ich meinen Plan.

"Gut!", meint Lyn und Scav fügt hinzu: "Dieser Plan ist nach meiner Analyse sehr vielversprechend!"

"Ich sehe, ihr seid formidable Kämpfer, da ihr trotz aller Widrigkeiten Vorca besiegt habt. Ich werde den Scheißkerl wahrlich vermissen, aber Geschäft geht bei mir immer vor Rache. Nachtragende Leute sind in der Regel nicht erfolgreich", erklärt uns Fexler sein Credo und warum er nicht sauer ist, dass wir ihm bis jetzt etwa zwanzig seiner Leute getötet haben, darunter dieser Vorca, was immer er auch gewesen sein mag.

"Schade, dass Shaka das nicht hören kann", meint Lyn mit einem Seufzer und nimmt mir die Worte aus dem Mund.

Nakagos wirre Gedanken

Sieht ganz danach aus, als wäre unsere "Offensive" hier zum erliegen gekommen. Wir sind allerdings viel weiter gekommen, als von mir anfangs gedacht.


Grek

"Und Erfolg ist alles was zählt. Ich bin der alleinige Importeur für Glimstim. Und Glimstim ist das Produkt der Zukunft. Das ist kein Millionengeschäft, dass ist ein Milliardengeschäft! Und deswegen kann ich es mir leisten, die besten Leute zu ihren besten Konditionen anzuwerben. Wie hört sich ein Einstiegsgehalt von 250 000 Credits pro Jahr für euch an? Und wenn ihr euch bewährt, gibt es die Vollmitgliedschaft bei Crimson Dawn noch als Bonus obendrauf." Offensichtlich weiß er weder, wer wir sind, noch was wir hier wollen. Offenbar ist es ihm noch nicht zu den Ohren gekommen, dass die Crew der "Vanguard" hinter ihm her ist. Immerhin haben wir uns der einen Oberin der Twi´lek Schwesternschaft offenbaren müssen. Geld interessiert mich nicht wirklich. Jedenfalls nicht so verdientes Geld und eine Vollmitgliedschaft bei Crimson Dawn steht auch nicht auf meiner oder die meiner Kameraden Agenda.

Schätze mal, ich habe einen Vertreter der drittobersten Kategorie von Crimson Dawn vor mir. Ganz oben in der Spitze der Pyramide der Organisation ist der geheime ominöse oberste Anführer, über den niemand was näheres zu wissen scheint oder will. Nach meiner Vermutung könnte es sich dabei um einen Darth der Sith handeln. Zwar sind mit dem Tod von Darth Sidious und Darth Vader in der Schlacht von Endor die Sith offiziell ausgelöscht, aber es könnte durchaus sein, dass ein geheimer Schüler überlebt hat und die Regel der Zwei weiter praktiziert. Oder sie auch gänzlich ignoriert. Sith ist ja kein geschützter Markenname wie die CIG oder Incom. Nach meinem Instinkt gehend halte ich den Chef von Crimson Dawn für einen Darth und wäre ja sogar eine gewisse Tradition fortführend. Die zweite Ebene bilden Pharos, Trifex und Moridia Vex. Wobei ich denke, letztere ist die Schülerin des neuen Sith-Lords.

Die nächste Ebene sind dann Leute wie Fexler. Sie leiten quasi eine eigenständige Zelle. Crimson Dawn liefert die Ware und kassiert risikolos den Großteil des Gewinns. Sonst dürfte Fexler vollkommen autark agieren. Außer es gibt massiven Ärger, dann kann er auf weitere Ressourcen zugreifen. So stelle ich mir das in etwa vor. Die vierte Ebene sind dann die Subsyndikate, die wiederum von Fexler und seines gleichen beliefert werden. Wahrlich schon ein Pyramidenspiel, je weiter unten, desto höher das Risiko.

Letztendlich will ich meine Schwester zurück und ich denke, dass liegt außerhalb seiner Möglichkeiten. Es gibt zwar sicherlich eine unglaublich minimale Chance, dass Eloy und Tory noch hier sind, aber alles spricht dafür, dass sie mit Vex zu deren Meister geflogen sind. Hier ist für uns nichts mehr zu holen.

