Autor Thema: [SW] Welche Art Kampagne?  (Gelesen 1785 mal)

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Kid

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[SW] Welche Art Kampagne?
« am: 10. Mai 2007, 11:36:15 »
Ich wollte einmal alle SW-spielenden Gatler fragen, was für eine Art Hintergrund sie in ihrer SW-Kampagne gewählt haben.

Meine Gruppe und ich steigen demnächst mit der SAGA Edition ins SW-Gewerbe ein, mit mir als GM. Da überlege ich zur Zeit, wie man SW wohl am Besten spielt, womit ich meine die größte Vielfalt herauszuholen bzw. die meisten 'Abenteuer-Aufträge' zur Verfügung zu haben.

Als Zeitpunkt wünsche ich mir schon einen zur Zeit der sechs Episoden und keinen Zeitpunkt vor oder nach diesen. Deshalb hatte ich mir die Zeit der Klonkriege gedacht, und zwar nach Episode II und vor Episode III. Hier kann man den Kampf Gut gegen Böse ganz schön ausspielen (Darth Sideous & Darth Tyrannus vs. Jedi) und den Krieg der Separatisten (Graf Dooku & General Grievous) gegen die Republik (Kanzler Palpatine, Klone & Jedi) ausnutzen für militärische Operationen. Zudem können die Spieler, die dies wünschen, zu dieser Zeit noch Jedi-SC der 1. Stufe spielen, was zur Zeit des Imperiums meiner Meinung nach nicht mehr unbedingt recht logisch ist, da sie ja gejagt und ausgerottet wurden.

Klassisch wäre es nun natürlich, auf Seite der Republik bwz. der Jedi zu spielen und gegen das Böse zu kämpfen. Doch gerade bei SW könnte ich mir vorstellen auch auf der anderen Seite spielen zu können, bin mir dabei aber nicht so sicher, denn so sehr unterscheidet es sich ja von einer 'Bösen Kampagne' in D&D wohl auch nicht, welche -- wie die meisten sagen werden -- nur schwierig zu spielen ist. Doch militärische Operationen kann man ja theoretisch auf beiden Seiten spielen, auf der der Separatisten und auf der der Republik. Das sollte sich nicht großartig unterscheiden. Oder doch?

Ebenso könnte man Shadowrun-ähnlich spielen, also mit den SC als 'neutralen Freelancern', die gegen Bezahlung alle möglichen Aufträge für jeden erledigen, der die Credits zahlt. Han Solo und Chewbacca waren vor ihrer Beteiligung an der Rebellenallianz ja im Grunde auch solche Söldnerseelen. Hierbei hätte man eventuell die größte Auswahl an möglichen Abenteuer-Aufträgen, aber evtl. würde nicht unbedingt ein SW-Feeling aufkommen, sondern eher eine Erinnerung an Shadowrun entstehen. Hat so etwas jemand schon probiert oder könnte es sich vorstellen?

Wie sieht's denn bei euch aus?
--Welchen Hintergrund habt ihr gewählt bzw. würdet ihr mir raten zu wählen und aus welchen Gründen?

Kid

Darastin

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[SW] Welche Art Kampagne?
« Antwort #1 am: 10. Mai 2007, 12:12:55 »
Wir haben kürzlich eine SW-Kampagne begonnen (bisher aber erst eine Session) und uns für die Rebellionsära entschieden (ein Jahr nach der Schlacht von Yavin). Das leigt vor allem daran, daß die entsprechenden Filme einfach wesentlich mehr Charme haben. Der Gut vs. Böse Aspekt ist auch noch vorhanden - das Böse hat zwar im Moment die Oberhand, aber letztendlich bedeutet das doch nur, daß es für die Helden mehr zu tun gibt und ihre Taten wesentlich mehr Gewicht haben.

