Autor Thema: D20 Past  (Gelesen 10427 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Kid

  • Mitglied
D20 Past
« am: 18. November 2006, 12:34:36 »
Besitzt jemand das D20 Past?

Wenn ja, kann er mir sagen, ob dort Waffen und Ausrüstung für eine Kampagne im Jahr 1890 zu finden sind?

Ich tippe einmal, dass ein paar solcher Waffen zu finden sind wie Revolver, Pistolen, Kipplaufflinten oder Repetierbüchsen, nur würde ich gerne wissen, ob es für eine Kampagne ausreichend Waffen und Ausrüstung enthält oder ob man lieber auf eine andere Quelle (aber welche?) zurückgreifen sollte, wenn man im Jahr 1890 spielen möchte.

Der Tod

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #1 am: 19. November 2006, 21:48:28 »
Ich habe mir d20 Past mal angesehen und war recht enttäuscht, halte ich für extrem nutzlos.
Empfehlen würde ich dir stattdessen 'Call of Cthulhu d20', alles ist vorhanden um 1890 spielen zu können, ist recht realitätsnah und man kann auch ohne alles Übernatürliche spielen.

TheRaven

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #2 am: 20. November 2006, 01:18:13 »
Call of Cthulhu ist meiner Meinung nach das bisher beste D20 Werk überhaupt. Ja, das ist keine Antwort auf die Frage aber naja.
Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.
- Friedrich

Tahlam

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #3 am: 20. November 2006, 09:09:30 »
Kenn mich mit d20 Past auch nicht aus.

http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11185.phtml

Zitat

19th and 20th Century firearms are included ...



Zitat von: "TheRaven"
Call of Cthulhu ist meiner Meinung nach das bisher beste D20 Werk überhaupt. Ja, das ist keine Antwort auf die Frage aber naja.


Kannst du das etwas spezifizieren. Findest du es besser als das "normale" CoC?
A day may come when the courage of Men fails, when we forsake our friends and break all bonds of fellowship, but it is not this day.

TheRaven

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #4 am: 20. November 2006, 09:32:39 »
Zitat von: "Tahl'am Masay"
Kannst du das etwas spezifizieren. Findest du es besser als das "normale" CoC?

Hmm, dieser Vergleich ist schwierig. Ja, die Grundregeln finde ich eigentlich gelungener aber es gibt kein Zusatzmaterial für CoC D20. Vielen Leuten wird CoC D20 zu einfach und limitiert sein aber ich mag den für D20 minimalistischen Ansatz, denn gerade bei Cuthulhu geht es mehr um die Geschichte als bei anderen Rollenspielen. Übrigens ist es interessant zu wissen, dass viele Regeln von CoC D20 direkt in D20 Modern übernommen wurden. CoC D20 ist sozusagen der unbekannte, grosse Bruder von D20 Modern.
Die Wissenschaft nötigt uns, den Glauben an einfache Kausalitäten aufzugeben.
- Friedrich

Heretic

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #5 am: 20. November 2006, 13:38:38 »
Und tot.
CoC D20 funktioniert nicht mit Leuten, die das "echte" CoC kennen.
Ich habs getestet, und für mich als seltsam empfunden.
Die Ansätze sind nett, aber mehr auch nicht.

@Thor: Was findest du an D20 Past so schlecht?

Der Tod

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #6 am: 20. November 2006, 14:12:48 »
Habs grad nochmal zur Hand genommen und muss mich an einer Stelle berichtigen: Es enthält tatsächlich die gewünschten Waffen. Dennoch kommt es, gerade was die Viktorianische Ära (welche zu meinen absoluten Lieblingen gehört) angeht, einfach nicht an CoC d20 heran (Danke @TheRaven für die Bestätigung :D).

Was mich an "D20 Past" enttäuscht hat ist Folgendes:
- es liefert nicht genug brauchbares Material (z.B. PrCl, Monster aber auch Tipps zur Umgestaltung) um die angestrebten Zeitalter wirklich ohne großen Aufwand spielen zu können
- die Abenteuer sind extrem lasch und einfallslos
- das ganze Werk erscheint mir sehr Amerika-zentriert und fokussiert

Alles in allem hat sehr gute Ansätze, aber das Ziel viel zu hoch gesteckt und zu oberflächlich, lustlos und inkonsequent ausgeführt.