"Bedauerlicherweise muss ich ablehnen!", mit diesen Worten zünde ich die Granate und Lyn wie auch Scavangerbot schießen ein Fass in Brand. Sofort lassen wir uns zurückfallen. Die Söldner schützen im ersten Moment ihren Brötchengeber, da tote Dienstherren die Tendenz zeigen, keinen Sold mehr zu bezahlen. Ich gebe Deckungsfeuer während Lyn das Loch in die Kabine schneidet und als erste geht. Scavangerbot geht kurz in Stellung, um meine Bemühungen zu unterstützen und löst sich dann ebenfalls vom Gegner. Einen kurzen Moment warte ich noch weiter Sperrfeuer gebend und lasse mich dann durch das Loch fallen. Mit meinem Jetpack fliege ich nach unten und bin noch vor Lyn in der Höhle von Vorca. Mit meinem DLT-19D in Anschlag sichere ich den Raum und stelle fest, dass sich keine Truppen verschanzt haben. Aber ich bin sicher, ein Kommando ist mindestens in Truppstärke schon hier her unterwegs.

Nachdem ich die Drohne voraus geschickt habe, übernehme ich die Spitze. Wir machen gut Strecke und kommen bis zum Eingang ohne Probleme. Ich schicke meinen Späher über die Dächer und kann sehen, wie die Gasse von einem schweren Gleiterfahrzeug blockiert wird. Wir verstecken uns im Innenhof und lassen die sechs Mann, also nur ein starkes Team, passieren. Allerdings kommen noch zwei weitere Gleiter und die booten nun einen vollen Trupp aus, der uns ebenfalls passiert. Allerdings blieben vier Söldner zurück. Ich könnte einfach davon fliegen, aber die Option haben meine Kameraden nicht.

"Gebt mir eine Minute und dann rückt vor. Ich umfliege sie und räume von hinten auf!" Und so machen wir das auch. Mit meinem Jetpack fliege ich hoch, umkreise den Gegner und nehme sie von einem Dach gegenüber ins Visier. Wirklich wachsam ist das zurück gelassene Team nicht, dass sind entweder besser bewaffnete Gangmitglieder oder schlecht bewaffnete Söldner. Die zeigen Präsenz, erwarten aber keinen Kontakt mit einem weit überlegenen Gegner. Das ist der letzte Fehler in ihrer Verbrecherkarriere, die nun genau hier endet.

"In Stellung!", verkünde ich und zentriere das erste Ziel im Zielfernrohr meines DLT-19D. Der Feuerüberfall ist kurz und blutig. Ich erschieße zwei, die Überlebenden laufen Deckung suchend in die Gasse, wo Lyn und Skav schon auf sie warten. Wenige Augenblicke später sind zwei weitere Gegner tot. Das war jetzt relativ unspektakulär, trotzdem rennen einige Nachtschwärmer panisch vom Ort des Geschehens weg. Ich hüpfe nach unten, Scavangerbot hievt unsere Jumperspeeder auf die Ladefläche eines der Gleiter und Lyn befestigt diese. Derweil zerstöre ich mit dem Cherkahänder die Repulsorliftantriebe der anderen beiden Gleiter. Dank meiner Panzerung, die auch vor elektrischen Entladungen schützt ist das für mich vollkommen ungefährlich. Scavangerbot geht auf der Ladefläche in Stellung, Lyn setzt sich auf den Beifahrersitz und ich klemme mich hinter die Kontrollen des wuchtigen Gleiters. Die Bedienelemente entsprechen dem Corellianischen Industriestandard und sind mir vertraut. Sofort starte ich den Antrieb und wir heben ab. Sofort nehme ich fahrt auf.

Leider waren wir wohl nicht schnell genug weg vom Ort des Kampfes, da sich hinter uns zwei weitere Gleiter setzen und die nehmen sofort die Verfolgung auf. Der Gleiter ist zwar ein kleiner Frachtgleiter, aber der Antrieb hat es in sich. Die Beschleunigung drückt mich regelrecht in den Sitz, was mich trotz des ernstes der Situation zum jauchzen bringt. Leider sind die Gleiter hinter uns ebenfalls getunt. Trotzdem kann ich etwas mehr Leistung aus den Triebwerken heraus kitzeln als unsere Verfolger. Aber dafür kennen sie das Terrain viel besser als ich und können den Abstand halten.