Was die Verfügbarkeit von Jedi ab Stufe 1 betrifft: Diese dämliche Regel haben wir 'rausgeschmissen. Sie ist flairtechnisch nicht zwingend und balancetechnisch mehr als fragwürdig (->. zwingt einem einen bestimmten Build auf wenn man die übermäßige Benachteiligung umgehen will). Es würde mich auch nicht wundern, wenn sie in der SE gekippt wird; aber selbst wenn nicht sind die Auswirkungen vermutlich nicht ganz so schwerwiegend.

Was "böse" Kampagne betrifft:
Böse Charaktere brauchen eine Motivation, warum sie zusammenarbeiten und sich nicht gegen ihre Gefährten wenden wenn es ihnen einen Vorteil verschafft. Das ist bei Star Wars glüchlicherweise schon gegeben; denn sowohl Seperatisten als auch Imperium haben klare Ziele und Hierarchien.

Zum Söldner-Ansatz:
Das ist auch nicht verkehrt; vor allem wenn man sich die Option behält sich irgendwann fest einer Seite zu verschreiben. Als Alternative dazu kann man natürlich auch den Firefly-Ansatz verwenden: die SC halten sich aus den großen Konflikten weitgehend heraus und wollen nur irgendwie über die Runden kommen. Dafür wäre natürlich die Rebellionsära prädestiniert.

Bis bald;
Darastin
Darastins Grundregeln des Rollenspiels:
1. Sei kein Arschloch!  2. Spiele nicht mit Idioten!  3. Redet miteinander!

Taled

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[SW] Welche Art Kampagne?
« Antwort #2 am: 10. Mai 2007, 12:14:33 »
Das kommt doch auch - wenn nicht gar hauptsächlich - auf die Charaktere an, die deine Spieler spielen wollen. Oder wolltest du den umgekehrten Weg gehen und ein "Rahmenthema" vorgeben, an dem sich die Spieler dann orientieren müssen ?


Taled

Grille

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[SW] Welche Art Kampagne?
« Antwort #3 am: 10. Mai 2007, 20:59:05 »
Moin Moin,

wir haben in den drei Epochen Aufstieg des Imperiums, Rebellions-Ära und Neue Jedi-Ordnung gespielt. Insgesamt hatten wir keinen Liebling. Ich habe Jedis auf der 1.Stufe immer erlaubt - die Hintergrundgeschichte mußte nur plausibel sein.

Kid

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[SW] Welche Art Kampagne?
« Antwort #4 am: 11. Mai 2007, 09:57:24 »
Danke allen für die Infos!

Die Zeit der Rebellenallianz ist natürlich die klassische Zeit, machen wir uns nichts vor. Ich bin mir auch noch nicht 100%ig sicher, zu welcher Zeit wir spielen werden, aber ich denke doch, es wird die Zeit der Klonkriege. Die erscheint mir insgesamt als frischer.

Darastin hat schon einige gute Dinge gesagt zur 'Bösen Kampagne' und zum 'Söldner-Ansatz'. Auf der guten Seite zu spielen, ist sicherlich der klassische Ansatz. Noch andere Ideen oder Meinungen hierzu?

Ich habe hier jetzt einmal eine Abenteuer-Idee zur Zeit der Klonkriege für den 'Söldner-Ansatz' (sprich: SC sind neutral gegenüber Konföderation und Republik und arbeiten gegen Credits für jedermann). Wer sie lesen und sich dazu äußern will - bitte sehr:

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Kid

Talwyn

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[SW] Welche Art Kampagne?
« Antwort #5 am: 11. Mai 2007, 10:04:33 »
Wir haben unsere Kampagne zwischen Episode III und IV angesiedelt, zur Zeit der Great Jedi Purge. Und zwar aus den einfachen Gründen, dass ich 1.) unbedingt Sturmtruppen in meinem Spiel wollte, ich den Spielern aber 2.) gleichzeitig die Möglichkeit geben wollte Jedi zu spielen wie es ihnen beliebt. Außerdem ist der Metaplot in dieser Zeit nicht gar so präsent (zumindest wenn man sich nicht weiter für Comics und Romane interessiert, was für mich und meine Gruppe gilt).