Heretic

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #7 am: 20. November 2006, 18:02:28 »
Was für Material bräuchtest du noch, und was genau eigentlich, um Abenteuer im Zeitraum von 1450-1950 zu spielen?
Module sind meist kurze Szenarien und nicht vollwertige Abenteuer, sie müssen nicht extrem einfallsreich und superspannend sein, auch wenns wünschenswert wäre, aber sie können ein gutes Beispiel dafür geben, wie ein Abenteuer konstruiert sein kann.
Das, was ich in solchen RWs lese, ist mMn nur ein Beispiel, nicht mehr.
 
D20 Past ist dir zu sehr auf Amerika fokussiert?
Das ist nicht dein Ernst, ernsthaft den Anspruch zu stellen, dass ein Sourcebook, das von einem AMERIKANISCHEN Verlag für ein AMERIKANISCHES RPG geschrieben wurde, zuwenig Material über z.B. England und Deutschland enthält ?!?!

Der Tod

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #8 am: 21. November 2006, 19:58:18 »
Ich würde nicht sagen 'Anspruch' (schließlich hab ichs nicht erwartet), aber das Buch ist daher eben nichts für meinen Geschmack (und da der Threadsteller nach Viktorianischem England fragte musste ich eben davon abraten). Insbesondere dass eine der beiden PRCls (definitiv zu wenig!) für die doch so ergiebige Viktorianische Zeit auch noch so spezifisch ist (ein Frontier Sherrif für den Amerikanischen Westen oder so) dass er eben nicht für 'Mainstreamkampagnen' dieser Zeit oder Kontinentübergreifend nutzbar ist stört mich.

Wenn diese Abenteuer nich gut sein wollen sondern nur Beispiele hätte auch eine Übersicht über den Plot gereicht und man hätte Seiten gespart.

Und das Material dass ich gerne hätte lässt sich ohnehin für diesesn immensen Zeitraum nicht in ein normales Werk zusammenfassen. Ich verlange da schon (und das vor allem) gute, stylische PrCls mit  einzigartigen aber der Zeit angemessenen Fähigkeiten und Flair, je nach Zeit sogar geänderte Kampfregeln, verschiedene Organisationen, evtl. mehr passende und innovative Monster, Überblicke und Ausführungen über die Stimmung der Zeit, etc.etc.
D20modern hat sogar noch den Vorteil dass der Anspruch nach neuen Grundklassen wegfällt!

Das klingt eine ganz schöne Menge, daher habe ich auch erst ein paar Werke gefunden die diesen Ansprüchen gerecht werden (u.a. 'Skull&Bones' für die Karibik des 17-18Jhds, 'd20 CoC' für das 20Jhd, evtl. noch 'Trojan War' für die Griechische Antike...).
Warum diese Werke mmn besser sind als d20Past? Vor allem da sie sich ein erreichbares Ziel gesteckt und gut durchdacht, kreativ und innovativ erreicht (oder fast) haben. Sie reißen nicht eine Thematik (hier ein Zeitalter) an, lassen die Hälfte unbearbeitet und erreichen so dass der SL beinahe doch wieder auf sich allein gestellt ist.
Dass ein einziges Buch (d20 Past) diesen gewaltigen Zeitraum allein bewältigen will kann eigentlich nur scheitern und taugt zwar möglicherweise als ausschlachtbare Ressource aber nicht als das fertige Kampagnensetting das es vorgibt zu sein.

Thor

Heretic

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #9 am: 22. November 2006, 12:41:48 »
Hast du CoC überhaupt gelesen?
Da ist keine EINZIGE PrC drin, UND die Abenteuer sind madig.
Die Regeln für Schußwaffeneinsatz(Salven und Vollautomatikfeuer) sind derbe subotpimal, und einiges anderes ist nicht wirklich gut, im Vergleich zum Original.
Genau deswegen ist es auch so gnadenlos gefloppt.

Der Tod

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #10 am: 22. November 2006, 16:05:06 »
Ja, ich habe CoC gelesen, leite auch eine Runde hier im Gate (Nocturnum - und nein, ich möchte nicht deine Meinung darüber wissen wie TRUE-LOVECRAFT es ist!).
Dass darin keine PrCls sind ist mir bewusst, daher stellt dieses Werk auch gewissermaßen eine Ausnahme bzgl. meiner Ansprüche dar. Aber auch nur gewissermaßen, denn mmn hat CoC auch gar keine PrCls nötig, da durch die absolut freie Verteilung der Fertigkeiten (und natürlich Talenten) genug Spielraum gegeben ist.

Was du schon wieder mit den Abenteuern hast weiß ich nicht, ich habe nirgendwo erwähnt dass die mir furchtbar wichtig sind. Dir, deinem vorletzten Post zufolge übrigends auch nicht, also warum die Aufregung.

