Autor Thema: Blackstaff  (Gelesen 877 mal)

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Blackstaff
« am: 13. Juli 2006, 08:25:16 »
Habe gestern den ersten Roman des Wizards-Zyklus fertig gelesen und muss sagen: ich bin sehr angetan. Erwartet hatte ich eine Art "Highlights eines langen Magierlebens" nach dem Muster der Elminster-Romane; stattdessen wird vor allem Realms-Geschte fortgeschrieben. Wer wissen wollte, warum 1374 DR das "Year of Lightning Storms" ist: hier erfährt man es.
Natürlich gibt es auch einige Rückblicke auf Khelben Arunsuns langes und von Geheimnissen durchdrungenes Leben - auf eine m.E. recht gut funktionierende Weise, denn die andere Protagonistin des Romans (eine Schülerin im Blackstaff Tower) kann nach einem Angriff nur auf eine Weise gerettet werden, die ihr Bewusstsein mit dem des Schwarzstabs vermischt. Ab diesem Moment rufen verschiedene Auslöser immer wieder Visionen aus der Vergangenheit ihres Meisters in ihr hervor und geben uns als Leser so die Gelegenheit, reichlich Dinge über Khelben zu erfahren, die wir noch nicht wussten (zumindest ich nicht).
Das ganze ist spannend und (das folgende ist nicht so abwertend gemeint, wie es sich vielleicht anhört!) für einen D&D-Roman durchaus gut geschrieben, obwohl (oder vielleicht weil) Steven Schend bisher noch nicht mit Romanen in Erscheinung getreten ist, sondern als Mit-Designer der FR.
Alles in allem kann ich "Blackstaff" sowohl als anregende Unterhaltungslektüre, wie auch als Weiterbildung in Sachen Realms-Geschichte uneingeschränkt empfehlen.
"Ladies and Gentlemen, let's face it: Civilization is a flop. We should consider what to do next." (Serj Tankian, System of a Down)