Autor Thema: Die Parade  (Gelesen 6977 mal)

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Rogan

  • Contest 2010
Die Parade
« Antwort #15 am: 11. Januar 2007, 14:25:04 »
Ich stimme Raven zu.

3.x hat schon die Quadratur des Kreises geschafft, an die ich nicht geglaubt hatte, nämlich ein vollkommenes Rebalancing inkl. abgelöster Spielmechanismen (z.B. Initiative, Skills&Feats), ohne das DnD-Gefühl aufzugeben.

Nichts weniger erwarte ich vom neuen DnD, von dem, das am Horizont heraufzieht und von dem, das Du entwickeltst: Einfachere und balancierte und trotzdem DnD- Regeln. Ähnlich wie schon jetzt könnte das durch Upgrade- und (auch durch Downgrade-) Optionen funktionieren, damit meine ich: Dass die Regeln alternative Mechanismen enthalten, die die Dinge entweder vereinfachen oder komplexer machen. Das Balancing muss natürlich trotzdem immer gewahrt bleiben.

Schwierig? Ja. Wenns komplizierter oder unbalancierter wird, sinkt mein Interesse für das neue DnD und auch Dein Projekt, das ich aufmerksam mitlese, und bleibe ich bei 3.5.

Rogan
Neustart!

Belwar

  • Mitglied
Die Parade
« Antwort #16 am: 11. Januar 2007, 17:18:05 »
Zitat von: "Rogan"

3.x hat schon die Quadratur des Kreises geschafft, an die ich nicht geglaubt hatte, nämlich ein vollkommenes Rebalancing inkl. abgelöster Spielmechanismen (z.B. Initiative, Skills&Feats), ohne das DnD-Gefühl aufzugeben.


Naja DnD und vollkommend balanced? das kommt wohl stark darauf an was man unter balancing versteht.
Spielt man dann D&D mit weniger mag. Items als vorgeschlagen treten die Probleme noch stärker zum Vorschein.

Heretic

  • Mitglied
Die Parade
« Antwort #17 am: 11. Januar 2007, 19:40:28 »
Vielleicht bin ich zu dumm, das zu verstehen, aber von welchen Problemen sprichst du im Bezug aufs Balancing?
*Mal am Rande: Wieviel Erfahrung mit RPG-Systemen hast du bisher gespielt, dass du so über das Balancing von D&D herziehst?*

Rogan

  • Contest 2010
Die Parade
« Antwort #18 am: 12. Januar 2007, 20:32:40 »
@Belwar
Ich halte das Core-DnD 3.5 für recht gut ausbalanciert. Okay - ich würde trotzdem keinen reinen Kämpfer oder Barden spielen, die sind für mich die schwächsten Klassen, aber immer noch spielbar.

Langsam zurück zum Thema

--- Habe mich entschlossen, folgenden Absatz unter "Neuorientierung" zu veröffentlichen, bitte dort daruf antworten!

http://forum.dnd-gate.de/index.php/topic,13415.msg212805.html#msg212805 ---


Ich möchte einmal zusammentragen, was für mich das DnD-Gefühl ausmacht.

Heroisch-simpel statt realistisch:
Keine Trefferzonen; kaum Save-or-Die Situationen; erst rechnen, dann nur einmal würfeln (keine Parade); kein Wurf, ob ein Zauber trifft (außer in Rüstung); Flexibilität kostet, Spezialisierung ist einfach; hohes Magielevel

Charakterklassen statt Fertigkeiten:
Der große Wurf der 3.x ist für mich, nach außen hin die Klassen beibehalten zu haben, und trotzdem die Möglichkeit geschaffen zu haben, das System fast wie ein Fertigkeitsystem zu nutzen: Obwohl es Klassen gibt, kann sich jeder dank des Addierens der Klassen seine Fertigkeiten selbst zusammenstellen. Das ist leider doch nicht immer so einfach wie gedacht (Skills; Notwendigkeit von Kombinationsprestigeklassen (Mystic Theurge, Eldritch Knight...)), aber das könnte ja bei 4.0 besser werden.

Meine Wünsche an 4.0 sind: Aufwertung des Kämpfers und seiner Möglichkeiten, ohne ihn zu verkomplizieren; Vereinfachung der Kombinationen von Klassen, ohne die Klassen aufzugeben; Optionen, Kämpfe mit Manövern so interessant zu gestalten wie Zauberduelle; keine Unbalanciertheiten in epischen Bereichen; den Ranger/Rogue in seinen Heimlichkeitsfertigkeiten so gestalten, daß er nicht durch einfachste Magie überflüssig wird.

Rogan
Neustart!

Belwar

  • Mitglied
Die Parade
« Antwort #19 am: 12. Januar 2007, 22:49:09 »
Zitat von: "Heretic"
Vielleicht bin ich zu dumm, das zu verstehen, aber von welchen Problemen sprichst du im Bezug aufs Balancing?
*Mal am Rande: Wieviel Erfahrung mit RPG-Systemen hast du bisher gespielt, dass du so über das Balancing von D&D herziehst?*

Ich bereits in 3 weiterten System gespielt (Midgard(nicht die aktuelle), Earthdawn und DSA)
aber diese sind für mich nicht Maßstab und haben teils einen anderen Anspruch was das Balancing angeht. Sie haben teils gute Ideen mehr oder weniger gut umgesetzt.