Was genau hast du gegen die Schusswaffenregeln, ich finde die "Autofire"-Option in D20modern mit ihrem fixen Reflex-SG wesentlich schlimmer...

Kid

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #11 am: 22. November 2006, 19:26:30 »
Danke erst einmal für die Beiträge!

@ Thor:
Ja, das CoC D20 besitze ich auch. Aber genau deshalb frage ich nach einem guten D20 Ausrüstungs-/Waffenbuch für das Jahr 1890. Denn im CoC D20 findet sich dazu ja eigentlich fast gar nichts. Die Waffenliste dort ist extrem eingeschränkt. Es scheint mir eher auf 1920 - der Standardzeit für CoC - fokussiert zu sein. Schaue einmal genau nach: Büchsen oder Flinten für 1890 = Fehlanzeige. Auch Pistolen und Revolver sind für diese Zeit nicht so viele aufgelistet. Deswegen fragte ich nach D20 Past, in der Hoffnung, dort fänden sich zahlreichere Waffen für das Jahr 1890. Kleine Anmerkung: Ich fragte nicht nach Ausrüstung/Waffen des viktorianischen Englands, sondern nur nach Ausrüstung/Waffen aus dem Jahr 1890.

@TheRaven:
Kann mich nur anschließen: Das CoC D20 ist auch eines der besten D20 Regelwerke, die ich je gelesen habe - obwohl das nun auch nicht so viele sind.

@Heretic:
In so mancher Rezension zu CoC D20 kann man nachlesen, dass auch "echte" CoC-Zocker die D20 Version gut finden und sie nicht gnadenlos in den Wind schießen. Man kann also nicht pauschal sagen, dass die D20 Version mit "echten" CoC Spielern nicht funktionieren würde. Zudem sagt die Verkaufsmenge eines Produkts nicht unbedingt so viel über die Qualität des Produkts aus. Beispiel: Nur weil viele Leute die BILD kaufen, wird sie dadurch nicht besser.


Off-topic: Zu CoC D20

Einziges Manko bei CoC D20 ist meiner Meinung (und der Meinung so manch anderer) nach, die Regel: Maximum Sanity = 99 - Modifier Cthulhu Mythos. Denn für jeden Rang der Fertigkeit (im W20-Bereich 5%) zieht man nur 1 Punkt vom maximalen Gesundheitszustand ab (im W100-Bereich 1%). Das passt irgendwie nicht zusammen. Viele spielen das deshalb so, dass man 5 Punkte abzieht für jeden Rang. Da haben die Macher echt geschlammt. Ansonsten gibt es in dem Spiel viele Optionen und Varianten. Es ist vieles an Hintergrund enthalten und man kann mit der Grundversion gut loslegen. Echt spitze!

Der Tod

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #12 am: 23. November 2006, 16:35:41 »
Okay, um dann Kids eigentliche Frage zu beantworten...

Im d20Past finden sich folgende Waffen der späten Viktorianischen Ära (1870-1900):

Handguns:
- Colt Peacemaker
- Nagant Model 1895
- Mauser "Broomhandle"

Longarms:
- Winchester 1873
- 12 gauge repeating shotgun
- M-P-C Carbine M1891

Heavy Weapons:
- Maxim gun Mk 1

Wenn du noch ein paar ältere Modelle dazunimmst werdens auch noch ein oder zwei Stück mehr.
Inwiefern diese Auswahl besser ist als die in CoC überlasse ich dann einfach mal dir...

EDIT: Ich denke aber nicht dass es, sofern man genügend Vorbilder hat, besonders schwierig ist eigene Waffenwerte nach historischen Vorbildern zu erstellen, meist sind die Unterschiede ja sehr nachvollziehbar.

Kid

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #13 am: 24. November 2006, 12:39:51 »
Die aufgeführten Waffen sind ja fast allesamt auch im CoC D20 zu finden. Wenn es also wirklich nicht mehr Waffen aus dem Jahre 1890 im D20 Past gibt, dann lohnt sich ein Kauf wohl kaum. Aber danke für die Info, Thor!

Kennt denn jemand eine ausführliche Liste/Quelle von Waffennamen für Pistolen, Gewehre und Schrotflinten aus dem Jahr 1890? Thor hat ja Recht: Man kann sich die Waffenwerte ja selbst zusammenschustern.

Heretic

  • Mitglied
D20 Past
« Antwort #14 am: 24. November 2006, 16:00:37 »
Waffenwerte zusammenschustern?
Was ist an einer Mauser "Broomhandle" so arg anders als an einer Glock 17, abgesehen davon, dass man sie mit nem Anbauschaft versehen kann?