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Vorschlag bzgl. Rezensionen

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Nadir:
Ehrlich gesagt finde ich die Auf-"forderung" recht drastisch.

Wir sind in einem privaten Hobby-Bereich unterwegs und die Ansprüche an eine Rezension sind hier, in diesem Thread, ehrlich gesagt zu hoch gehandelt. Es ist unbestreitbar, dass viele formulierte Dinge wünschenswert sind, aber dennoch bleibt es eine unprofessionelle Rezi im Gate. Nicht mehr, nicht weniger.

Die 4E GRWs wurden zB auch ohne Spielerfahrung rezensiert. Und ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum für Abenteuert plötzlich neue, anspruchsvollere Maßstäbe gelten sollten.

Ich schreibe noch immer an meiner Rezi zu LL und kann den geforderten Spielbericht aus mehreren Gründen beispielsweise nicht liefern. Soll ich es nun gleich lassen, weil irgendjemand diesen aber plötzlich und dringend braucht?

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Zechi am 05. August 2010, 10:45:18 ---Und? Euer Umgang ist hier nicht der Maßstab finde ich,
--- Ende Zitat ---

Tatsächlich behaupte ich, dass es der Maßstab ist. Es ist nur eine Minderheit, die Abenteuer unmodifziert nachspielen (mag sein, dass der Anteil in Deutschland höher ist als in den USA, aber eigentlich bezweifle ich auch das). Man muss es eigentlich immer an die eigene Gruppe anpassen, und wer das nicht tut,braucht sich nicht wundern, wenn es zu einem Weniger an Spielspass führt. Das wissen die Spielleiter, vor allem aber wissen das auch die Autoren. Letztere können daher vielleicht einen möglichen Weg vorschlagen, sind sich aber durchaus bewusst, dass selbst im besten Fall dieser Weg nur von wenigen genauso goutiert wird wie von ihnen selbst.

Aber selbst wenn man das außen vorlässt: Lass ein beliebiges Abenteuer 10 Gruppen unmodifiziert spielen, kriegst du 10 verschiedene Spielerlebnisse. Die einen werden es abgrundtief schlecht finden, andere werden es wiederum vielleicht lieben (weils halt aus Versehen ihren Stil getroffen hat). Ein Spielbericht bildet also immer nur einen Teil der Wahrheit ab, und darauf dann ein allgemeines Werturteil im Rahmen einer Rezension zu gründen, halte ich für arg gefährlich.

Das gute an lukilucks Rezi war insoweit vor allem, dass man den Spielstil der Gruppe einigermaßen mitbekommen hat (teilweise auch über die angeschlossene Diskussion) und mit dem eigenen vergleichen konnte. Die auf dem eigenen Spielerlebnis beruhende Bewertung ist allerdings höchst objektiv und ich kann mir gut vorstellen, dass luckiluck, wenn er das Abenteuer bei einem anderen Spielleiter als Spieler erlebt hätte, eine ganz andere Meinung darüber hätte.

Wir haben ja zum Beispiel gesehen, dass eines der Probleme daher rührte, dass die Gruppe sich darauf geeinigt hatte, nicht während des Abenteuers aufzustufen. Das stand aber nicht in der Rezi, was deshalb beim Lesen gegebenenfalls einen falschen Eindruck hervorruft. Wenn, dann müsste so etwas also als Information dabeistehen (wegen der notwendigen Objektivität), und eigentlich gehört so etwas nicht in eine Produktrezension.

Zechi:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 05. August 2010, 11:45:25 ---
--- Zitat von: Zechi am 05. August 2010, 10:45:18 ---Und? Euer Umgang ist hier nicht der Maßstab finde ich,
--- Ende Zitat ---

Tatsächlich behaupte ich, dass es der Maßstab ist. Es ist nur eine Minderheit, die Abenteuer unmodifziert nachspielen (mag sein, dass der Anteil in Deutschland höher ist als in den USA, aber eigentlich bezweifle ich auch das). Man muss es eigentlich immer an die eigene Gruppe anpassen, und wer das nicht tut,braucht sich nicht wundern, wenn es zu einem Weniger an Spielspass führt. Das wissen die Spielleiter, vor allem aber wissen das auch die Autoren. Letztere können daher vielleicht einen möglichen Weg vorschlagen, sind sich aber durchaus bewusst, dass selbst im besten Fall dieser Weg nur von wenigen genauso goutiert wird wie von ihnen selbst.