Auf meinem Helmdisplay rufe ich unsere selbst von diesem Sektor erstellte Karte und suche mir eine praktikable Route zur "Vanguard" aus. Scavangerbot eröffnet derweil das Feuer auf unsere Verfolger mit seiner MWC-35c, während die aus allen Rohren auf uns schießen. Dem Droiden gelingt es auf Anhieb, einen der verfolgenden Gleiter einen Volltreffer zu verpassen, welcher den Gleiter zum Absturz bringt. Das Fahrzeug zerschellt beim Aufschlag und vergeht in einer Explosion, als dessen Treibstoff hochgeht. Dies dürfte kein Insasse überlebt haben. Ich hoffe nur, dass dies kein Kollateralschaden verursacht hat.

Kaum ist der eine Gleiter weg, kommt schon der nächste in Begleitung von ein paar Swoopbikern. Die Schwesternschaft oder ein der Subgangs beteiligt sich auf die Jagd nach uns. Ganz blöd ist, die wissen vielleicht inzwischen, wohin wir fliegen. Das ist jetzt echt nicht gut gelaufen. Wenn man Hilfe möchte, muss man eben mit Erfolgen und Referenzen protzen. So ist das eben. Wer hätte auch ahnen können, dass der angeblich heiße Unterweltkrieg zwischen sechs Syndikaten wohl seit Wochen nur noch Show nach außen ist?

Die Bikes sind deutlich schneller als wir und die Twi´leks auf den Sitzen eröffnen mit Blasterpistolen das Feuer auf uns. Das ist nicht Nett, aber unsere Antwort ist es auch nicht! Scav und Lyn feuern aus allen Rohren zurück. Die orangene Twi´lek lehnt sich aus dem Fenster und feuert ihre präzise Blasterpistole ab. Sie trifft einer ihrer "Schwestern" und deren Bike kracht führerlos in eine Hauswand. Der Droide lässt vom schwankenden Untergrund nicht beirren und schießt ebenfalls ein Swoop ab. Eine der Schwestern meint tatsächlich, es wäre eine gute Idee, mich überholen zu wollen. Ein kleiner Schwenker mit dem Heck des Gleiters und sie kracht in einen Müllhaufen. Das hat jetzt bestimmt sehr weh getan. Der Rest erkennt nun deutlich die Zeichen der Zeit und lässt sich zurückfallen.  Es ist nun an der Zeit, etwas mehr als nur etwas Straße zwischen uns und unsere Verfolger zu bringen. Besonders da nun ein weiterer Gleiter entgegen kommt. Auf der Ladefläche befindet sich ein Söldner und der hat einen Raketenwerfer geschultert. Und der fackelt nicht lange.

"Festhalten!"

Nakagos wirre Gedanken

Eine zünftige Verfolgungsjagd durch enge Gassen war schon lange überfällig. Für was hat man so coole Fertigkeiten, wenn man sie nie einsetzen kann? Das war Spaß pur!
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 26. Mai 2020, 14:51:52 »
Esk

"Ich spreche nur Blaster!", meint Lyn zu unserem riesigen Kontrahenten Vorca und schießt ihre beiden Blasterpistolen ab. Hochangereichertes Plasma aus Tibanagas zischt auf das Alien zu und stanzt zwei Löcher auf der Höhe seines Herzens.

"Das kitzelt!", meint die Kreatur vollkommen unbeeindruckt. Ich bin nun an dem Riesen heran, hohle aus und treffe ihn auf Bauchhöhe ich reiße ihm eine Wunde, aber mein Schwert verkeilt sich kurz in seiner Rüstung und ich bekomme sofort einen Gegentreffer ab. Meine Rüstung kompensiert das meiste, aber allein die brutale Wucht lässt Knochen hörbar knirschen. Ich taumle getroffen zurück und zwei Schwerter krachen auf mich herab. Meine Rüstung hält, aber trotzdem reicht die kinetische Energie aus, um mich zurück zu schleudern. Hart komme auf der Wand auf und ich sehe einen Moment nur Sterne vor meinen Augen, als der harte Aufprall mir die Luft aus den Lungen presst. Skav versucht ihn mit seiner Vibroaxt abzulenken, aber die Kreatur schüttelt den Treffer einfach ab. Ich stoße mich von der Wand ab und greife mit aller Kraft an, ich passiere ihn, treffe ihn hart und bekomme sofort wieder zwei Gegentreffer ab, die mich von den Beinen reißen. Hart komme ich auf, rolle mich sofort ab und kann sehen, wie der nächste Hieb den Durabeton aufreißt und kleine Splitter wie Schrapnelle durch den Raum flirren. In dem Moment beginnt die Energiestandsanzeige auf meinem Vibroschwert zu piepsen. Ich kann sehen, dass sie sich im roten Bereich befindet.