Das Balancing von D&D, tja.
Da gibt es einmal das der Grundregeln
und dann noch das Zusatzbücher (in verschiedenen Kombinationen)
man kann bei den Zusatzbüchern ja schließlich davon nicht ausgehen das man alle oder keins verwendet.
1. Finde ich die Offensive und Defensive im D&D System nicht gut Balanced. Das eine steigt, das andere kaum bis nicht.
Dieses Manko wird versucht durch magische Gegenstände auszugleichen. Das halte ich für schlechten Stil, denn es drängt zur Verwendung jener mag. Gegenstände.
Ich halte es auch für schlechten Stil bzw. ein Balancingproblem, dass bestimmte Klassen eigentlich fast nur dazu da sind um später durch eine PK ersetzt zu werden.

Die Talentattraktivität ist extrem unterschiedlich.
Das Balancing von D&D zwingt mir auch einen gewissen Spielstil auf (Stichwort Reisezauber, Magische Gegenstände)
Die Stärken der Klassen untereinander fängt an sich mit steigender Stufe zu drehen.
Magier und Kämpfer verhalten sie da recht gegensätzlich.
Das Ermitteln der TP ist nur im Durchschnitt ausgeglichen ein Stufe 4 Barbar mit 18TP und ein Stufe 4 Waldläufer 29 TP, (ohne Kon), wo war da nochmal das Balancing mittels TW? Im Durchschnitt ja, ansonsten nicht.

Die Zusatzregeln und die Grundregeln sind nicht sehr kohärent.
Bsp. Zauberresistenz: Nach den Grundregeln noch recht stark, bloß dann meinte man wohl sie ist vielleicht zu stark. Und hat dann eine Reihe von nicht-ZR Zauber herausgebracht. Den Marktpreis von ZR  gebenden Gegenständen hat man dabei wohl vergessen. Schließlich ist der Marktpreis bei D&D ja ein Balancingfaktor und weniger Indikator für den Seltensheitsgrad / Herstellungsaufwand. (Etwas ist selten bzw. aufwendig herzustellen (Dauer) weil es teuer ist und nicht umgedreht)

Zitat
@Belwar
Ich halte das Core-DnD 3.5 für recht gut ausbalanciert. Okay - ich würde trotzdem keinen reinen Kämpfer oder Barden spielen, die sind für mich die schwächsten Klassen, aber immer noch spielbar.

Ein Grund warum ich den Kämpfer aufgewertet habe.
Ähnliches gilt sicherlich auf für einige Zauber.
Spielbar ist alles - bis man stirbt. ;)

Ich könnte jetzt noch mehr Beispiele, aber am Ende hängt es wohl auch davon ab wie man Balancing definiert, das hätten die Wizards vielleicht mal machen sollen. dann wäre es leicht festzustellen was in dem definiertem Rahmen balanced ist und was nicht.

Gruß Belwar

Nodwick

  • Mitglied
Die Parade
« Antwort #20 am: 13. Januar 2007, 02:09:47 »
Zitat von: "Belwar"
1. Finde ich die Offensive und Defensive im D&D System nicht gut Balanced. Das eine steigt, das andere kaum bis nicht.
Dieses Manko wird versucht durch magische Gegenstände auszugleichen. Das halte ich für schlechten Stil, denn es drängt zur Verwendung jener mag. Gegenstände.

Ich denke nicht, daß hier versucht wird, ein Manko auszugleichen. Es ist vielmehr so gedacht, daß man mit steigender Stufe mehr/bessere magische Gegenstände bekommt, die dann auch eher defensiv als offensiv sind. Für mich gehört das einfach mit zum Flair von DnD.
Ausserdem trifft der erste Angriff (pro Runde) eines Kampfcharakters ab einer gewissen Stufe fast immer. Wenns nicht so wäre, würde man ja irgendwann ewig kämpfen (weil die Lebenspunkte ja auch steigen).

Vielleicht ist DnD, so wie es standardmäßig ist, einfach nicht das richtige System für Deine Wünsche? Du könntest Dich mal umsehen, immerhin gibt es einige Regelwerke, die zwar D20 sind, aber Deinen Wünschen mehr entsprechen.
Schuldeneintreiber und schlechter Mensch (TM)

TheRaven

  • Mitglied
Die Parade
« Antwort #21 am: 13. Januar 2007, 12:01:51 »
Zitat von: "Nodwick"
Es ist vielmehr so gedacht, daß man mit steigender Stufe mehr/bessere magische Gegenstände bekommt, die dann auch eher defensiv als offensiv sind. Für mich gehört das einfach mit zum Flair von DnD.

Ja, das ist mein grösster Kritikpunkt an D&D bezüglich meiner Vorstellung. Klassenfähigkeiten, feats und das ganze Kampfsystem sind direkt mit dem normalen Erwerb von magischen Gegenständen per DMG ausgewogen. Streicht man die magischen Gegenstände oder reduziert deren Erhältlichkeit, so fällt das System auseinander, es sei denn man passt viele weitere Aspekte an. Richtig wäre es meiner Meinung, wenn das Rassen/Klassen/Feat/Zaubersystem in sich selbst ausgewogen wäre und die magischen Gegenstände dann auf diese balancierte Basis aufsetzen würden anstatt ein Teil davon zu sein.
Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.
- Friedrich