Aber selbst wenn man das außen vorlässt: Lass ein beliebiges Abenteuer 10 Gruppen unmodifiziert spielen, kriegst du 10 verschiedene Spielerlebnisse. Die einen werden es abgrundtief schlecht finden, andere werden es wiederum vielleicht lieben (weils halt aus Versehen ihren Stil getroffen hat). Ein Spielbericht bildet also immer nur einen Teil der Wahrheit ab, und darauf dann ein allgemeines Werturteil im Rahmen einer Rezension zu gründen, halte ich für arg gefährlich.

Das gute an lukilucks Rezi war insoweit vor allem, dass man den Spielstil der Gruppe einigermaßen mitbekommen hat (teilweise auch über die angeschlossene Diskussion) und mit dem eigenen vergleichen konnte. Die auf dem eigenen Spielerlebnis beruhende Bewertung ist allerdings höchst objektiv und ich kann mir gut vorstellen, dass luckiluck, wenn er das Abenteuer bei einem anderen Spielleiter als Spieler erlebt hätte, eine ganz andere Meinung darüber hätte.

Wir haben ja zum Beispiel gesehen, dass eines der Probleme daher rührte, dass die Gruppe sich darauf geeinigt hatte, nicht während des Abenteuers aufzustufen. Das stand aber nicht in der Rezi, was deshalb beim Lesen gegebenenfalls einen falschen Eindruck hervorruft. Wenn, dann müsste so etwas also als Information dabeistehen (wegen der notwendigen Objektivität), und eigentlich gehört so etwas nicht in eine Produktrezension.

--- Ende Zitat ---

Dagegen habe ich auch keine Einwände, denn natürlich kommt es darauf an, wie man das "Spielerlebnis" in die Rezi einbaut. Die E1 Rezi finde ich eher etwas "ungeschickt". Ich sage nur, dass es generell vorteilhaft ist, wenn man ein Abenteuer gespielt hat und es dann rezensiert. Letztlich kann die Spielerfahrung die Rezi nur bereichern. Natürlich birgt es die Gefahr, dass man sein subjektives Spielerlebnis zu sehr in die Bewertung einfliessen lässt, aber ein erfahrener Rezensent sollte das eigentlich vermeiden können.

@Nadir
Ich finde dein Posting etwas "drastisch" :) Niemand - auch nicht Pestbeule - fordert hier, dass es zur Anforderung werden sollte, dass ein rezensiertes Abenteuer vorher gespielt wird, es wäre nur wünschenswert.

Im Übrigen hinkt dein Vergleich. Die 4E Core Rules umfassend zu testen dauert Monate, wenn nicht Jahre, ein kürzeres Abenteuer vollumfänglich zu spielen, kann dagegen nur ein paar Sessions dauern (geht natürlich auch länger).

Nadir:

--- Zitat von: Zechi am 05. August 2010, 11:56:02 ---@Nadir
Ich finde dein Posting etwas "drastisch" :) Niemand - auch nicht Pestbeule - fordert hier, dass es zur Anforderung werden sollte, dass ein rezensiertes Abenteuer vorher gespielt wird, es wäre nur wünschenswert.

Im Übrigen hinkt dein Vergleich. Die 4E Core Rules umfassend zu testen dauert Monate, wenn nicht Jahre, ein kürzeres Abenteuer vollumfänglich zu spielen, kann dagegen nur ein paar Sessions dauern (geht natürlich auch länger).

--- Ende Zitat ---

Ich habe absichtlich von einer Auf-"forderung" gesprochen, was den drastischen Tonfall mEn deutlich entschärft. Meiner Meinung nach. Ebenso sprach ich im folgenden Satz ebenfalls von "wünschenswert" ;)

Und mein Vergleich hinkt nicht, da ich ihn auf meine anstehende LL-Rezi bezogen habe. Zudem wurde das Pathfinder-RPG deutlich intensiver getestet und rezensiert, als jedes andere GRW, was ja auch schon im Zuge der Diskussion aufs Tapet gebracht wurde.

Mal davon ab, dass ich es selbst okay finde, ein GRW zu rezensieren, welches man (noch) nicht spielen konnte.

Talamar:
Ich fände Hewis Vorschlag ziemlich weit oben recht gut, wenn man das so machen würde.
ABER... das bleibt dann jedem Redakteur selbst überlassen ob er nachher seine Rezi erweitern will.
Das kann und will ich von niemanden einfordern.

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