"Etwas entzieht mir Energie!", meint auch Scav und auf dem internen Display kann ich sehen, wie der Balken des Ladestandanzeigers der Batterie meiner Powerarmour gerade sichtbar kleiner wird. Inzwischen bin ich wieder auf den Beinen und greife mit äußerster Kraftanstrengung an. Ich treffe meinen Gegner ein weiteres mal hart. Derweil hat Lyn ihr Lichtschwert gezückt greift an, trifft mit zwei schnellen Hieben und die surrende Klinge erlischt. Fierfek!

Auch mein Vibroschwert hat nicht nur aufgehört zu piepsen, sondern auch zu vibrieren. Während Lyn nur noch einen Zylinder in der Hand hält, habe ich immer noch ein hochwertiges Schwert aus geschliffenen und geschichteten Stahl in der Hand. Trotzdem ist das nicht gut und mir wird klar, an was unsere Vorgänger gescheitert sind. Etwas entzieht unseren Systemen recht schnell die Energie und die meisten haben sich auf Gewehre verlassen, da ja jeder weiß, dass Blastergewehr ist mächtiger als das Vibroschwert. Aber ein Blastergewehr ohne Energie ist nur wenig mehr als ein verdammt teurer Knüppel. Die Schwerter unseres Gegners vibrieren immer noch, also müssen diese abgeschirmt sein.

Nachdem ich wieder auf den Beinen bin und einen guten Stand habe, schlage ich ein weiteres mal von oben nach unten zu. Mein Schwert ist kaum mehr in der Lage, seine harte Haut zu durchschlagen, aber ich schaffe immerhin eine oberflächliche Wunde. Für mich wäre es so langsam Zeit, den internen Drogenspender zu benutzen, um mir ein Stimpack zu verabreichen. Kaum denke ich das, fährt ein weiterer mächtiger Doppelhieb auf mich herab. Meine parierende Klinge wird einfach zur Seite gewischt und der Aufprall hämmert mich zu Boden. Für einen Moment schwebe ich im Nichts, dann fährt ein Aufputschmittel durch meine Venen und ich bin wieder da. Lyn hat den Drogenspender über den Notknopf aktiviert. Skav ist nun das primäre Ziel des wirklich schlagkräftigen Vorca. Der Kerl hat mich besiegt! Diese eine Schlacht hat er gewonnen, aber noch ist der Krieg nicht vorbei. Ich quäle mich auf die Beine und aktivere meinen Drogenspender ein weiteres mal, was mich durchaus stärkt und mich meine Schmerzen vergessen lässt. Mein Instinkt schreit danach, sofort zu fliehen, aber ich weiß, dass wir nur gemeinsam siegen können und Scav bekommt weitere harte Treffer ab. Lyn zieht als trotzige Geste nun ihr Vibromesser, dass immer noch ein Kampfmesser ist.

Nun gut, auf in den Kampf! Vorca ist momentan auf Scav fokussiert. Die Energie meiner Rüstung reicht nur noch für etwas über eine Minute, dann bin ich in einem körperbetonten Sarg gefangen. Es gilt also keine Zeit zu verlieren. "Möge die Macht mit mir sein!"

Ich fokussiere mich, suche nach einer Schwachstelle und spurte los. Nach einem kurzen Sprint springe ich hoch und trenne mit einem wuchtigen Hieb seinen rechten Arm ab. Eine Blutfontäne spritzt durch den Raum, aber der Körperschock verhindert, dass er einfach verblutet. Wütend wirbelt er zu mir herum und im nächsten Augenblick trifft auch Skav den anderen Arm und trennt ihn mit brutaler Körperkraft ab. Aber Vorca gibt nicht auf wegen diesen lächerlichen Fleischwunden, hat er doch immer noch ein riesengroßes Maul voller scharfer Zähne. Damit versucht er mich tatsächlich zu beißen. Aber in seiner Raserei rammt er nur sein Maul in mein Schwert. Es ist hauptsächlich seine eigene Kraft, die ihn mit Schwung in die Klinge hinein treibt. Da er nun erschlafft, scheint mein Schwert irgend etwas lebenswichtiges erwischt zu haben. Ich ziehe Scharfrichter aus ihm heraus und atme mehrmals tief ein und aus. So hart war selten ein Gegner zu mir gewesen und noch nie hat ein einzelner Gegner mir so hart zugesetzt. Nachdem ich ihm mit einem Salut meinen Respekt erwiesen habe, heißt es, nach vorne zu blicken. In diesem Moment geht Scavangerbot die Energie aus und er bricht in sich zusammen. Das ist nicht gut! Auch meiner Rüstung geht so langsam aber sicher der Saft aus.

Laut meinem Scanner gibt es hinter der unscheinbaren Fahrstuhltür mehrere starke Energiequellen. Schätze mal, dort müsste zu finden sein, was ich suche. Nämlich eine Möglichkeit, die Energieabsaugung zu unterbinden und unsere Systeme wieder hoch zu fahren. Irgend einen Knopf um die Tür zu öffnen gibt es leider nicht, aber wer braucht schon Knöpfe, wenn er einen Cherkahänder hat? Kurzerhand heble ich die Tür auf  und ein Schacht ist zu sehen. Eine Leiter aus an der Wand befestigten Sprossen führt nach unten zu einer weiteren Tür. Da sind wir richtig! Hoffe ich zumindest.

Mit letzter Energie vom Notstromaggregat erreiche ich die Tür, öffne sie und stehe in einer kleinen Halle. Mit etwas Mühe kann ich die verschiedenen Systeme einordnen und deaktiviere den Energieabsauger, in dem ich den Schalter umlege. Dann laden Lyn und ich zuerst unsere Rüstungen auf, dann unsere Waffen. Auch deaktivieren wir die Laserbarriere, so das nun ein  Rückzug jederzeit möglich wäre. Als letztes schnappen wir uns ein Verlängerungskabel und sorgen dafür, dass Scavangerbot wieder aufgeladen wird.

Keine Sekunde zu Früh, da deutlich zu hören ist, wie die Fahrstuhlkabine sich nach unten bewegt. Sieht so aus, als wüsste jemand da oben, dass sein Champion gefallen ist. Einer meiner Grundsätze ist, keine Fahrstühle im Gefecht zu benutzen, so lange es nur irgendwie möglich ist. Offensichtlich haben die bei der Ausbildung wohl geschlafen, da so enge Kabinen zu meiden sind. Nun, diesen Umstand werden zu nutzen wissen.

Neben der Fahrstuhltür beziehe ich nun Stellung, ziehe meine einzige Fragmentgranate. Ich packe sie mit beiden Händen, drehe die obere Hälfte im Uhrzeigersinn um eine Viertelumdrehung. Nun höre ich die Kabine unten ankommen, lasse die ober Hälfte los und der Zünder beginnt nun sich zurück zu drehen. Die Türen fahren zischend auf und ich werfe aus dem toten Winkel die Granate in den Kabinenraum. Panische Schreie ertönen. Einen Augenblick später detoniert die Granate. Mehreren gelingt es noch aus der Kabine zu springen, während die hinteren im engen Raum zu Hackfleisch verarbeitet werden. Haben sie nun von ihrer Nachlässigkeit. Lyn und Skav schießen die Überlebenden nieder und das Blutbad hat hier schon das Ende gefunden. Sieben tote Söldner liegen zu unseren Füßen.

"Ich spüre, wie Vex sich schnell von uns entfernt", reißt Lyn mich aus der Betrachtung des Massakers.

Nakagos wirre Gedanken

Der Kampf war verdammt hart und ich bin so einen harten Gegner einfach nicht mehr gewohnt. Habe zu spät reagiert, da ich durchaus noch einige Optionen gehabt hätte, ein zu Boden gehen zu verhindern. Aber Dank Teamwork wurde mein Fehler kompensiert und es ist nichts passiert.
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Story Hour / Eine Geschichte zweier Schwestern – A Star Wars Story
« Letzter Beitrag von Nakago am 24. Mai 2020, 14:55:45 »
Dorn

"Wohin die Rampe wohl führt?", fragt Lyn mehr oder weniger rhetorisch.

"Meine visuellen Sensoren sagen mir, dass sie in die Tiefe führt", meint Scav vollkommen ohne Ironie.

"Wer hätte das gedacht!", meine ich dazu nur ironisch, da an Skav weiterer Sarkasmus verschwendet ist. Nun empfange ich eindeutig mehrere Energiequellen und eine Lebensform unter uns. Ich schicke die Drohne vor und dringe in einen weiteren Schacht ein. Der Raum unter uns ist deutlich höher und auch länger. Zu sagen, der Boden wäre mit Leichen übersät, trifft es nicht ganz. Die stapeln sich teilweise eher schon. Aus dem Bauch heraus, würde ich mal sagen, dass es sich mindestens um hundert handelt, aber wahrscheinlicher weniger als zweihundert. Hinter den Leichen ist eine freie Fläche, dann steht dort ein regelrechter Thron, wie er als Kulisse in einem Fantasyholo öfters zu sehen ist. Ein riesiges Alien hockt darauf. Es trägt eine schwarze Rüstung, die mit blanken Nieten in Form von Totenschädeln bestückt ist. Zuerst denke ich, er hat einen Helm mit der lebensechten Nachbildung eines Haikopfes auf, dann wird mir klar, dass ist sein richtiger Kopf. Momentan schleift er ein gigantisches Vibroschwert, ein zweites ist an seinen Thron gelegt. Dahinter geht es weiter zu einem Lift.

"Schaut mal", meine ich und projiziere die Bilder.

"Der Reinigungsdroide ist wohl in der Wartung", meint Lyn scheinbar leichthin zu diesem Schlamassel, aber ich kann das Beben in ihrer Stimme hören.

"Als Alternative schlage ich vor, die Laserbarriere näher anzusehen", meint Scavangerbot und hat damit vollste Zustimmung. Die Projektoren sind zu tief, um sie mit unseren Waffen zu erreichen. Selbst die Klinge von Lyns Lichtschwert ist zu kurz dafür. Ganz abgesehen davon, dass dies kein Permabeton ist, sondern auch Durabeton mit einer Schicht Cortosis. Wer immer das sich ausgedacht hat, wusste sich gegen jede erdenkliche Gegenmaßnahme zu schützen. Und nach den Leichen unter uns zu urteilen, sind schon viele diesen Weg gegangen und keiner ist wieder heraus gekommen.

"Ich muss zugeben, kein uns mögliches Szenario führt zum Erfolg", gibt Scav schließlich auf, nachdem er mehrere Tests ausgeführt hat.

"Probieren wir mal das Schott", meint Lyn und versucht ein Loch in den vermeindlichen Durastahl zu schneiden.

"Cortosis!", stellt sie nach einigen Augenblicken bedauerlich fest. Also fällt das auch Flach. Ein Schnitt in die Wand schlägt auch fehl.

"Damit ist es offiziell. Wir können weder vor, noch zurück oder zur Seite", fasse ich zusammen. "Uns bleibt demnach nur ein Weg und der führt nach unten."

"Wie schlimm kann es schon werden?", fragt Lyn scheinbar frohgemut, aber sie hat sicherlich genau so viel Angst wie ich auch. Bei einer Rettungsaktion zu sterben ist nie verschwendet, aber ich finde an einem Tod in einem Abwasserkanal nicht wirklich etwas glorreiches. Aber ich bin nun mal die Große Schwester und ich nehme mir vor, wenn ich Eloy je wiedersehen werde, dann werde ich ein paar Takte mit ihr reden. Über das abschätzen von Risiken und so. Und ich nehme mir vor, sollten Worte nicht ausreichen, sofort an ihre Seite zu eilen und sie zu beschützen. Aber die Banthamilch ist verschüttet und alles jammern der Galaxis bringt sie zurück ins Glas. Wegwischen, abhaken, es in Zukunft besser machen. Ich fokussiere mich auf den bevorstehenden Kampf, schultere mein DLT-19D und ziehe meinen Zweihänder.

Vorsichtig übernehme ich die Spitze, gefolgt von Scav und Lyn sichert nach hinten. Die Rampe hat eine Neigung von etwa dreißig Grad und ist äußerst glitschig von dem nassen Müll, der da gerade herunter gerutscht ist. Nun sehen wir alle die ersten Leichen, viele davon sind regelrecht zerhackt worden. Der Verwesungsgrad ist unterschiedlich. Die ältesten dürften ein halbes Jahr alt sein, die frischesten sind erst vor zwei oder drei Tagen gestorben. Manche sind eindeutig nur Ganger, andere tragen hochwertige Rüstungen, darunter die gleichen wie wir auch. Und die Kav-Dann hat den Ruf, zu den Besten in der Galaxis zu zählen, die man für Credits kaufen kann. Hier liegen viele zerbrochene Waffen herum. Die Wände und Decke weisen einige Einschusslöcher auf. Die meisten vor uns in Richtung unseres Kontrahenten, sehr wenige hinter uns. Mein Scanner zeigt teilweise noch volle Tibanagaskartuschen an, aber nur leere Energiezellen. Einige der Waffen waren leichte Repetierblaster. Das gibt mir zu denken.

"Die Chancen, diesen Kampf zu überleben liegen bei....", will Scavangerbot seine Analyse des Gefechtsfeldes verkünden, aber ich unterbreche ihn: "Sag mir nie, wie hoch meine Chancen stehen."

"Was kann der schon drauf haben? Irgendwelche Tipps?", fragt Lyn.

"Du schießt auf ihn, dann nehmen Scav und ich ihn in die Zange", lege ich mal die grundlegende Taktik fest. Inzwischen ist unser Gegner fertig mit dem schleifen seines Schwertes und hat beide Schwerter nun in den Händen. Für einen normalen Menschen wäre das ein riesiger Zweihänder, für ihn sind das nur ganz normale einhändige Schwerter. Die Klingen sind deutlich länger als wie bei meinem Cherkahänder. Die abzubekommen wird weh tun. Ich kämpfe den Impuls nieder, wegzurennen und beginne den Leichenhaufen zu überqueren. Der Untergrund ist nicht nur makaber sondern auch eine massive Behinderung für jeden Angreifer. Ich bin links, Skav auf gleicher Höhe Rechts und Lyn folgt hinter uns versetzt in der Mitte, beide Blasterpistolen gezogen. Sie schaut auf einen Repetierblaster.

"Die sind alle leer", meine ich dazu, ihre Gedanken auch ohne jegliche Jedikräfte erahnend. Ohne von unserem Kontrahenten angegriffen zu werden, überwinden wir den Leichenberg und stehen nun wieder auf Durabeton. Jetzt wo er aufgestanden ist, kann ich auf dem Thron das Sonnenzeichen von Crimson Dawn erkennen. Nun wird klar, wer dieser Fexler wohl ist. Ein Unterboss von Crimson Dawn. Das erklärt auch, wer die ganzen Söldner finanziert. Und ich denke, dieser Unterweltkrieg ist längst entschieden und die Rivalität zwischen den sechs Syndikaten ist nur Show. Deswegen haben wir zwei mal den gleichen Plan bekommen. Wahrscheinlich kamen schon andere auf diese Idee, eben nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Offen können sie nicht gegen ihren Konkurrenten vorgehen, aber sie haben von einem Überläufer diesen Plan, dass ist die Gelegenheit. Greife noch heute an und sterbe am Abend, der bevorzugten Zeit für eine heimliche Infiltration. Und wie man sieht, sind schon viele Leute darauf herein gefallen. Wir sind also nicht die einzigen Dummen. Nun ja, ich habe eigentlich gleich eine Falle vermutet und wenn es nicht um meine Schwester gehandelt hätte, wäre ich auch nicht hier. Wobei ich ehrlich genug bin zu sagen, eine wirkliche Alternative habe ich auch keine gesehen.

"Schön, dass Ihr Euch doch noch nach unten bequemt hat. Ihr müsst wissen, da hoch zu klettern ist für mich doch etwas anstrengend und die wo nicht zu mir kommen, die töte ich nicht mit den Klingen, sondern reiße ihnen die Glieder aus und schlage sie mit ihren eigenen Armen tot!", verkündet das Alien. Oder handelt es sich gar um eine Chimäre? Ich kann mich Dunkel erinnern, einmal Bilder von Wesen gesehen zu haben, die ähnlich wie das vor mir aussehen. Aber die wirkten nicht so riesig. Mir will einfach der Name nicht einfallen.

"Gut zu wissen. Mit wem habe ich das Vergnügen?", frage ich und scanne ihn eingehend. Seine Rüstung sieht von außen Primitiv aus, ist aber wohl nur Show. Das ist ein äußerst hochwertiges Unikat.

"Mein Name ist Vorca! Aber genug geredet, lassen wir die Schwerter sprechen!"

"Ich spreche nur Blaster!", meint Lyn und schießt!

Nakagos wirre Gedanken

Wie es vor einem zünftigen Kampf gehört, haben wir erst einmal miteinander geredet.
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